Reflux-Spezialisten

Refluxbeschwerden zeigen sich typischerweise mit Sodbrennen und saurem Aufstoßen. Das kann zwar auch nach einem deftigen Essen passieren, doch kommen die Beschwerden regelmäßig vor, sollten Betroffene den Facharzt aufsuchen.

Bei einer Refluxerkrankung ist der Internist oder Gastroenterologe (Magen-Darm-Spezialist) der geeignete Ansprechpartner. Nicht selten stellt auch der HNO-Arzt die Diagnose, denn die untypischen Symptomen Heiserkeit und Reizhusten führen Betroffene fälschlicherweise zum Hals-Nasen-Ohrenarzt.

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Welche Fachärzte sind Reflux-Spezialisten?

Die Symptome einer Refluxerkrankung führen Patienten in der Regel zuerst zum Hausarzt. Bei stark ausgeprägtem Krankheitsbild oder lang andauernden Beschwerden ergänzen Internisten und Gastroenterologen die individuelle Refluxtherapie.

Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie sind Spezialisten für die Behandlung einer Refluxerkrankung. Nach dem Studium der Humanmedizin spezialisieren sich Internisten und Gastroenterologen in einer mehrjährigen Facharztweiterbildung auf die umfassende Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der inneren Organe, insbesondere der Organe des Verdauungssystems.

Risikofaktoren für Refluxerkrankungen

Die häufigsten Magen-Darm-Probleme sind Refluxbeschwerden. Mit den lateinischen Begriff Reflux bezeichnet man den Rückfluss von säurehaltigem Mageninhalt in die Speiseröhre. Reflux ist sehr unangenehm, erzeugt Brennen und Schmerzen und bei 40 % eine Speiseröhrenentzündung. Die Säure ist aggressiv und greift in die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre an. Daraus können sich unter Umständen auch bösartige Tumore entwickeln.

Zwerchfellbruch, Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht erhöhen das Risiko für eine Refluxkrankheit. Wer langfristig zu viel Zucker zu sich nimmt, häufig scharf würzt und sich fettreich ernährt, hat ebenfalls ein hohes Risiko für Refluxerkrankungen. Der Magen produziert ständig Salzsäure, um Speisen zu verdauen und Erreger abzutöten. Normalerweise verschließt der Muskel am Ende der Speiseröhre im Durchgang, so dass die Säure im Magen bleibt. Bei Übergewicht und bestimmten Krankheiten kann dies Schließmuskelfunktion gestört sein.

Ursachen für Refluxerkrankungen

Der häufigste Grund ist eine Funktionsstörung des Speiseröhrenschließmuskels. Bei Diabetes mellitus kann es auch zu Magenentleerungsstörungen kommen. Bestimmte rheumatische Erkrankungen und eine reduzierte Selbstreinigungsfähigkeit der Speiseröhre kommen als Ursachen ebenfalls in Betracht. Im letzten Schwangerschaftsdrittel leiden fast alle werdenden Mütter und Sodbrennen, weil das Ungeborene auf die inneren Organe drückt. Nach der Entbindung sind die Symptome verschwunden. Gefäßerweiternde Medikamente, Mittel gegen Bluthochdruck und Psychopharmaka begünstigen den Reflux ebenfalls. Refluxbeschwerden können auch ohne organischen Befund auftreten. Dann spricht man von funktionellen Symptomen.

Diagnostische Untersuchungen

Am Anfang steht die gründliche Anamnese, bei der der Arzt Informationen über die Lebensgewohnheiten des Patienten erhält. Eine Speiseröhren- und Magenspiegelung (Endoskopie) bringt genauen Aufschluss. Diese wird jedoch nur bei begründetem Verdacht auf eine Refluxerkrankung durchgeführt. Bei der pH-Metrie schiebt der Arzt eine feine Sonde durch die Nase in die Speiseröhre, um den pH-Wert über einen längeren Zeitraum (24 h) zu messen. So lässt sich nachweisen, wie viel Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.