Ein Osteoporose-Spezialist ist der richtige Ansprechpartner, wenn Sie unter der Krankheit Osteoporose leiden. Auch bei Verdacht auf Knochenschwund kann Ihnen ein Osteoporose-Spezialist helfen. In der Regel sind Experten für Osteoporose Osteologen oder Orthopäden, befassen sich also mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats.

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Was ist Osteoporose?

Umgangssprachlich ist die Osteoporose auch als Knochenschwund bekannt. Feste Knochen sind wichtig für Stabilität und Beweglichkeit. Kommt es zu einer starken Abnahme der Knochensubstanz, liegt eine Osteoporose vor. Das Risiko für Knochenbrüche steigt.

Grundsätzlich kann zwischen einer primären und einer sekundären Osteoporose unterschieden werden. Die primäre Osteoporose betrifft überwiegend Frauen nach den Wechseljahren. Die sekundäre Osteoporose ist die Folge von anderen Erkrankungen oder wird durch die Einnahme verschiedener Medikamente hervorgerufen.

Zu Beginn verläuft die Osteoporose oft ohne Beschwerden. Zu den typischen späteren Symptomen einer Osteoporose gehören:

  • Rückenschmerzen
  • Rundrücken (Witwenbuckel)
  • Knochenbrüche ohne Grund oder bei kleinen Verletzungen
  • abnehmende Körpergröße

Osteoporose-Spezialist – Ausbildung und Qualifikation

Bei Verdacht auf eine Osteoporose können Sie einen Orthopäden aufsuchen. Hierbei handelt es sich um einen Arzt, der zusätzlich zu seinem Medizinstudium eine Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie absolviert hat. Diese Fortbildung dauert 6 Jahre.

Experten für Osteoporose sind auch die Osteologen. Ein Osteologe befasst sich mit allen möglichen Erkrankungen des Skeletts, dem Aufbau des Knochens und dem Knochenstoffwechsel. Die Zusatzqualifikation zum Osteologen gibt es erst seit dem Jahr 2004. Sie wird vom Dachverband Osteologie e.V. verliehen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Osteoporose

Eine Osteoporosetherapie umfasst in der Regel eine Vielzahl von Elementen. Ausreichend Bewegung und die richtige Ernährung sind die wichtigsten Bausteine der Behandlung. Regelmäßige Spaziergänge, leichtes Lauftraining und Schwimmen können den Knochenaufbau fördern und den Knochenabbau hemmen.

Bei der Ernährung sollten Sie vor allem auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium achten. Neben Kalzium spielt auch Vitamin D eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit. Besteht hier ein Mangel, kann der Arzt ein entsprechendes Präparat verordnen.

Bei einem hohen Knochenbruchrisiko verschreibt der Arzt zudem Medikamente. Bisphosphonate sind hier das Mittel der ersten Wahl. Auch selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) oder monoklonale Antikörper kommen zum Einsatz. Gegen mögliche Schmerzen kann der Osteoporose-Spezialist Schmerzmittel verordnen.

Bei Wirbelkörpereinbrüchen, die infolge des Knochenschwunds auftreten können, kann zudem ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Ziel ist es, den Wirbelkörper wieder zu stabilisieren.

Quellen

  • https://www.osd-ev.org
  • https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/183-001.html