Beim Knochenmarködem handelt es sich um eine schmerzhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Knochen, die in den Zuständigkeitsbereich von Orthopäden und Sportärzten fällt. Neben Orthopäden sind auch Kniechirurgen, Unfallchirurgen und Fachärzte für Endoprothetik geeignete Knochenmarködem-Spezialisten. Sie alle haben neben ihrer medizinischen Grundausbildung eine mehrjährige Facharztausbildung auf ihrem Spezialgebiet absolviert.

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Knochenmarködem: Wenn sich Wasser im Knochen sammelt

Das Knochenmarködem (KMÖ) wird auch transiente Osteoporose bezeichnet. Es handelt sich um eine Wasseransammlung im Knochenmark eines Gelenkes. Die Krankheit betrifft überwiegend die Hüfte, seltener das Knie und das obere Sprunggelenk. Meist leiden Menschen in der zweiten Lebenshälfte unter diesem Ödem, oft sogar unter mehreren. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Ursachen des Knochenmarködems

Bis heute sind die Ursachen nicht eindeutig geklärt. Länger zurückliegende Verletzungen wie Prellungen, beispielsweise infolge von Unfällen, können dazu führen. Mechanische Überlastung des Knochens mit Mikrorissen können ebenfalls Auslöser sein. Auch Durchblutungsstörungen können indirekt zum Schwund des Gewebes und dadurch zu einem KMÖ führen.

Symptome eines Knochenmarködems

Die Erkrankung zeigt sich mit belastungsabhängigen Schmerzen. Infolge der Flüssigkeitsansammlung im Knochen kommt es zu einer Druckerhöhung und zu teils heftigen, spontanen Beschwerden. Dennoch ist die Krankheit ungefährlich. Eine Abgrenzung gegenüber voranschreitenden Knochenerkrankungen wie Tumor oder Knochennekrose ist schwierig. Ist eine Arthrose der Auslöser, kommt es zu wellenförmigen Schmerzattacken und Gelenkschwellungen. Diese nehmen im Laufe der Zeit zu. Wird das KMÖ von einem Tumor verursacht, ist die frühzeitige Erkennung äußerst wichtig.

Wie diagnostizieren Knochenmarködem-Spezialisten die Erkrankung?

Röntgenaufnahmen sind bei einem primären Knochenmarksödem unauffällig, denn eine verringerte Knochendichte wird erst ab einem Verlust von 40 % sichtbar. Dagegen zeigen sekundäre KMÖs auch im Röntgenbild typische Veränderungen. Bei Blutuntersuchungen sind weder die Rheuma- noch die Entzündungswerte auffällig. Eine zweifelsfreie Diagnose ist nur mittels MRT möglich. So können auch Überlastungen neben dem Gelenk erkannt werden.

Wie erfolgt die Behandlung durch Knochenmarködem-Spezialisten?

Die Therapie konzentriert sich auf Schmerzlinderung und Entlastung des Gelenkes. Überlastungen müssen konsequent vermieden werden, sportliche Betätigung in Form von Zweikämpfen, Sprüngen, schnellem Laufen und Joggen ist nicht gestattet. Lediglich leichtes Fahrradfahren und geführte Bewegungen, welche die Durchblutung fördern, sind erlaubt.

Unter Umständen muss der Knochenmarködem-Spezialist den Knochen zur Druckentlastung angebohren. Sind Arthrose oder Tumore Auslöser, muss er die betroffenen Gewebeteile chirurgisch entfernen. Zur Beschleunigung der Heilung können Knochennährstoffe wie Calcium und Vitamin D verabreicht werden. Durch eine Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann die Regeneration geschädigter Knochenzellen unter Umständen in Gang gesetzt werden. Die Stimulation durch Sauerstoff aktiviert Zellen, die neues Bindegewebe bilden.

Trotz modernster Therapiemöglichkeiten kann im Vorfeld kaum eine Aussage über die Heilungsaussichten getroffen werden.

Quellen

  • https://www.sportaerztezeitung.de/konservative-therapie-abo/articles/therapie-des-knochenmarkoedems
  • https://flexikon.doccheck.com/de/Knochenprellung