Keratokonus-Spezialisten

Bei Patienten, die unter Keratokonus leiden, verformt sich die Hornhaut des Auges mit der Zeit immer stärker zu der Form eines Kegels. Gleichzeitig dünnt sie aus und wird somit anfälliger für Verletzungen. Erste Anzeichen für Keratokonus sind in der Regel häufige Korrekturen der Brillenstärke mit stetiger Verschlechterung der Sehkraft. Im weiteren Verlauf kommen sichtbare Veränderungen an der Hornhaut hinzu. Bei schweren Verläufen reicht eine Brille unter Umständen nicht aus, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren und es kommen formstabile Kontaktlinsen zum Einsatz. Die Erkrankung betrifft immer beide Augen, kann aber sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

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Apparative Hornhautvermessung ist Pflicht

Ansprechpartner bei Verdacht auf Keratokonus sind Augenärzte, die eine apparative Hornhautvermessung durchführen. Nur durch die genaue Analyse der Hornhautdicke und Form kann die seltene Erkrankung zuverlässig diagnostiziert werden. Für diese Untersuchung müssen Patienten jedoch unbedingt vor der Untersuchung auf das Tragen ihrer Kontaktlinsen verzichten, da diese die Form der Hornhaut beeinflussen. Große Krankenhäuser oder Augenzentren bieten unter Umständen eine spezielle Keratokonus-Sprechstunde für Verdachtsfälle an.

Neue Therapien für Keratokonus sind wirksam

Im frühen Stadium des Keratokonus steht im Vordergrund, die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Hierfür ist noch kein spezieller Augenarzt nötig. Jedoch benötigen Patienten unter Umständen mehrere Brillen oder Kontaktlinsen mit unterschiedlichen Sehstärken, da diese sich zum Teil täglich ändert. Vor allem durch Kontaktlinsen kann die Hornhaut lange Zeit stabilisiert werden. Liegt kein schwerer Verlauf des Keratokonus vor, ist diese Therapie unter Umständen ausreichend.

Neuere Behandlungsmethoden verlangsamen die Verschlechterung der Sehkraft und die Verformung der Hornhaut. Hierzu gehört das sogenannte Crosslinking. Dabei werden die Kollagenfasern der Hornhaut miteinander vernetzt, um die Struktur zu stabilisieren und die Verformung zu verlangsamen. Ebenfalls als hilfreich hat sich die Implantation kleiner Kunststoffringe in die mittlere Zellschicht der Hornhaut erwiesen. In rund 20 % aller Fälle verläuft der Keratokonus schwer und es wird nötig, die verformte Hornhaut zu ersetzen. Dies geschieht entweder durch eine vollständig neue Hornhaut oder die Transplantation erfolgt in einzelnen Schichten.

Quellen

https://augenklinik.charite.de/leistungen/hornhauterkrankungen/keratokonus/
https://www.aerzteblatt.de/archiv/148461/Keratokonus-Ringsegmente-und-Crosslink-sind-wirksam
http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/augenheilkunde/augenerkrankungen/keratokonus.html