Gesundheit

Der Welttag des Sehens macht am 11. Oktober 2018 auf das weltweite Aktionsprogramm "VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht" aufmerksam. Ziel der Kampagne ist es, die heilbare und vermeidbare Blindheit zu überwinden. Der Initiator dieses Aktionstages ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO).Seit 2002 findet der Welttag des Sehens statt, um auf die besonderen Bedürfnisse von Sehbehinderten und Blinden aufmerksam zu machen und auf Behandlungstherapien hinzuweisen. Acht Tage lang finden in der gesamten Woche des Sehens bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt, angefangen von Hilfsmittelausstellungen, Fachvorträgen und Tagen der offenen Tür in verschiedenen Kliniken bis zu Tastführungen in Museen und Aktionen in Dunkelcafés. Es soll auf diese Weise das Verständnis für Blindheit gefördert werden. Gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, wie Erblindung verhütet bzw. verlangsamt werden kann.

Rund 36 Millionen blinde Menschen weltweit

Blindheit bedeutet eine entweder gänzlich fehlende oder nur äußerst gering vorhandene visuelle Wahrnehmung eines oder beider Augen. Ein Mensch kann mit einer angeborenen Blindheit auf die Welt kommen oder im Laufe seines Lebens davon betroffen sein. Ob und inwieweit eine Erblindung heilbar oder zu verlangsamen ist, ist vom Krankheitsbeginn und den Ursachen abhängig.
In Deutschland gilt als blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 2 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. (Sehrest ≤ 2 %)

Mehr als jeder zweite Deutsche ist kurz- oder weitsichtig

Die Brille ist zwar auch zum modischen Accessoire geworden, doch die Zahl der Menschen, die sich per Laser-Operation die Augen korrigieren lassen, steigt. Wie stark die Fehlsichtigkeit im individuellen Fall ist, kann ein Augenarzt oder ein Optiker mithilfe eines Sehtests bestimmen.Der Weltsehtag in der Woche des Sehens zeigt neben Sehhilfen auch Möglichkeiten von Therapien auf, erläutert die Ursachenforschung und gibt Hilfestellung für bereits Betroffene.Nutzen Sie daher Ihre Chance, sich umfassend zum Thema zu informieren!

Tipps für Sie und Ihre Familie – der sorgsame Umgang mit dem Augenlicht

  • In regelmäßigen Abständen sollten Sie Ihr Augen und die Sehschärfe kontrollieren lassen.
  • Ab dem 40. Lebensjahr ist eine Untersuchung zur Früherkennung eines Glaukoms (Grüner Star) empfohlen.
  • Wenn Sie an Diabetes, hohem Blutdruck oder an schubweisen Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates leiden, sollten Sie den Augenarzt regelmäßig zu Check aufsuchen.
  • Kinder sollten von ihren Eltern frühzeitig einem Augenarzt vorgestellt werden. Gerade in den ersten Lebensjahren besteht die Gefahr, eine Sehschwäche zu entwickeln, die durch eine frühzeitige Behandlung abgewendet werden kann.
Wer das Augenlicht verliert, steht plötzlich vor einem Haufen Fragen:
  • Kann ich meinen Alltag noch alleine meistern?
  • Kann ich noch alleine einkaufen und kochen?
  • Wie funktioniert das jetzt mit der Post und dem Computer?
Viele Betroffene sind erst einmal überfordert. Hilfe bieten Selbsthilfeorganisationen und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. Schließlich gilt es auch, juristische Dinge zu klären wie beispielsweise die mögliche Beantragung von Blindengeld oder die eines Schwerbehindertenausweises. Informieren Sie sich zusätzlich zum Thema Augenheilkunde im Portal des Leading Medicine Guide.Bildnachweis: Blind Man Sitting In City Park And Resting © diego cervo #159668322 / Fotolia