Gesundheit

Immer wieder ein Streitthema, das mit der Schul- und alternativen Medizin. Aber warum streiten, wenn es auch einen gemeinsamen Weg gibt, wie ihn Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer (Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer) bereits beschritten hat. 
"Ärzte sind keine Halbgötter in Weiß, Schamanen keine Zauberer"
Prof. Grönemeyer ist ein renommierter Arzt und Autor mit Ausrichtung auf Mikrotherapie. Seine bisherigen Themen waren vor allem unserem Rücken gewidmet. Aber auch um das Herz, unsere Ernährung und unsere „Menschlichkeit“ sorgte sich der Hightech-Mediziner und gleichzeitig Verfechter der östlichen Naturheilkunde. Ja, Sie haben richtig gelesen: Eine Kombination aus beidem – Ost und West – ist das vielleicht die bessere Medizin?

Auf dem Weg zur Ganzheitlichkeit

Prof. Grönemeyer arbeitet an einem Lebensprojekt, und zwar an einer interessanten Kombination aus westlicher Medizin und alternativen Heilmethoden. Natürlich wird dieser Versuch nicht zum ersten Mal unternommen. Der "Pluralismus in der Medizin" wird schon lange diskutiert. Dialogversuche gibt es zahlreiche und ganzheitliche Ansätze sind heute gefragte denn je!Es stellt sich also erneut die Frage, wie man konventionelle Methoden, wo der Glaube stärker im Vordergrund steht, mit naturwissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zusammenbringt, um vielleicht zu einer am Ende besseren Medizin zu gelangen. Am Ende zählt doch die Therapie, die dem Patienten  nutzt und zu einer Genesung beitragen kann.Der in erster Linie als Schulmediziner tätige Grönemeyer zweifelt selbst an einigen alternativen Ansätzen und kann sich vieles wissenschaftlich nicht erklären. Dafür reist er um die halbe Welt - besucht unter anderem Indien, China, Afrika und Australien - und stellt sich immer wieder selbst die Fragen:
"Geht das alles mit rechten Dingen zu? Oder sitzen wir da einem Schwindel auf, womöglich einer Inszenierung, mit der sich die wundersamen Heilenden selbst etwas vormachen, um die Kranken mental über ihre Beschwerden hinwegzutäuschen?"

Was ist also dran...

an der Maya-Medizin, an Massagen und Meditation? Und vor allem: Wie kann man sie auf unser eigenes Gesundheitssystem und -verständnis übertragen? Grönemeyers Absicht ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln und für mehr Transparenz zu sorgen, sondern sich auch von fragwürdigen und unseriösen Therapieformen abzugrenzen. Die gibt es aber auf beiden Seiten. Der Mediziner setzt mit unter auf die Eigenverantwortung des Patienten.

Wer suchet ... der findet

Jeder, der sich im Allgemeinen mit der Kunst des Heilens beschäftigt, wird in seinem neuen und sehr umfangreichen Buch Weltmedizin (S.Fischer Verlag) fündig. Auf etwa 270 Seiten geht es um eine interessante Betrachtung zu Magie und Maschinen, aber auch um Vertrauen und Irrwege, die wir gern wieder verlassen möchten. Schließlich, und das kann irgendwie auch als Plädoyer aller guten Mediziner gelten, solle man die eigene oft im Weg stehende ideologische Sichtweise zurückstellen und die "Sprache und Inhalte des jeweils anderen Heilsystems" zu verstehen versuchen.Weitere Gesundheitsbücher von ihm sind zum Beispiel:     
Gute Medizin steht auch auf unseren Fahnen. Unsere medizinischen Fachexperten beschäftigen sich nicht mit dem „Klein-Klein“, sondern pflegen ebenfalls einen Weitblick, arbeiten interdisziplinär und stark vernetzt im Expertenteam. Erfahren Sie mehr im Leading Medicine Guide – und finden Sie hier weitere Gesundheitsinformationen. Hier geht es zu unseren Experten in alternativen Behandlungsmethoden. Lesen Sie außerdem das spannende Interview des Expertenduos Dr. Schleicher und Dr. Brückl und hier erfahren Sie mehr über Traditionelle Chinesische Medizin.   Uns würde interessieren...Wie stehen Sie zu dieser Thematik? Vertrauen Sie Ihrem (Fach-) Arzt? Oder setzen Sie lieber auf alternative Heilmethoden? Kombinieren Sie vielleicht beide Methoden oder wie ist Ihre ganz persönliche Meinung dazu?  
Bildquelle: Weltkarte (fxxu) und Kompass (ponce_photography) pixabay.com und Buchcover mit freundlicher Genehmigung des S.Fischer Verlags.