Gesundheit

Wer an Unterleibschmerzen leidet, an einem kaum zu unterdrückenden Harndrang und brennenden Gefühl im Unterleib, könnte an einer IC – einer Interstitiellen Zystitis – erkrankt sein. Das Krankheitsbild ähnelt zunächst einer normalen chronisch wiederkehrenden Harnblasenentzündung. Hierbei handelt es sich aber um eine nicht bakterielle Harnblasenentzündung. Sie wird hierzulande oft verwechselt und ist in medizinischen Fachkreisen noch immer relativ unbekannt.Die Blasenschleimhaut und die Zwischenräume (Interstitium) der Blasenwand sind betroffen. Die Leidenden – meist Frauen zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr – klagen über chronische Schmerzen und müssen häufig (bis zu 60 Mal täglich) zur Toilette. Das erschwert den Alltag und verringert die Lebensqualität natürlich enorm. Rechtzeitig erkennen und ernst nehmenEs ist wichtig, diese Krankheit als solche zu erkennen und ernst zu nehmen, denn bestimmte Lebensmittel können die Schmerzen lindern oder sogar verstärken. IC-Erkrankte bedürfen einer speziellen Diät: Sie sollten stark Säurehaltiges wie Kaffee, Weizen, Fleisch- und Milchprodukte sowie Zitrusfrüchte meiden. Sogenannte basische Lebensmittel wie Gemüse, Wurzelgemüse (Kartoffeln, Karotte, Rübe, Rettich), Nüsse, Trockenfrüchte, Soja, pflanzliche Öle und Samen tragen zum natürlichen Ausgleich bei. Vorsicht bei Stress: Betroffene klagen über eine deutliche Verstärkung des Brennens im Unterleib. Noch ist unbekannt, was die IC auslöstMan geht davon aus, dass die Schutzfunktion der Blase gestört ist. Viele IC-Betroffene leiden zudem stärker an Allergien und begleitenden Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel Morbus Crohn, Arthritis oder einer chronischen Entzündung der Schilddrüse (der sog. Hashimoto-Thyreoiditis).Aktuell existiert noch keine standardisierte Therapieform, mit welcher die IC erfolgreich geheilt werden kann. Es gibt aber Therapiemöglichkeiten, welche die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern können. Betroffene können sich auch an folgende Institutionen wenden