Gesundheit

"In den meisten Gesellschaften gibt es seit jeher Spezialisten, die Zähne pflegen, reparieren, ziehen und ersetzen." (aus dem Buch "Mut zur Lücke" von Barnett)

Doch wussten Sie, dass sich der Beruf des dentistes (Zahnarzt) erst um das 17. Jahrhundert in Frankreich allmählich formierte und damit nicht nur dem Leiden im Mund, sondern auch den vielen „Zahnbrechern“ und „Zahnreißern“, die als Scharlatane galten, endgültig der Kampf angesagt wurde? Bis dahin wurden marode Zähne ohne Betäubung zertrümmert – und ja, leider auch unter brutalen Methoden – herausgerissen, was manchen Patienten sogar das Leben kostete. +++ Erfahren Sie hier mehr über das Thema "Vom Horroszenario bis zur Wellnessbehandlung. Zahnarzt-Behandlungen in Geschichte und Gegenwart" +++Das neue Buch vom Medizinhistoriker Richard Barnett, mit dem Titel „Mut zur Lücke“ (aus dem Englischen unter The Smile Stealers bekannt), erschienen im April 2018 im Dumont Verlag, verdeutlicht auf ganzen 256 Seiten die beeindruckende „Kunst und Geschichte der Zahnheilkunde“, wie der Untertitel ebenfalls verrät. Das Werk beinhaltet über 500 Illustrationen – die zum Schmökern einladen, aber auch ins Staunen versetzen!Wer heute Angst vor dem Zahnarzt hat, sollte die Vergangenheit erst einmal kennenlernenWährend man im Altertum noch an Zahn-fressende Würmer glaubte und diese für die furchtbaren Schmerzen im Mund verantwortlich machte, riss man im Mittelalter kranke und verfaulte Zähne einfach heraus – mit entsprechend fatalen Folgen (wie Kiefer-Zerstörung, Gehirnerschütterung, Blindheit, Verblutungen oder gar Tod). Aber in dem Buch geht es nicht nur darum: Verblüffend zeigt der Autor auf, wie und unter welchen Umständen Zähne früher behandelt wurden, welche Instrumente verwendet und welchen teils abergläubischen Trends vorherrschten. Da kommt einem die moderne Zahnarztpraxis heute wie eine Spa- und Wellness-Behandlung vor. Barnett analysiert alte Fotografien, Radierungen und Werbetafeln und holt Holz- und Kupferschnitte hervor, die allesamt eine spannende Geschichte erzählen. Der Mann mit dem Pelikan - ein SchreckensbildDas wohl schlimmste Instrument jener Zeit, welches zum Einsatz kam, nannte sich „Pelikan“ – ein Werkzeug mit Hebel und Haken, das teilweise aus der Tasche des „Zahnziehers“ ragte und die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Mit der Etablierung des zahnmedizinischen Berufs sollten Zähne nicht mehr entfernt werden, sondern fortan erhalten bleiben – anfangs allerdings noch mit Prothesen aus Gold und falschen Zähnen aus Elfenbein oder Knochen. Zähne heute: Ein lebenlang schön und gesundBarnett verdeutlicht auch, wie sich unser Verhältnis zu den Zähnen im Laufe der letzten Jahre verändert hat: Pflege, Kunst, Prävention und Ästhetik – nichts wird heute dem Zufall überlassen! Gesund, perlweiß und funktional sollen unsere Beißerchen sein.Jeder, der sich eingehend mit der Geschichte und Kunst der Zahnheilkunde beschäftigen möchte, kommt nicht um dieses Werk von Barnett herum. Dabei ist „Mut zur Lücke“ alles andere als ein staubtrockenes Lehrwerk. Dank der zahlreichen Illustrationen, dem anekdotischen Schreibstil, der nachvollziehbaren Systematik und liebevollen Aufmachung erhält der Leser eine tolle Lektüre zur Geschichte der Zahnmedizin. 
Wollen Sie mehr über das Buch erfahren? Dann besuchen Sie den Dumont Verlag.Selbstverständlich finden Sie im Leading Medicine Guide auch zahlreiche zahnmedizinische und ästhetische Experten