Gesundheit

"Wer früh aufsteht, ernährt sich gesünder!"

 So oder so ähnlich lauten derzeit die Schlagzeilen, welche nun durch eine Studie aus Helsinki/ Finnland unterstrichen werden. Die Forscher des National Institute for Health and Welfare Helsinki wollen nun herausgefunden haben, dass Spätaufsteher - die so genannten "Eulen" unter uns - generell lieber zu Zucker- und Fetthaltigem greifen, während "Lärchen", denen das Aufstehen in der Früh absolut nichts ausmacht, eher zu gesunden Lebensmitteln greifen. Hat die Innere Uhr wirklich Auswirkung auf unser Essverhalten - und schließlich auf unsere Gesundheit?Viele Menschen (nicht nur Spätaufsteher) haben frühmorgens oft noch keinen Hunger oder Appetit. Die Zeit für´s Frühstück ist für sie meist ungünstig. Viele fühlen sich ohne der ersten Mahlzeit - gleich nach dem Aufstehen - sogar fitter und wacher. Warum auch: Unsere Vorfahren hatten in der Regel auch nicht gleich nach dem Aufwachen etwas Essbares zur Hand. Man musste früher quasi erst auf Beutejagd gehen, ehe es etwas zwischen die Zähne gab.Aus diesem Grund ist es völlig legitim, manchmal auf seinen natürlichen Instinkt zu hören, sprich auf seinen eigenen Biorhythmus achten. Wenn man nach dem Aufstehen noch keinen Hunger verspürt, dann kann man das Frühstück guten Gewissens weglassen oder die Mahlzeit einige Stunden einfach später nachholen. Frühstück - wichtig oder überbewertet?Die kulturübergreifende Annahme, Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit des Tages und sollte daher üppig ausfallen ("Kaisers Mahl"), ist mittlerweile überholt. Immer mehr Wissenschaftler, darunter auch der US-amerikanische Leiter des UAB NORC (Nutrition Obesity Research Centers) Alabama Dr. David Allison, empfehlen, das eigene anerlernte Essverhalten kritisch zu hinterfragen.Frühstück ist eine Erfindung des Industriezeitalters: Früher reichte eine leichte Suppe mit etwas Brot (daher auch die Bezeichnung früh und Stück Brot). Später mussten sich die "hartarbeitenden Fabrikarbeiter" bereits in der Frühe ausreichend stärken, erklärt der Würzburger Forscher Raschka.Frühstück könnte sogar ein Risiko für die Gesundheit werden: Es kann zu einer Insulinresistenz führen, was arterielle Erkrankungen zufolge hat. Das Ergebnis sei Fettleibigkeit, Bluthochdruck oder Diabetes. Ob Frühstück genauso gefährlich sei wie das Rauchen, so der englische Wissenschaftler Kealey, sei dahingestellt. Viel wichtiger ist es doch, darauf zu achten, was man zu sich nimmt:  Wer jeden Morgen ständig zu gesüßten Cornflakes, Brötchen mit Marmelade, Toast mit Honig, Kuchen oder Croissants greift, ernährt sich schlichtweg ungesund! Aber wer das Frühstück dazu nutzt, gut in den Tag zu starten und generell ein aktives Leben führt, sollte dies bitte beibehalten! 
Schon gewusst? In vielen Ländern ist ein derart süßes Frühstück, wie wir es kennen, weitgehend unbekannt. In Japan beispielsweise greift man traditionell zu Reis, gebratenem Fisch, Nori-Algen oder Suppe. In Vietnam kommt sogar Rindfleisch, Fisch oder Huhn auf den Tisch. In Ägypten lässt man sich so genannte Favabohnen mit Rührei und Falafel schmecken.
 Sie müssen Ihr Frühstück also nicht gleich streichen. Es gibt viele tolle nährstoffreiche Varianten, die Sie hervorragend für den Tag stärken. Unser Starter-Tipp: 
  • Naturquark mit frischen Beeren
  • Vollkorn-Haferflocken-Müsli mit gehäckselten Nüssen und etwas Obst
  • Spiegelei mit Gemüseschnitzen
  • Grüner Tee (statt süßer Cappucchino)
  • Schwarzbrot mit Mager-Quark, Radieschen und Kräutern
  • frischgepresster Grapefruit-Saft
  • oder ein selbstgemachter Smoothie (mit 1/2 Gemüse und 1/2 Obst)
 Kommen Sie gut in den Tag und lassen Sie es sich schmecken! yogurt-1442034_1920asparagus-1307604_1920    breakfast-1804457_1920blueberries-1576409_1920