Gesundheit

Der Sommer ist schon längst da und die Temperaturen erreichen fast täglich einen neuen Spitzenwert. Und deshalb ist auch Vorsicht geboten. Die UV-Strahlung ist bei einem so wolkenfreien Himmel höher als sonst. Und das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken ist laut neuestem Report der Techniker Krankenkasse sehr hoch. 

Für die umfangreiche Studie wurden 11,2 Millionen Versicherte befragt. Danach ist die Zahl der schwarzen Hauttumore um ganze 30 %, die der weißen Hauttumore sogar um 50 % in den letzten Jahren gestiegen. Besonders betroffen sind die 75- bis 80-Jährigen. Noch häufiger finden sich bösartige Hauttumore bei Frauen zwischen 45 und 55 Jahren. Obwohl die Bevölkerung über das Hautkrebsrisiko sehr gut aufgeklärt ist, nehmen sehr viele den Schutz vor UV-Strahlung nicht ernst genug.

Mit mehr als 270.000 Betroffenen pro Jahr sind bösartige Hauttumore die häufigste Krebserkrankung hierzulande. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede. In Nord- Mittel- und Ostdeutschland werden die meisten Fälle verzeichnet. Fakt ist: mit geeignetem Sonnenschutz wären viele Hautkrebserkrankungen vermeidbar.

Hautkrebs

Was sind Krebstumore der Haut?

Unter Hautkarzinomen versteht man bösartige Veränderungen, die in unterschiedlichen Formen auftreten. Das maligne Melanom, auch dunkler Hautkrebs genannt, ist die aggressivste Variante. Beim weißen Krebs unterscheidet man Basaliome (Basalzellkarzinome) und Plattenepithelkarzinome. Beide sind sich sehr ähnlich. An den bösartigen Wucherungen der Hautzellen haben schädliche UV-Strahlen den größten Anteil. Da diese Krebsart zunächst keine Beschwerden verursacht, ist sie heimtückisch. Stellen Sie ungewöhnliche Veränderungen an Ihrer Haut fest, sollten Sie möglichst bald einen Arzt aufsuchen.

Fragen Sie gleich den Experten

Mögliche Ärzte, sie sich auf Hautkrebs spezialisiert haben, finden Sie in Leading Medicine Guide. Prof. Dr. Christian Kunte von der ARTEMED Fachklinik München behandelt nicht nur Geschlechtskrankheiten, sondern auch komplexe Formen von Hautkrebs. Zu nennen ist außerdem Professor Aebersold vom Inselspital Bern. Er ist spezialisiert auf Strahlentherapie und Radioonkologie. Wussten Sie außerdem, dass Karzinome auch das Auge befallen können? Damit kennt sich der Experte für Ophthalmoonkologie und Ophthalmoplastik Professor Heindl von der Uniklinik Köln besonders gut aus.

Hautkrebs

Woran erkennen Sie weißen Hautkrebs?

Wunden, die nicht ausheilen wollen, sind stets verdächtig. Das Basalzellkarzinom zeigt sich zu Beginn als hell glänzendes, durchscheinendes Knötchen. Später bildet sich eine erkennbare Wölbung aus, die wund wird und zu nässen beginnt. Die Wunde heilt und nässt nach einigen Wochen erneut. Basalkarzinome kommen überwiegend am Gesicht, Nacken und Handrücken vor. Plattenepithelkarzinome entstehen häufig auf Narben oder chronischen Wunden. Sie zeigen sich als rote, schuppige und klar abgegrenzte Hautstellen, treten aber auch an ganz gesunden Hautstellen auf.

Dunkler Hautkrebs und Sterblichkeit

Hautkrebs

Solange das schwarze Melanom noch klein und weniger als vier Millimeter tief ist, kann es operativ entfernt werden. Je tiefer es in untere Hautschichten eindringt, desto größer ist das Risiko, dass Krebszellen ins Lymphsystem wandern und andere Organe befallen. Da Metastasen eines Melanoms schwer zu behandeln sind, ist das Sterberisiko relativ hoch. Im Vergleich zu Basalkarzinomen kommen schwarze Melanome aber relativ selten vor. Basaliome sind zehnmal häufiger.

Wie läuft eine Hautkrebs-Operation genau ab?

Es gilt immer noch: je früher man den Tumor entdeckt, desto besser sind die Heilungschancen. Muss dennoch operiert werden, haben Sie diese Möglichkeiten.

Was ist Hautscreening?

Hautkrebs-Screening ist eine Früherkennungsuntersuchung der Haut, die jedem Versicherten ab dem 35. Lebensjahr 2-jährlich zusteht. Früh erkannt beträgt die Heilungschance 100 %. Das Screening erfolgt mit bloßem Auge oder Lupe und wird vom Hautarzt durchgeführt. Erst bei Verdacht auf bösartige Veränderungen kommen andere Untersuchungsgeräte zum Einsatz. Der ganze Körper, auch die Fußsohlen werden untersucht. Man untersucht nach festgelegten und überprüfbaren Qualitätsstandards.

Sonnenschutz

Wie schützt man sich vor Hautkrebs?

UV-Strahlen sind das Krebsrisiko Nr. 1, deshalb ist Sonne meiden der beste Schutz. Kleidung und Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30, besser 50) sind ebenfalls sinnvoll. Kinderhaut ist sehr empfindlich und stark sonnenbrandgefährdet. Bei Sonne, nicht nur am Strand, sollten Kinder immer Hut und T-Shirt tragen und gut eingecremt sein. Denn, so hat die Studie nochmals gezeigt, Sonnenbrände im frühen Kindesalter erhöhen das Risiko erheblich, später an Hautkrebs zu erkranken.


Genießen sie trotzdem den Sommer. Passen Sie nur ein wenig besser auf und meiden Sie vor allem die Mittagssonne.

Weiterer hilfreiche Links:

Bildquelle: © Rido © Igor © Christoph Burgstedt © sanee – Adobe Stock / LMG19, DK399HG, LH235AT, DA145RK