Experteninterviews

In der Heidelberger Voßstraße – zwischen Bahnhof und Altstadt – befindet sich das ETHIANUM mit der Privatpraxis des Facharztes für Frauenheilkunde und Spezialisten für gynäkologische Schlüsselloch-Operationen, Prof. Dr. med. Amadeus Hornemann. Er ist seit 2010 als Oberarzt an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Mannheim und seit 2016 zusätzlich privatärztlich tätig.

Hornemann, Amadeus (klein)Die klinischen Schwerpunkte von Prof. Dr. med. Hornemann liegen auf minimal-invasiver Chirurgie und gynäkologischer Onkologie. Zusätzlich hat er aber auch den Schwerpunkt in der speziellen Geburtshilfe und Perinatalmedizin – „Was ich durch meine Forschungsaktivität zu geburtshilflichen, gynäkologischen und gesundheitsökonomischen Themen hervorragend ergänzen kann“, erklärt Prof. Hornemann.

 


Was versteht man unter Perinatalmedizin?

Die Perinatalmedizin oder Perinatologie ist ein Arbeitsgebiet der geburtshilflichen Gynäkologie. Sie beschäftigt sich mit der medizinischen Versorgung werdender Mütter und dem Fötus während der sogenannten perinatalen Phase – das heißt pränatale Diagnostik und Therapie, Betreuung der Schwangeren während und bis zu sieben Tage nach der Geburt.


Gynäkologische Erkrankungen können vielseitig und sehr komplex sein. Das Leistungs- und Behandlungsspektrum von Prof. Hornemann ist breit gefächert: „Ich habe mich unter anderem auf die operative Behandlung von Myomen, Störung der Menstruation, Endometriose, Entartungen der Gebärmutter (Zervixkarzinom, Endometriumkarzinom), Gebärmutter- und Scheidensenkung, Ashermann-Syndrom und andere gynäkologische Erkrankungen spezialisiert".

Sollten Sie gynäkologische Beschwerden egal welcher Art haben, berät Sie der Oberarzt und Fachexperte Prof. Hornemann gerne ausführlich in allen gesundheitlichen Fragen. Der medizinische Spezialist im Leading Medicine Guide sticht deshalb heraus, weil er zahlreiche Erfahrungen an verschiedenen Kliniken sammeln konnte: „Meine Ausbildung absolvierte ich in Tübingen, Berlin, Hamburg, Amsterdam, Sydney, Zürich und Düsseldorf. Ich war außerdem tätig am Universitätsklinikum in Jena, im Perinatalzentrum der Ruhr-Universität Bochum und der Uniklinik Lübeck“.

Bemerkenswert ist außerdem seine Zusatzausbildung (Magister) in Public Health: „Diese Zusatzqualifikation bringt mir den Vorteil, dass ich verschiedene disziplinübergreifende Therapiemethoden kenne, diese im interdisziplinären Kontext vergleiche und auf diese Weise präzisere "Diagnosen stellen und individuellere Behandlungen durchführen kann“ führt Prof. Hornemann weiter aus. 


Worum geht es in Public Health?

Unter Public Health versteht man eine stark interdisziplinär ausgerichtete, empirische Wissenschaft der öffentlichen Gesundheit (auch Volks- und Bevölkerungsgesundheit genannt), Krankheits- und Versorgungsforschung, Prävention und des Gesundheitsmanagements. Die verschiedenen Maßnahmen zielen hauptsächlich darauf ab, unter der Berücksichtigung individueller und gruppenspezifischer Bedürfnisse und Präferenzen, die Gesundheit der mehrheitlichen Bevölkerung zu erhalten. Das ist auch gleichzeitig die Herausforderung in Theorie und Praxis. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Public Health


Prof. Hornemann ist einer der wenigen Mediziner, der die höchste Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) erhalten hat: das MIC-III-Zertifikat. Dieses steht für die beste endoskopische Qualität, und nur 80 von insgesamt 17.000 Fachärzten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Deutschland haben diese Qualifikation.

2010 führte er beispielsweise die erste Eierstock-Operation durch den Magen (Mund) durch. Wird der Zugang über eine solche natürliche Körperöffnung gewählt, spricht man in Fachkreisen von einer NOTES-Operation (=Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery). Was der Nutzen ist, erläutert Prof. Hornemann: „Dies hat zum Beispiel den Vorteil, keine zusätzlichen Hautschnitte setzen zu müssen, die postoperative Schmerzen verursachen, Narben hinterlassen oder andere Risiken mit sich führen“.

Der Chirurg kann hierfür entweder den Mund, die Scheide oder einen Zugang über den Mastdarm wählen. Doch besonders hohes Ansehen erhält der leitende Facharzt für Frauenheilkunde durch den erfolgreichen Einsatz laparoskopischer Operationstechniken, auch „Schlüsselloch“- oder „Knopfloch“-Chirurgie genannt. „Der operative Zugang erfolgt – wie der Name schon vermuten lässt – durch einen sehr kleinen, gerade mal 5 bis 10 mm schmalen Schnitt“ erklärt der Experte. Diese Methode ist technisch etwas komplizierter, zeitlich aufwendiger und sie erfordert höchste Präzision, aber sie liefert umso bessere Ergebnisse:

  • kleine, kaum sichtbare Einschnitte und somit bessere kosmetische Ergebnisse
  • gewebeschonend, weniger Verletzungen und Traumata benachbarter Organe
  • blutungsärmerer Eingriff und damit geringerer Blutverlust
  • kürzerer Krankenhausaufenthalt, rasche Regeneration
  • insgesamt kurze Ausfallzeit im Alltag

Erfahren Sie mehr auf dem Arztprofil des medizinischen Experten im Leading Medicine Guide. Hier können Sie auch direkt Kontakt zum Facharzt aufnehmen.