Experteninterviews

Am 21. bis 24. Februar 2018 war es wieder soweit. Der 33. Deutsche Krebskongress (DKK) fand unter dem Motto „Perspektiven verändern Krebs – Krebs verändert Perspektiven. Diagnose, Therapie, (Über-)Leben“ im CityCube Berlin statt und verzeichnete mit fast 12.000 Teilnehmern einen neuen Rekord. 

Eines wurde dabei deutlich: Es werden immer bessere Technologien beim Kampf gegen Krebs eingesetzt. So feierte beispielsweise die Asklepios Klinik Altona erst kürzlich die 100. Operation mit dem weltweit modernsten OP-Robotersystem da-Vinci, das etwa bei der Entfernung von Prostatakrebs zum Einsatz kommt. Aber auch andere medizinische Experten, etwa aus der HNO-Heilkunde, der Gynäkologie und der gynäkologischen Onkologie, setzen die chirurgische Robotertechnologie da-Vinci erfolgreich ein. Erfahren Sie mehr über dieses Thema in diesem Blogbeitrag.

Die Vernetzung von verschiedenen Fachbereichen, wie sie hier bereits stattfindet, spielt in der Krebsforschung und -therapie eine besonders große Rolle

In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen gerne Professor Dr. Dirk Arnold vorstellen. Der erfahrene Mediziner ist Leiter des Asklepios Tumorzentrums Hamburg sowie als Chefarzt der Abteilung für Onkologie mit Sektion Hämatologie und Palliativmedizin an der Asklepios Klinik Altona tätig. Er war zuvor an der Berliner Charité, der Universitätsklinik Halle/Saale, als medizinischer Direktor des Universitären Krebszentrums des UKE in Hamburg und zuletzt als ärztlicher Direktor am Institut CUF de Oncologia in Lissabon tätig. 

Über den Facharzt

Professor Arnold deckt das gesamte Spektrum onkologischer und hämatologischer Erkrankungen ab – von hoch modernen, molekular stratifizierten zielgerichteten Behandlungen und Immuntherapien bis hin zur Hochdosischemotherapie mit autologem Stammzellersatz. Er behandelt mit seinen Mitarbeitern alle bösartigen Tumoren (wie vor allem Magen- Speiseröhren- und Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Bronchialkarzinome, gynäkologische Tumoren oder Tumoren des zentralen Nervensystems), sowie Erkrankungen des Blutes - von Akuten Leukämien, Lymphome (und hier besonders das Multiples Myelome), bis hin zu Störungen der Hämatopoese. Der engagierte Arzt Prof. Arnold ist Mitglied in zahlreichen Leitlinienkommissionen auf deutscher und europäischer Ebene und ist aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter von Studiengruppen aktiv. Er wird ausdrücklich zur medizinischen Zweitmeinung herangezogen.

Vernetzt erfolgreich

Der Facharzt betont die Wichtigkeit, "derart komplexe Behandlungen von verschiedenen Seiten zu beleuchten und eben auf Vernetzung zu setzen: Auch bei Abstimmungen zwischen den verschiedenen Fachgebieten zum Thema Operation, Bestrahlung, interventionelle und moderne medikamentöse Therapien auf Basis der molekularbiologischen Untersuchungen, ist es notwendig, diese allumfassend und fachübergreifend zu beleuchten. Auf diese Weise können viele Tumorerkrankungen geheilt oder chronische Erkrankungen medizinisch hervorragend kontrolliert werden.” 

Der Leading Medicine Guide-Experte setzt in der Therapie von Krebs insbesondere auf Vernetzung. „Meine Aufgabe damals während meiner beruflichen Tätigkeit in Portugal, war unter anderem auch, führende Krebszentren des Landes miteinander zu vernetzen, um die Patientenbehandlung zu optimieren und bestmöglich sicherzustellen. Diese dort gewonnenen Erfahrungen und weitere medizinischen Fähigkeiten kann ich schließlich im Verbund des Asklepios Tumorzentrums Hamburg sinnvoll einsetzen“, erklärt der Arzt.

Heute ist Prof. Arnold als medizinischer Vorstand des Asklepios Tumorzentrums Hamburg für sieben  Krankenhäuser, zahlreiche ambulante Einrichtungen und übergreifende Zentren in Hamburg verantwortlich. Mehrfach in der Woche treffen sich Teams, bestehend aus medizinischen Experten verschiedenster Fachrichtungen, in Tumorkonferenzen zusammen, um Patientenfälle interdisziplinär zu diskutieren und über aktuelle Diagnostik und Therapie zu entscheiden. Dies erfolgt stets nach den nationalen und internationalen Leitlinien. Außerdem werden hierbei klinische Studien berücksichtigt und vorangetrieben und damit auch der Zugang zu medizinischer Innovation angeboten. Auf Telemedizin greifen die Fachexperten ebenfalls zurück. 

Enge Verbindung zur Palliativmedizin

Parallel ist der renommierte Arzt und medizinische Experte auf der Palliativstation tätig, wo Patienten mit symptomorientierten Therapien in der letzten Lebensphase begleitet werden. Hierbei werden fortgeschrittene Erkrankungen behandelt, wo es manchmal nur noch um eine begrenzte Lebens(zeit)erwartung geht, “aber gerade dann ist die optimale Gestaltung dieser Zeit, mit einer möglichst guten Symptomkontrolle, ein ganz wichtiges Therapieziel für Patienten und deren Angehörigen, die gerne mit eingebunden werden können", erklärt der Facharzt optimistisch. Ihm selbst ist die ehrliche Kommunikation mit seinen Patienten und die Aufklärung über Chancen und Prognosen am Wichtigsten. Nur so können realistische Ziele gesetzt und Krebserkrankungen so gut wie möglich behandelt werden.


Wollen Sie mehr über den Facharzt Professor Arnold erfahren oder direkt Kontakt aufnehmen? Dann besuchen Sie Leading Medicine Guide.