Allgemeines

GASTBEITRAG

In den kalten Wintermonaten herrscht in der OCM-Klinik München Hochkonjunktur. Dann ist der OCM-Experte Dr. Manuel Köhne als Vertrauens- und Leitender Mannschaftsarzt für die deutsche Skinationalmannschaft unterwegs. Gerade steht er bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang am Hang, immer bereit, im Fall eines Sturzes die medizinischen Maßnahmen einzuleiten. Im Winter sind es häufig Wintersportler, die Rat suchen Dr. Manuel Köhne ist Knieexperte, ein „One-Trick-Pony“, wie er sich selbst nennt. Auf Knieoperationen hat er sich spezialisiert. Knapp 1000 Knie operiert er im Jahr, davon etwa 400 Kreuzbänder. „Das Knie bildet sehr viele Erkrankungen ab.Da gibt es konservative Krankheitsbilder wie Überlastungssyndrome der Sehnen oder Muskeln. Auch kommt es schnell zu einem Riss des Innen- oder Außenmeniskus. Neben den häufigen vorderen Kreuzrissen spielen Innenbandanrisse oder Überdehnungen eine große Rolle. Weiter gibt es verschieden Erkrankungen der Kniescheibe und die meist traumatisch bedingte sehr schmerzhafte Kniescheibenverrenkung“. Im Winter sind es häufig Wintersportler, die Rat bei Dr. Köhne suchen. Skifahrer mit Kreuzbandrissen oder Meniskusverletzungen. „Leider birgt jedes Wintersporterlebnis auch die Gefahr von Verletzungen: zu hohe Geschwindigkeit, Überschätzung, fehlende Erwärmung oder Übermüdung sind oft schuld an schmerzhaften Verletzungen im Schnee.“  Die konservative und operative Behandlung von unfallverletzten Patienten ist für die Sportmediziner der OCM Orthopädischen Chirurgie München eine zentrale Aufgabe. Dabei umfasst die medizinische Versorgung erste Notfallmaßnahmen von akuten Verletzungen, die ambulante oder stationäre operative Versorgung sowie die Planung und Einleitung der Rehabilitation – für Profi- und Freizeitsportler. Knie am häufigsten betroffen, vor allem bei FrauenKnapp ein Drittel aller Sportverletzungen im Winter (Frauen 43,1 Prozent, Männer 18,3%) betreffen das Knie und die umliegenden Bänder; die Verletzung des vorderen Kreuzbandes nimmt den ersten Platz der Verletzungen ein. Die verbreitete Nutzung von Carving Ski erlaubt zwar auch einfachere Schwünge und engere Kurvenradien, ist aber auch schuld an zahlreichen Verletzungen der Schulter: insgesamt 16 Prozent der Verletzungen entfallen auf die Schulter. Zu Verletzungen am Kopf kommt es immer weniger, häufige Unfallursache sind Zusammenstöße (Quelle: ASU-Erhebung 2015/2016). „Die meisten Verletzungen beim Skifahren passieren früh Morgens oder am späten Nachmittag. Deshalb sollte der Bewegungsapparat unbedingt vor der ersten Abfahrt aufgewärmt sein. Am Nachmittag ermüdet die Muskulatur, was die Verletzungsanfälligkeit erhöht. Oft ist die „letzte geplante Abfahrt“ des Tages Zeitpunkt der Verletzung.“ Dr. Manuel Köhne fährt selbst Ski, verletzt hat er sich dabei nicht. „Seit ich für den Deutschen Skiverband tätig bin, fahre ich selbst viel vorsichtiger“. Erste Hilfe für das Knie80 Prozent der Kreuzbandrupturen gehen auf Sportverletzungen zurück. Kommt es tatsächlich zu einer Kreuzband-Ruptur ist es wichtig, das Knie ruhig zu stellen und schmerzlindernde, abschwellende Maßnahmen einzuleiten. „Ist das vordere Kreuzband gerissen, schmerzt das Kniegelenk und ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, das Gehen wirkt oft unsicher. Eine schnelle, notfallmäßige Operation ist nur in Ausnahmefällen bei schweren Begleitverletzungen des Meniskus oder des Knorpels notwendig“. Für sportlich aktive Patienten und wenn das Knie auch nach einigen Wochen konservativer Behandlung weiterhin instabil ist, ist – nach eingehender klinischer Untersuchung und individueller Beratung durch den Arzt – eine Operation unumgänglich. „Wir versorgen das Kniegelenk in einem minimal-invasiven, arthroskopischen Eingriff und ersetzen das gerissene Band durch eine körpereigene Sehne aus dem Oberschenkel. Etwa ein halbes Jahr später ist auch Sport wieder bedenkenlos möglich“. Belege dafür sind nicht nur die deutschen Skirennläufer: 2015 erst ließ sich Josef Ferstl in der OCM behandeln, im vergangenen Jahr Klaus Brandner nach seinem Sturz auf der Streif und dieses Jahr kurz vor den Olympischen Spielen die Skicrosserin Heidi Zacher. Spitzenmedizin für Profi- und Freizeitsportler: Ich kann durch das perfekte Ensemble aus schneller Diagnostik, wenn notwendig sofortiger Operation, einem enormen Körpergefühl und ambitioniertem Rehawillen der Athleten und professionellem Setting der Rehabilitation die Möglichkeiten der modernen Medizin umsetzen. Dadurch profitieren natürlich auch die „normalen“ Münchner Skifahrer, die im Winter zur operativen Knieversorgung kommen. Ein Kreislauf, der sich selbst beschleunigt: die hohe Fallzahl an Knieoperationen – denn neben Dr. Köhne sind sieben weitere Kniespezialisten in der OCM im Einsatz – führt zu einer großen Routine im Handwerk: „Was man häufig macht, macht man einfach auch sehr gut“. Spaß im Schnee und Verletzungen vermeidenVerletzungen beim Wintersport lassen sich oftmals vermeiden. Die beste Prophylaxe ist körperliche Fitness: wer sich rechtzeitig für die Piste fit macht, hat gute Chancen, verletzungsfrei durch die Saison zu kommen. „Vier bis sechs Wochen vor dem ersten Skitag sollten Untrainierte Skigymnastik machen, zweimal pro Woche 30 bis 40 Minuten. Anfängern rate ich, eine Skischule zu besuchen. Dann vor dem Wintersport unbedingt Aufwärmen, auf die Energiezufuhr achten und ausreichend trinken, vor allem in höheren Lagen. Auch das Equipment trägt zur Sicherheit im Schnee bei: Ski- oder Sonnenbrille, Skihelm und Protektoren. Und wichtig: Die Bindung muss individuell auf Gewicht und Fahrkönnen eingestellt, die Fahrweise immer an das Können angepasst – selbst gute Fahrer müssen am Nachmittag besonders aufpassen, wenn die Kraft nachlässt.“Skigymnastik heute heißt stabilisierendes Core-Workout, das die Tiefenmuskulatur anspricht. Wedeln, Abfahrtshocke und Ausfallschritt gehören aber immer noch zum Training, das auch die Skiathleten des Deutschen Skiverbandes (www.skiverletzung.de) machen.Spezialisierte Orthopädie aus einer HandDie OCM Orthopädische Chirurgie München im Süden Münchens hat sich auf die Behandlung von Patienten mit Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates spezialisiert und bietet den Patienten eine umfassende Betreuung auf höchstem medizinischen Niveau: diagnostische Abklärung, Therapie und Rehabilitation aus einer Hand. 
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