Die Haut ist mit einer Fläche von bis zu zwei Quadratmetern und einem Gewicht von 3,5 bis 10 Kilogramm das größte Organ des menschlichen Körpers und steht in enger Verbindung mit den Hautanhangsorganen, sprich den Haaren, Nägeln, Talg- und Schweißdrüsen. Als funktionell sehr vielseitiges Organ dient die Haut unter anderem dem Schutz vor Umwelteinflüssen wie Kälte, Hitze und Sonnenlicht, der Regulation der Körpertemperatur und des Wasserhaushaltes sowie als Sinnesorgan für den Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn.

Mit der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen und krankhaften Veränderungen der Haut und ihrer Anhangsorgane beschäftigen sich Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten im Rahmen des medizinischen Fachgebietes der Dermatologie.

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Häufige Hauterkrankungen - ein Fall für den Dermatologen

Unter dem Begriff Hautkrankheiten – in der Medizin auch Dermatosen genannt – werden Erkrankungen und krankhafte Veränderungen der Haut und Hautanhangsgebilde zusammengefasst. Erkrankungen der Haut und ihrer Anhangsorgane äußern sich typischerweise durch sichtbare Veränderungen der Haut, wie etwa Schuppenbildungen und Rötungen.

Zu den häufigsten und bekanntesten Hautkrankheiten, die häufig von Spezialisten für Erkrankungen der Haut behandelt werden, gehören unter anderem die Schuppenflechte, die Neurodermitis, allergische Reaktionen der Haut sowie Akne. Darüber hinaus werden von Experten für Hautkrankheiten auch Geschlechtskrankheiten wie HIV und Syphilis sowie gut- und bösartige Hauttumoren wie das Maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) diagnostiziert und behandelt.

Dermatologen - Spezialisten für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Ein Dermatologe bzw. Hautarzt, offiziell auch Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten genannt, ist Spezialist für Erkrankungen der Haut und Hautanhangsorgane. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen unter anderem die Hautkrebs-Behandlung und -Vorsorge sowie für die Diagnose und Behandlung von infektions- oder allergiebedingten Erkrankungen der Haut, der Haare (Pili), der Nägel (Ungues) und der Hautdrüsen (Glandulae) zuständig.

Darüber hinaus gehört auch die Behandlung von Geschlechtskrankheiten, auch sexuell übertragbare Krankheiten (STI - sexually transmitted diseases bzw. STD - sexually transmitted infections) genannt, zum Aufgabengebiet von Dermatologen. Dieser Bereich der Dermatologie wird auch als Venerologie bezeichnet.

Oft kann die Behandlung von Hauterkrankungen unter anderem durch eine sogenannte Lokaltherapie erfolgen. Hierbei werden beispielsweise entzündungshemmende Salben oder Cremes auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Bakterielle oder virale Infektionskrankheiten der Haut können mit Medikamenten wie Antibiotika in Tablettenform behandelt werden. Hautkrebs muss oftmals operativ behandelt werden.