Als bakterielle Vaginose - auch Gardnerellen-Infektion, Haemophilus-vaginalis-Infektion oder Aminkolpitis genannt - bezeichnen Mediziner ein krankhaftes Ungleichgewicht der Scheidenflora. Es wird durch eine verstärkte Besiedelung der Scheide mit der Bakterienart Gardnerella vaginalis und anderen Keimen verursacht. Eine bakterielle Vaginose äußert sich typischerweise durch einen verstärkten Ausfluss, der einen unangenehmen, fischigen Geruch hat. Behandelt wird eine bakterielle Vaginose meist mit Antibiotika und/oder Milchsäurepräparaten.

ICD-Codes für diese Krankheit: N76.0

Artikelübersicht

Ursachen - Wie entsteht eine bakterielle Vaginose?

Die gesunde, normale Scheidenflora einer geschlechtsreifen Frau besteht überwiegend aus verschiedenen Arten von Milchsäurebakterien (Laktobazillen), auch Döderlein-Bakterien genannt (nach dem deutschen Frauenarzt Albert Döderlein). Diese sorgen in der Scheide normalerweise für ein saures Milieu mit einem pH-Wert von 3,8 bis 4,4 und unterdrücken so die Vermehrung krankheitsauslösender Keime.

Bei einer bakteriellen Vaginose werden die "guten" Milchsäurebakterien jedoch von krankheitserregenden (pathogenen) Keimen, hauptsächlich der Bakterienart Gardnerella vaginalis, aber auch Chlamydien, Mykoplasmen und Bacteroides-Bakterien, verdrängt.

Dadurch kommt es zu einer übermäßigen Besiedelung der Scheide mit den pathogenen Bakterien, während die Zahl der milchsäureproduzierenden Laktobazillen abnimmt. Der pH-Wert der Scheidenflora steigt daraufhin auf ca. 5 an, da der gesunde Säuregehalt der Scheide abnimmt und das Scheidenmilieu ins Ungleichgewicht gerät. Es liegt dann das Krankheitsbild "bakterielle Vaginose" vor.

Risikofaktoren sind insbesondere eine falsche Vaginalhygiene. Weiter unten erfahren Sie, wie Sie der Erkrankung vorbeugen können.

Symptome - Wie äußert sich eine bakterielle Vaginose?

Eine bakterielle Vaginose verursacht nicht zwangsläufig Beschwerden. So verläuft eine bakterielle Vaginose in etwa 40 bis 50 Prozent der Fälle asymptomatisch, d.h. die betroffenen Frauen sind beschwerdefrei.

Ansonsten klagt etwa die Hälfte der betroffenen Frauen über einen verstärkten, dünnflüssigen, manchmal auch schaumigen Scheidenausfluss (Fluor vaginalis). Dieser zeichnet sich durch eine grau-weißliche bis gelbliche Farbe aus und hat meist einen unangenehmen, fischartigen, manchmal auch süßlichen Geruch. In einigen Fällen tritt der unangenehme Fischgeruch auch ohne den begleitenden Ausfluss auf.

Andere Frauen wiederum berichten von einem vermehrten Ausfluss, während jedoch der fischige Geruch fehlt. Vor allem der fischartige Intimgeruch wird von den betroffenen Frauen als sehr belastend und unangenehm empfunden. Er hat nichts mit mangelnder Intimhygiene zu tun, sondern entsteht vielmehr dadurch, dass die ursächlichen Erreger der bakteriellen Vaginose bestimmte Proteine zu sogenannten Aminen abbauen.

Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Rötungen und Hautreizungen im äußeren Scheidenbereich sind eher untypisch für eine bakterielle Vaginose, können aber in seltenen Fällen auch vorkommen. Darüber hinaus sind auch Symptome wie leicht stechende Schmerzen und Probleme beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen möglich.

Diagnose einer bakteriellen Vaginose

Per Definition gilt die Diagnose "bakterielle Vaginose" als gesichert, wenn mindestens drei der folgenden vier Befunde im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung erhoben werden können:

  • Es tritt ein vermehrter dünnflüssiger bis schaumiger und grau-weißlicher bis gelber homogener Scheidenausfluss (Fluor vaginalis) auf.
  • Der pH-Wert der Scheidenflora (Vaginalflora) ist größer als 4,5.
  • Der Scheidenausfluss riecht fischartig (Amingeruch).
  • Im Nativpräparat (Abstrich der Scheide) können unter dem Mikroskop bei mindestens 20 Prozent der Scheidenzellen sogenannte Schlüsselzellen (clue cells) nachgewiesen werden.

Zur Erhebung dieser Befunde entnimmt der behandelnde Gynäkologe im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung einen Abstrich aus der Scheide Frau und führt anschließend eine Reihe von Tests und Untersuchungen durch.

Hierzu gehören die pH-Untersuchung, der sogenannte Amintest, die zytologische Untersuchung unter dem Mikroskop zur Beurteilung der Scheidenzellen und das Anlegen einer Bakterienkultur.

pH-Untersuchung zur Diagnose einer bakteriellen Vaginose

Der pH-Wert lässt sich ganz unkompliziert mit einer Pinzette und einem pH-Indikatorstreifen durchführen. Darüber hinaus gibt es auch spezielle, in der Apotheke erhältliche Handschuhe, mit denen der pH-Wert ganz einfach zu Hause bestimmt werden kann.

Amintest zur Diagnose einer bakteriellen Vaginose

Mit dem sogenannten Amintest, auch "whiff-Test" genannt, kann der fischartige Geruch (Amingeruch) des bei einer bakteriellen Vaginose vermehrt auftretenden Scheidenausflusses (Fluor vaginalis) besser beurteilt werden. Hierzu entnimmt der Arzt zunächst einen Abstrich aus der Scheide.

Auf das Abstrichmaterial träufelt er anschließend ein bis zwei Tropfen einer zehnprozentiger Kalilauge. Der typische Fischgeruch des Scheidenausflusses wird durch die Kalilauge verstärkt, so dass der Arzt besser Rückschlüsse auf das Vorliegen einer bakteriellen Vaginose ziehen kann.

Zytologische Untersuchung zur Diagnose einer bakteriellen Vaginose

Im Rahmen der zytologischen Untersuchung wird das Nativpräparat, bestehend aus Abstrichmaterial der Scheide, mikroskopisch untersucht. Können unter dem Mikroskop bei mindestens 20 Prozent der Scheidenzellen (vaginale Epithelzellen) sogenannte Schlüsselzellen (clue cells) nachgewiesen werden, so weist dies auf eine bakterielle Vaginose hin. Bei den Schlüsselzellen handelt es sich um mit Bakterien besetzte Zellen, die unter dem Mikroskop als kleine Körnchen erkennbar sind.

Im Rahmen der mikroskopischen Untersuchung kann auch die Anzahl der Bakterien beurteilt werden und ob es sich bei der Besiedelung um eine Mischinfektion mit verschiedenen Bakterienarten handelt.

Durch die zytologische Untersuchung kann lediglich die Verdachtsdiagnose "bakterielle Vaginose" gestellt werden. Für eine eindeutige Diagnose sind weitere Untersuchungen notwendig. Hierzu gehört etwa das Anlegen einer Bakterienkultur.

Anlegen einer Bakterienkultur

Mithilfe einer Bakterienkultur kann der Erreger einer bakteriellen Vaginose eindeutig nachgewiesen und bestimmt werden. Sie wird in der Regel dann angelegt, wenn eine bakterielle Vaginose regelmäßig erneut auftritt (hartnäckige Rezidive) oder wenn überprüft werden soll, ob eventuell andere Mikroorganismen für die Beschwerden verantwortlich sind.

Differentialdiagnostik

Im Rahmen der Differentialdiagnostik sollte sichergestellt werden, dass es sich tatsächlich um eine bakterielle Vaginose handelt und die Beschwerden nicht etwa die Folge anderer Erkrankungen sind, die ähnliche Symptome verursachen. So sollte die Diagnostik unter anderem die Abgrenzung zu einer Scheidenentzündung (Vaginitis) und einer Entzündung der Schleimhaut des Gebärmutterhalses (Zervizitis) umfassen. Darüber hinaus sollte eine Infektion mit anderen Mikroorganismen wie Trichomonaden oder Mykoplasmen ausgeschlossen werden.

Behandlung einer bakteriellen Vaginose

Nur der Nachweis der Bakterienart Gardnerella vaginalis oder anderer anerober Bakterien in der Scheidenflora macht noch keine Behandlung erforderlich. Erst wenn die betroffene Frau unter Beschwerden wie vermehrtem Ausfluss und dem typischen Fischgeruch im Intimbereich leidet und die Diagnose gesichert ist, sollte eine Therapie durchgeführt werden.

Eine bakterielle Vaginose ist zwar kein schweres Krankheitsbild. Sie sollte aber dennoch immer behandelt werden, da die Symptome für die betroffenen Frauen sehr unangenehm sind und mitunter auch Komplikationen, d.h. ernsthafte Erkrankungen wie Entzündungen

  • der Schleimhaut des Gebärmutterhalses (Zervizitis),
  • der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis),
  • der Eileiter (Salpingitis),
  • des Scheideneingangs (Vulvitis) oder
  • der Bartholin-Drüsen (Bartholinitis),

nach sich ziehen kann.

Die Behandlung einer bakteriellen Vaginose erfolgt in der Regel medikamentös mit Antibiotika. Daneben können auch Präparate, die Milchsäurebakterien enthalten, eingesetzt werden, die das bei einer bakteriellen Vaginose vorliegende Ungleichgewicht der Scheidenflora (Vaginalflora) positiv beeinflussen.

Behandlung mit Antibiotika

Die Gabe von Antibiotika stellt den Goldstandard in der medikamentösen Therapie der bakteriellen Vaginose dar. Vor allem das Antibiotikum Metronidazol hat sich dabei als sehr erfolgreich erwiesen, da es besonders gut gegen anaerobe Bakterien wirkt. Daneben stehen auch andere Wirkstoffe zur Verfügung. Hierzu gehören unter anderem Clindamyzin, Amoxicillin oder Nifuratel.

Die Verabreichung der Antibiotika kann entweder oral in Form von Tabletten (Metronidazol) oder intravaginal in Form von Vaginalzäpfchen oder Vaginaltabletten erfolgen. Zudem ist auch eine topische Behandlung mit einer antibiotischen Vaginalcreme (Metronidazol, Clindamycin) möglich.

Wie lange und wie intensiv die bakterielle Vaginose mit den genannten antibiotischen Mitteln behandelt wird, hängt von der Schwere der Erkrankung und der Regenerationsfähigkeit der Scheidenflora ab.

Behandlung mit Milchsäurepräparaten

Als Alternative zur Behandlung mit Antibiotika sind bei einer bakteriellen Vaginose auch lokale Behandlungen mit milchsäurehaltigen Präparaten sowie Vaginalzäpfchen, die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) oder Ascorbinsäure (Vitamin C) enthalten, möglich.

Die Behandlung mit Milchsäure-, Laktobazillus- und Ascorbinsäurepräparaten, die mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, dient dem Wiederaufbau des natürlichen Scheidenmilieus. Sie gelingt aber weder so schnell noch so gründlich wie die Behandlung der bakteriellen Vaginose mit Antibiotika. Aus diesem Grund werden Milchsäure-, Laktobazillus- und Ascorbinsäurepräparaten hauptsächlich nach einer Behandlung mit Antibiotika zur Unterstützung der erreichten Heilung und zur Vorbeugung eines erneuten Auftretens der bakteriellen Vaginose eingesetzt.

Prognose bei einer bakteriellen Vaginose

Wird eine bakterielle Vaginose medikamentös mit Antibiotika behandelt, ist die Prognose insgesamt gut. Meist heilt die bakterielle Vaginose unter der Gabe von Antibiotika innerhalb einer Woche aus. So ist die normale Scheidenflora nach der oralen Verabreichung von Metronidazol nach einer Woche wieder hergestellt und 80 Prozent der Patientinnen sind geheilt. Ähnlich gute Ergebnisse werden mit der intravaginalen Gabe von Metronidazol erzielt.

Allerdings ist die Rückfallquote nach einer erfolgreichen Behandlung mit 60 bis 70 Prozent recht hoch. Eine gleichzeitige Behandlung der Partner von betroffenen Frauen kann gegebenenfalls Rückfälle verhindern.

Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft

Bei schwangeren Frauen kann eine bakterielle Vaginose zu verschiedenen Komplikationen führen. So haben Schwangere, die an einer bakteriellen Vaginose erkrankt sind, ein erhöhtes Risiko, vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Fruchtblasensprung oder eine Frühgeburt zu erleiden. Darüber hinaus kann es während der Schwangerschaft zu einer Infektion der Embryonalhülle (Amnionitis) kommen.

Ursächlich für diese möglichen Komplikationen während der Schwangerschaft sind verschiedene biochemische Reaktionen zwischen dem Fötus und der Gebärmutter, die durch die bakterielle Vaginose ausgelöst werden. Nach der Entbindung können aufgrund der bakteriellen Vaginose weitere Komplikationen auftreten. Hierzu gehören unter anderem

  • Entzündungen und ein verzögerter Heilungsprozess eines Dammschnitts,
  • ein Bauchdeckenabszess nach einem Kaiserschnitt und
  • eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis).

Eine bakterielle Vaginose sollte daher während einer Schwangerschaft stets medizinisch behandelt werden.Die Behandlung erfolgt dabei genauso wie bei Nichtschwangeren.

Häufigkeit einer bakteriellen Vaginose

Die bakterielle Vaginose stellt die häufigste mikrobiologische Störung des Scheidenmilieus bei geschlechtsreifen Frauen dar. So kann die bakterielle Vaginose in Europa bei 5 Prozent der Frauen, die zur Vorsorgeuntersuchung kommen, und bei 30 Prozent der Frauen, die in einer Klinik für sexuell übertragbare Erkrankungen behandelt werden, nachgewiesen werden.

Von den schwangeren Frauen sind in Europa etwa 7 bis 22 Prozent von einer bakteriellen Vaginose betroffen. Insgesamt leiden rund 20 Prozent aller Frauen mindestens einmal im Leben an einer bakteriellen Scheideninfektion, meist einer bakteriellen Vaginose.

Vorbeugung einer bakteriellen Vaginose

Einer bakteriellen Vaginose vorzubeugen ist nur indirekt möglich. Grundsätzlich gilt: Nehmen Sie regelmäßig Vorsorgetermine beim Frauenarzt wahr! Dadurch kann eine bestehende bakterielle Vaginose erkannt und behandelt werden. Der Frauenarzt kann auch sich andeutende Komplikationen abfangen.

Doch auch psychosozialer Stress gilt als Risikofaktor. Daher sollten Frauen mit viel Alltagsstress diesem mit Sport und gezielten Entspannungstechniken entgegen wirken. Insbesondere dann, wenn sie bereits mehrmals an bakterieller Vaginose erkrankt waren.

Wichtige Rolle bei der Prävention: Die Vaginalhygiene

Viele Frauen haben das Bedürfnis, ihren Intimbereich gründlich zu reinigen und benutzen dazu Seife oder Duschgel und anschließend Intimdeo. Das verursacht zwar direkt im Anschluss ein frisches und angenehmes Gefühl, das aber nur subjektiv ist und auch nicht lange anhält. Gerade diese übertriebene Vaginalhygiene, wie zum Beispiel durch Scheidenspülungen, ist besonders schädlich! Eine regelmäßige Pflege nur mit Wasser reicht vollkommen aus und sie hält den pH-Wert der Vaginalflora auf einem konstanten Level.

Chemische Stoffe verursachen starke Reizungen in der Scheidenflora, die deren Gleichgewicht stört. Viele Körperpflegeprodukte haben darüber hinaus einen hohen ph-Wert, der das von Natur aus saure Milieu der Scheidenschleimhaut (niedriger pH-Wert) aus dem Gleichgewicht wirft.

Zur Vorbeugung einer bakteriellen Vaginose ist es deshalb wichtig, die richtige Intimhygiene nur mit lauwarmem Wasser durchzuführen oder spezielle Waschlotionen zu nutzen, die an den pH-Wert (< 5) des Scheidenmilieus angepasst sind. Spezielle Waschlotionen sind zum Beispiel in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhältlich. Um die Vaginalflora zu regenerieren, die Besiedlung mit den natürlichen Milchsäurebakterien (Laktobazillen) wieder aufzubauen und den pH-Wert über einen längeren Zeitraum zu stabilisieren, kann die Scheidenflora zum Beispiel durch spezielle Kuren oder Milchsäure-Präparaten aufgebaut und angesäuert werden.

Auch die Reinigung des Afters und insbesondere die Abwischrichtung nach dem Stuhlgang kann erheblich zu einer gesunden Scheidenflora beitragen. Denn bei der richtigen Wischrichtung von vorne nach hinten (Richtung After und darüber hinaus) werden Bakterien aus dem Darm nicht versehentlich in die Scheide eingebracht.

Den pH-Wert der Vaginalflora im Blick behalten

Neigen Sie zu einem zu sauren Scheidenmilieu, können Sie dieses mittels rezeptfrei verfügbarer pH-Tests auch selbst überwachen. Sogenannte Testsets sind als spezielle pH-Indikatorpapiere oder pH-Testhandschuhe in Apotheken zu kaufen. Eine Erklärung des pH-Wertes ist auf diesen Produkten ersichtlich, wobei ein pH-Wert des Scheidenmilieus über 4,5 (basischer Bereich) auf eine schlechte bis krankhafte Veränderung hinweist.

In solchen Fällen kann die Scheidenflora zum Beispiel durch Milchsäure-Kuren oder Milchsäure-Präparaten aufgebaut werden.

Sex bei bakterieller Vaginose

Die bakterielle Vaginose ist keine Geschlechtskrankheit, kann aber durch Geschlechtsverkehr begünstigt werden. Da die verursachenden Bakterien auch im männlichen Intimbereich vorhanden sein können, sie aber keine Beschwerden verursachen, kann der Mann diese unwissentlich an die Frau weitergeben. So kann die Frau immer wieder mit den Bakterien in Kontakt kommen. Zu einer umfassenden Therapie gehört daher auch die Behandlung des Geschlechtspartners der betroffenen Frau.

Da es sich bei Gardnerella vaginalis auch um ein Darmbakterium handelt, wird es häufig beim Geschlechtsverkehr aus dem Analbereich in die Scheide übertragen. Außerdem erhöht der Wechsel von Analsex auf Vaginalverkehr das Risiko, das Darmbakterium Gardnerella vaginalis in die Scheide einzubringen. Damit eine Infektion mit der bakteriellen Vaginose durch Geschlechtsverkehr verhindert werden kann, bietet ein Kondom auch hier Sicherheit. Insbesondere beim unmittelbaren Wechsel von Analsex auf Vaginalverkehr sollten ein frisches Kondom verwendet werden.

Bakterielle Vaginose bei Männern

Auch bei Männern ist der Intimbereich oft mit Bakterien wie Gardnerella besiedelt.

Bei diesen verursachen die pathogenen Keime aber in der Regel keine Beschwerden. Die Entstehung einer zumeist milden und kurz anhaltenden Eichelentzündung (Balanoposthitis) ist aber möglich.