Als Hypophyseninsuffizienz (Hypopituitarismus) bezeichnet man eine Unterfunktion der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die sich in einem Mangel eines einzelnen oder mehrerer Hormone der Hypophyse äußern kann.

ICD-Codes für diese Krankheit: E23

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Ursachen einer Hypophyseninsuffizienz

Die Ursachen für eine Hypophyseinsuffizienz sind vielfältig. Sie kann idiopathisch sein (d.h. die Ursache ist ungeklärt) oder bedingt durch

  • Tumoren,
  • Verletzungen,
  • Entzündungen,
  • Autoimmunreaktionen.

Symptome einer Hypophyseninsuffizienz

Die Symptome unterscheiden sich je nachdem, ob es sich um die Mangel ein einzelnes Hormon oder mehrere handelt. Häufig beschriebene Symptome beinhalten Störungen des Menstruationszyklus (vermehrter oder verminderte Blutung, bzw. Blutungshäufigkeit), Störung der Entwicklung primärer Geschlechtsorgane mit evtl. Ausbleiben der Pubertät, Störungen des Wachstums (Kleinwuchs), Diabetes insipidus und Störungen des Fettstoffwechsels.

Hypophyseninsuffizienz erkennen

Durch die verschiedene Äußerungsformen diese Erkrankung, muss auch die Diagnose in mehreren Richtungen erfolgen. Das findet in Form einer endokrinologischen Funktions-Diagnostik statt.
Zunächst erfolgt eine ausführliche Befragung des Patienten, um die Symptome und deren Dauer so genau wie möglich zu erfassen.

Danach kommt die Labordiagnostik zum Einsatz: eine basale Hormondiagnostik und in manchen Fällen eine endokrinologische Funktionsdiagnostik zur Überprüfung der einzelnen Teilfunktionen der Hirnanhangsdrüse.

Da eine Hypophyseninsuffizienz häufig durch Tumoren im Bereich des Hypothalamus oder der Hypophyse verursacht wird, muss auch eine bildgebende Diagnostik erfolgen.

Hypophyseninsuffizienz behandeln

In Abhängigkeit von der Ursache, wird die Hypophyseninsuffizienz durch Medikamente oder operativ behandelt. Bei der medikamentösen Therapie werden die verschiedenen Hormone, die im Körper nicht oder nicht genügend gebildet werden, substituiert.