Kopfschmerzen: Informationen & Kopfschmerzen-Spezialisten

03.09.2021
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Die meisten Menschen kennen Kopfschmerzen. Sie können nur wenige Minuten, aber auch Tage andauern. Auch heftige Kopschmerz-Schübe sind möglich. Die Ursachen für Kopfschmerzen sind sehr vielfältig. Oft helfen bereits Ruhe oder diverse Hausmittel, bei chronischen Kopfschmerzen sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Kopfschmerzen-Spezialisten und Zentren.

ICD-Codes für diese Krankheit: G44, G44.0, G44.2, R51

Empfohlene Ärzte für Kopfschmerzen

Kopfschmerzen Fälle in Deutschland

121.348 Fälle im Jahr 2019
123.811 Fälle im Jahr 2021 ( Prognose )

Das prognostizierte Fallzahlwachstum basiert auf Angaben zur Bevölkerungsentwicklung der statistischen Bundes- & Landesämter. Die Berechnung erfolgt je Altersklasse, sodass demographische Effekte berücksichtigt werden. Die Fallzahlen basieren aus einer Vernetzung von unterschiedlichen öffentlich zugänglichen Quellen. Mittels Datenanalyseverfahren werden diese Zahlen aufbereitet und unseren Usern zugänglich gemacht.

Artikelübersicht

Kopfschmerzen, deren medizinische Bezeichnung Cephalgie lautet, sind sehr verbreitet.

Die Schmerzenkönnen nahezu jede Region des Kopfes betreffen. Manche Kopfschmerzformen treten verstärkt an den Schläfen oder im Bereich der Augen auf. Andere zeigen sich eher im oberen Bereich oder am Hinterkopf.

Im Bereich des Kopfes gibt es schmerzempfindliche Organe wie beispielsweise

  • Hirnnerven,
  • Hirnhäute oder
  • Blutgefäße im Gehirn,

die bei Kopfschmerzen gereizt werden können. Betroffene erfahren diese Schmerzen dann als leichtere oder stärkere Schmerzen.

Frau mit Kopfschmerzen
Die meisten Menschen haben bereits an Kopfschmerzen gelitten © goodluz | AdobeStock

Was ist die Ursache von Kopfschmerzen?

Für Kopfschmerzen gibt es viele verschiedene Ursachen.

Bei stressbedingten Kopfschmerzen ist Rastlosigkeit oder ständige Anspannung - sowohl beruflich oder auch privat - die Ursache.

Ermüdungserscheinungen der Augen können sich durchaus auf den Kopf und dessen Nerven auswirken. Diese Kopfschmerzen treten bei manchen Menschen etwa auf, wenn sie zu lange Zeit vor einem PC-Bildschirm arbeiten.

Eine weitere, typische Ursache von Kopfschmerzen sind Muskelverspannungen. Sie treten auf, wenn beispielsweise die Nackenmuskulatur betroffen ist oder in diesem Bereich eine Blockade der Wirbel vorliegt. Die mangelnde Blutversorgung oder komprimierte Nerven lösen dann die Beschwerden aus.

Mann hat Stress im Beruf
Stress ist eine häufige Ursache für Kopfschmerzen © WavebreakmediaMicro | AdobeStock

Weitere Ursachen für Kopfschmerzen sind:

  • Dehydrierung durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme,
  • das Einatmen bestimmter Dämpfe,
  • Lärm,
  • Hitze oder
  • schlechte Luft.

Allerdings können auch ernstere Probleme hinter Kopfschmerzen stecken, etwa ein Hirntumor. Auch starke Migräne geht oft mit heftigen Kopfschmerzen einher.

Die möglichen Ursachen von Kopfschmerzen zusammengefasst:

  • Muskelverspannungen
  • Blockaden
  • Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Hitze
  • schlechte Luft
  • Lärm

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Um Kopfschmerzen zu beseitigen, muss die Ursache für die Beschwerden identifiziert und entfernt werden.

Bei stressbedingten Kopfschmerzen helfen häufig

  • Stressreduktion,
  • Bewegung oder
  • bei verspannten Muskeln oder Blockaden eine Physiotherapie.

Sind Verspannungen der Nacken- oder Rückenmuskulatur die Ursache, können spezielle Dehnübungen schnell Linderung bringen.

Betroffene sollten zudem stets darauf achten, immer genügend zu trinken. Empfehlenswert sind mindestens zwei Liter Wasser am Tag. Wenn bei Ihnen die Ursache für die Kopfschmerzen Flüssigkeitsmangel sein könnte, trinken Sie Wasser - oftmals kann das helfen.

Glas Wasser
Trinken Sie stets genügend, denn Flüssigkeitsmangel kann Kopfschmerzen verursachen © alter_photo | AdobeStock

Hausmittel, die häufig gegen Kopfschmerzen helfen, sind

  • Ruhepausen,
  • kalte Umschläge und Pfefferminzöl für die Stirn oder
  • Tiefenwärme.

Koffeinhaltige Getränke können die Schmerzen ebenfalls lindern, da sie die Blutgefäße weiten. Sie stellen jedoch keinen Ersatz für Wasser dar!

In vielen Fällen greifen die Patienten zu schmerzstillenden Medikamenten wie

  • Paracetamol,
  • Ibuprofen oder
  • Präparate mit Acetylsalicylsäure.

Diese Kopfschmerzpräparate sind in den Apotheken frei verkäuflich. Nach der Einnahme können die Beschwerden tatsächlich abklingen oder sogar ganz verschwinden.

Schmerzmittel bekämpfen jedoch nur die Symptome und nicht die Ursache. Um die Kopfschmerzen wirklich zu beseitigen, muss die Ursache behandelt werden. Bei Schmerzmitteln kann sich ansonsten ein Teufelskreis entwickeln, bei dem Betroffene zu sehr auf Medikamente angewiesen sind.

Liegen den Kopfschmerzen tiefere Ursachen zugrunde, dann werden die Mittel dauerhaft nicht helfen. Sind die Schmerzen stark, stoßen frei verkäufliche Präparate außerdem schnell an ihre Grenzen. Vor allem bei Migräneschüben oder bei Clusterkopfschmerzen helfen solche Mittel nur bedingt.

Mögliche Hilfsmittel bei Kopfschmerzen:

  • Lösung von Verspannungen und Blockaden
  • kalte Umschläge oder Tiefenwärme
  • Pfefferminzöl
  • Stressreduktion
  • Flüssigkeitsaufnahme
  • Medikamente
Pillen
Schmerztabletten helfen oft gegen Kopfschmerzen, sie bekämpfen aber nicht die Ursache © neirfy | AdobeStock

Was sind Clusterkopfschmerzen?

Clusterkopfschmerzen treten oft einseitig im Bereich um das Auge herum auf. Sie zeigen sich in Schüben, die bis zu mehrere Stunden anhalten können. Häufig treten Clusterschmerzen wenige Stunden nach dem Einschlafen, nach dem Aufstehen oder in der Mittagszeit auf. Clusterkopfschmerzen werden als stechend, bohrend und brennend beschrieben.

Was den Clusterkopfschmerz von Migräneattacken unterscheidet: Während Migräne-Patienten oft die Ruhe suchen und sich ins Bett zurückziehen, stellt sich bei Clusterkopfschmerz-Patienten ein erhöhter Bewegungsdrang ein.

Dennoch können sich aber auch Symptome, die bei einer Migräne auftreten, beim Clusterkopfschmerz bemerkbar machen. Hierzu zählen unter anderem Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Weitere mögliche Symptome von Clusterkopfschmerz sind

  • eine laufende Nase,
  • eine gerötete Bindehaut des Auges oder
  • eine hängendes Augenlied.

Die Ursachen für Clusterkopfschmerzen sind nicht bekannt. Es gibt aber einige bekannte "Trigger", die dieses Leiden auslösen können:

  • Alkohol,
  • bestimmte Formen von Licht sowie
  • manche Nahrungsmittel.

Vorbeugend können bestimmte Medikamente gegeben werden. In einem akuten Fall haben sich Inhalationen oder spezielle Nasensprays bewährt.

Ständig Kopfschmerzen - sollte ich zum Arzt?

Ein Arztbesuch empfiehlt sich bei

  • Kopfschmerzen in regelmäßigen Abständen,
  • häufigen Kopfschmerzen sowie
  • über mehrere Tage anhaltende Kopfschmerzen.

Sollte eine schwere Erkrankung vorliegen, kann der Arzt eine entsprechende Behandlung einleiten. Eine Eigentherapie in Form der Einnahme von Schmerzmitteln könnte sich in einem solchen Fall als fatal erweisen.

Von chronischen Kopfschmerzen spricht man in der Regel, wenn Betroffene

  • an mindestens 15 Tagen im Monat oder
  • in drei Monaten nacheinander

Beschwerden haben.

Wichtig: Sollte tatsächlich ein chronischer Verlauf vorliegen, muss der Betroffene unbedingt zum Arzt!

Welcher Arzt behandelt Kopfschmerzen?

In der Regel führt der erste Weg bei Kopfschmerzen zum Hausarzt. Er wird den Patienten genau nach seinen Beschwerden, der Stärke und der Häufigkeit befragen.

Leichte Fälle können auch ohne Probleme gut von einem Hausarzt behandelt werden.

Bei schwereren Fällen jedoch ist die Weiterbehandlung durch einen anderen Arzt erforderlich, etwa einen

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