Fußdeformitäten | Spezialisten und Informationen

26.09.2020
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
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Unter einer Fußdeformität verstehen Mediziner in der Regel jede Abweichung von der idealen, physiologischen Fußform. Kleinere Veränderungen im Fußskelett sind heutzutage sehr weit verbreitet. Häufigster Grund ist das falsche Schuhwerk, das die Füße belastet, zu Druckstellen führt und so Fußdeformitäten fördern kann. Bei schweren Funktionseinschränkungen ist eine Korrektur, nötigenfalls auch mithilfe einer Operation nötig.

ICD-Codes für diese Krankheit: M21.07, M21.17, M21.27, M21.57, M21.6, M21.97, Q66

Empfohlene Spezialisten

Kurzübersicht:

  • Was ist eine Fußdeformität? Eine Abweichung der Fußform von der gesunden Normalform. Viele Deformitäten bilden sich im Laufe des Lebens durch falsches Schuhwerk oder Fehlbelastungen. Eine Auflistung verschiedener Formen finden Sie unten.
  • Symptome: Die Beschwerden hängen von der genauen Art der Deformität ab. Meistens treten Belastungsschmerzen auf. Der Gang des Menschen kann sich verändern und häufig bilden sich wunde Stellen durch Reibung im Schuh.
  • Diagnose: Die meisten Fehlstellungen lassen sich per Blickdiagnose identifizieren. Ein Röngtenbild sichert die Diagnose und hilft bei der Therapieplanung.
  • Behandlung: Je nach genauer Diagnose und Schwere der Erkrankung können Schuheinlagen und Gymnastik helfen. In schweren Fällen kann eine OP Abhilfe schaffen.
  • Fachärzte: Spezialisten aus dem Bereich der Orthopädie, speziell der Fußchirurgie, sind hier die richtigen Ansprechpartner für Diagnose und Behandlung.

Artikelübersicht

Was sind Fußdeformitäten und welche gibt es?

Als Fußdeformitäten werden alle Veränderungen am Fuß bezeichnet, die vom idealen, gesunden Fuß abweichen. Grundlage solcher Krankheiten sind Fehlstellungen der Fußknochen, die auf Fehlbelastungen oder das falsche Schuhwerk zurückgehen.

Nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens werden primäre (angeborene) Fußdeformitäten, die bereits bei Neugeborenen und Kindern auffallen, sowie sekundäre (erworbene) Fußdeformitäten unterschieden, die im späteren Leben auftreten können, z. B. als Fußdeformitäten bei Diabetes (Zuckerkrankheit). Nach der Entstehungsursache (Ätiologie) grenzen sich die rheumatischen Veränderungen von den neurogenen Fußdeformitäten ab.

Schließlich unterscheiden Medizinear die Fußdeformitäten in der täglichen Praxis anhand ihres Erscheinungsbildes bzw. der damit im Zusammenhang stehenden Symptome:

Hinzu kommen die Deformitäten der Zehen, wie beispielsweise:

Anatomie Fußknochen

Anatomie des Fußes © bilderzwerg #54960419 | AdobeStock

Welche Symptome treten bei Fußdeformitäten häufig auf?

Die Symptomatik der Fußdeformitäten richtet sich stark nach der zugrundeliegenden Fehlstellung im Bereich der Zehen oder des Fußes. In der Regel treten Belastungsschmerzen oder Schmerzen beim Gehen auf. Durch eine veränderte Fußstellung oder durch diverse Vermeidungsbewegungen und damit im Zusammenhang stehende Fehlbelastungen können die Gelenke im Bereich des Knöchels oder des Knies geschädigt werden und ebenfalls weitere Schmerzen verursachen. Muskulatur und Sehnenapparat passen sich daran an und am Ende verändert sich unter Umständen der gesamte Gang eines betroffenen Menschen.

Zehenfehlstellungen wie die Hammerzehe oder auch der häufig im Bereich der Großzehe an der Außenseite des Fußes auftretende Hallux valgus schmerzen vor allem beim Gehen und bilden aufgrund der Reibung der Schuhe oft wunde Stellen. Der Hallux bewirkt zudem über die Zeit, dass sich die Großzehen und angrenzenden Zehen der betroffenen Füße mehr und mehr nach innen neigen. Diese Erkrankung tritt besonders häufig bei Frauen im höheren Lebensalter auf.

Je nach Art und Ausprägung der Fußdeformitäten oder Zehenfehlstellungen wird das Gehen und Laufen zunehmend beschwerlicher, das Schuhetragen schmerzhafter.

Diagnose bei Fußdeformitäten

Viele der Fußdeformitäten imponieren nach einiger Zeit bereits durch ihr auffälliges Erscheinungsbild, sodass die Fachärzte diese anhand einer Blickdiagnose schnell benennen können.

So zeigt sich etwa beim barfuß stehenden Patienten bei einem Hohlfuß, dass der seitliche Fuß innen bis zu zwei Zentimeter abgehoben ist, also keinen Bodenkontakt mehr erhält. Beim Senk- und Plattfuß hingegen liegt das gesamte ehemalige Fußgewölbe nun flach dem Boden an. Der Spreizfuß fällt wiederum durch weiter auseinanderstehende Mittelfußknochen auf.

Bei Neugeboren und Kindern oder auch bei unklarer Symptomatik wird ein bildgebendes Verfahren hinzugezogen, in der Regel ist die eine Röntgenaufnahme. Darin lassen sich die von außen nicht sichtbaren Fehlstellungen der Knochen im Bereich des Fußskeletts oder auch Knochenzapfen, wie beim Fersensporn oder beim Hallux valgus, sehr leicht abbilden.

Die Bildgebung hat darüber hinaus den großen Vorteil, dass sich damit die weitere Behandlung, z. B. eine Operation, besser planen lässt.

Wie werden Fußdeformitäten behandelt?

Die Therapie der Fuß- und Zehenfehlstellungen richtet sich zum einen nach der Art und Schwere der Fehlstellung, zum anderen aber auch nach den jeweiligen Symptomen. Ärzte unterscheiden nach konservativen und operativen Therapieansätzen.

In der Mehrzahl der Fälle werden die Fachärze zuerst versuchen, konservativ eine Linderung zu erreichen. Dabei gilt jedoch, dass je nach dem Lebensalter und der damit vergangenen Erkrankungsdauer die Möglichkeiten eingeschränkt sein können.

Konservativ bedeutet vor allem, spezielle Einlagen zu verwenden, Druckschutzorthesen, weites Schuhwerk oder sogar individuelle orthopädisch angefertigte Schuhe zu tragen. Fußgymnastik ist eine weitere Möglichkeit, eine Linderung insbesondere in einem noch frühen Erkrankungsstadium zu erreichen. Ärzte empfehlen häufig auch, einfach barfuß zu gehen, gerade im Sommer, denn dies lässt die Füße ihr natürliches Umfeld erleben und gleichzeitig schult es die Sinne.

In einigen Fällen reicht die konservative Therapie nicht mehr aus – besonders dann, wenn die Beschwerden zu groß werden, oder das Laufen nur noch eingeschränkt möglich ist oder weitere Gelenkschäden hinzukommen. Oft entscheiden die Ärzte in dieser Situation, eine operative Behandlung durchzuführen.

Dabei geht es darum, die Fehlstellung zu korrigieren, bzw. schmerzende Knochenvorsprünge (z. B. bei Hallux valgus, Fersensporn, Hammerzehe) zu verkleinern.

Die Möglichkeiten der modernen Fußchirurgie erstrecken sich dabei von kleinen Korrekturen der Fehlstellungen bis hin zu Knochenabtragungen und Knochenumstellungen. Letzteres wird notwendig, wenn beispielsweise ein Hallux valgus begradigt werden muss. Hierbei versuchen die Fachärzte, mehrere fehlstehende Zehen wieder in die richtige Stellung zum Fußskelett zu bringen.

Mit einer anschließenden Rehabilitation können zudem die Heilungschancen steigen.

Welche Ärzte behandeln Fußdeformitäten?

Fußdeformitäten gehören zum Aufgabengebiet der Fachärzte für Orthopädie mit einer Spezialisierung auf Hand- und Fußchirurgie. Diese sind in der Regel innerhalb spezieller Schwerpunktzentren zu finden. Sie erkennen die Experten vor einer Konsultaion vor allem an deren ausgewiesener Erfahrung und anhand regelmäßiger Weiterbildungen auf ihrem jeweiligen Fachgebiet.

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Die Qualitätssicherung des Leading Medicine Guide wird durch 10 Aufnahmekriterien sichergestellt. Jeder Arzt muss mindestens 7 davon erfüllen.

  • Mindestens 10 Jahre Operations- und Behandlungserfahrung
  • Beherrschung moderner diagnostischer und operativer Verfahren
  • Repräsentative Anzahl an Operationen, Behandlungen und Therapien
  • Herausragender Behandlungsschwerpunkt innerhalb des eigenen Fachbereiches
  • Engagiertes Mitglied einer führenden nationalen Fachgesellschaft
  • Leitende berufliche Position
  • Aktive Teilnahme an Fachveranstaltungen (z.B. Vorträge)
  • Aktiv in Forschung und Lehre
  • Ärzte- und Kollegenakzeptanz
  • evaluatives Qualitätsmanagement (z.B. Zertifizierung)
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