Die Ultraschalluntersuchung, die auch Sonographie genannt wird, ist ein schnelles und wirkungsvolles bildgebendes Verfahren der Medizin. Vor allem weil es weitestgehend ohne Nebenwirkungen ist und zudem kostengünstig, zählt es zu den häufigsten Methoden der Untersuchung überhaupt.

Mit dem Ultraschall, wie die Untersuchung meistens einfach genannt wird, lassen sich unterschiedliche Körperregionen und Organe ganz leicht untersuchen und beurteilen – ambulant, direkt in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Wegen ihrer schnellen Verfügbarkeit ist die Sonografie auch oft zur direkten Kontrolle bei technisch eher anspruchsvollen Eingriffen im Einsatz. Auch zur Verlaufsbeobachtung von Krankheiten empfiehlt sie sich als nebenwirkungsfreie Methode.

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Was ist eine Sonographie?

Das Ultraschallgerät sendet bei der Untersuchung Ultraschallwellen ins Gewebe, das wiederum seine Struktur reflektiert – so errechnet das Ultraschallgerät ein Bild, das auf einem Bildschirm angezeigt wird. Damit lässt sich oft der Befund direkt am Monitor erläutern. Ob Schwangerschafts-Ultraschall oder Echokardiogramm unter Belastung – der jeweilige Facharzt kann auch sofort Bilder drucken und seinen Patienten mitgeben.

Bei einer Sonographie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, mit dem man bestimmte Körperregionen und Organe darstellen kann. Die Untersuchung findet mittels Schallwellen statt. Ziel ist es, die zu untersuchende Körperregion abzubilden und ein so genanntes Sonogramm zu erstellen.

Damit ein solches Sonogramm erstellt werden kann, muss der behandelnde Arzt einen Schallkopf benutzen, der diese Wellen aussendet. Der Schallkopf fungiert in diesem Fall aber nicht nur als Sender, sondern auch als Empfänger, da die Schallwellen vom Körper sowohl absorbiert als auch reflektiert werden. Die reflektierten Wellen werden vom Schallkopf aufgenommen und dann in elektrische Impulse umgewandelt, die dann auf einem speziellen Monitor dargestellt werden können. Der Patient sieht nun also das Ultraschallbild, das der Arzt auch ausdrucken kann.

Es gibt verschiedene Arten der Sonographie, die sich im Laufe der Jahre immer weiter verbessert und entwickelt hat. Zum Beispiel ist es heutzutage auch möglich, dreidimensionale Echogramme anfertigen zu lassen. Selbst eine vierdimensionale Darstellung in Echtzeit ist mittlerweile möglich. Grundsätzlich ist eine Sonographie nicht zuletzt deshalb so populär, da die Untersuchung völlig schmerzfrei ist und in ohne Nebenwirkungen durchgeführt werden kann.

Wann wird eine Sonographie angewendet?

Häufige Einsatzgebiete sind die Gelenk-Sonografie, die Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane, wenn es etwa um Leber, Nieren oder Milz geht, die Echokardiografie, wenn es ums Herz geht – und die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Auch die Mammasonografie ist, als Vorstufe der Mammografie, eines der Anwendungsgebiete. Und natürlich gibt es die wohl bekannteste Form des Ultraschalls – bei einer Schwangerschaft.

Besonders häufig wird der Ultraschall in der Gynäkologie eingesetzt. Denn mithilfe dieser Untersuchung kann das Baby im Mutterleib dargestellt werden. Eventuelle Fehlbildungen werden so erkannt. Doch auch im Rahmen der normalen Vorsorgeuntersuchung kommt ein Ultraschall in der Gynäkologie zum Einsatz. Hierfür wird allerdings eine spezielle Sonde mit einem Schallkopf genutzt, welcher dann eingeführt wird.

In der Urologie bei Männern wird ein Ultraschall ebenfalls für bestimmte Untersuchungen eingesetzt. Das Gleiche gilt für die Sportmedizin. Wenn sich ein Athlet etwa eine muskuläre Verletzung zuzieht, können Einblutungen sowie geschädigte Strukturen oft bereits mithilfe einer Sonographie dargestellt werden. Liegt zum Beispiel ein Muskelfaserriss vor, ist dieser von einem geschulten Mediziner im Ultraschall zu erkennen.

Grundsätzlich sind einige Körperregionen und Organe besser für eine Sonographie geeignet als andere:

  • frei zugängliche Muskeln,
  • die Hoden,
  • Harnleiter,
  • Lymphknoten,
  • Schilddrüse,
  • Herz,
  • Leber,
  • Milz,
  • Niere oder
  • diverse Arterien und Venen.
Hirn, Wirbelsäule, Knochen sowie gasgefüllte Organe wie Darm oder Lunge lassen sich hingegen nicht so gut darstellen. Allerdings erlauben es moderne Ultraschallmethoden mittlerweile auch, im Bereich der Knochen eine gute Diagnostik in puncto Frakturverlauf durchführen zu können.

Welcher Arzt führt die Sonographie durch?

Im Grunde genommen kann jeder Mediziner eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Es gibt hierbei keine einheitlichen Standards, die erfüllt werden müssen. Es werden hierzulande diverse Schulungen und Fortbildungen angeboten, um diese Fähigkeiten zu verbessern. Es gibt hingegen Länder, in denen es speziell ausgebildete Ärzte gibt, die sich mit der Sonographie beschäftigen.

Für Patienten in Deutschland ist es sinnvoll, nach einem Arzt zu suchen, der auf diesem Gebiet absolut sicher ist. Denn nicht nur die korrekte Untersuchung, sondern auch das richtige Deuten des Ultraschallbilds muss gewährleistet sein, um dem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Standardmäßig wird die Sonographie von Gynäkologen und Urologen durchgeführt.

Welche Risiken gibt es bei einer Sonographie?

Im Grunde gibt es keine Risiken, da die Behandlung selbst schmerzfrei ist und die zu untersuchenden Organe auch nicht geschädigt werden. Die Röntgenuntersuchung etwa ist für den Körper wesentlich belastender. Wenn es um die Risiken einer Sonographie geht, sind vor allem viele Schwangere oftmals verunsichert. Allerdings wurde von Experten mehrfach bestätigt, dass die Untersuchungen weder für die Mutter noch für das ungeborene Kind schädlich seien.

Auch ein Temperaturanstieg durch die Schallwellen konnte bei zahlreichen Untersuchungen nicht beobachtet werden. Dieser würde nur dann um einige Grad eintreten, wenn man für mehrere Minuten eine Doppleruntersuchung durchführen würde. Die Form der Untersuchung wird aber nur dann eingesetzt, wenn Gefäße und das Herz des Ungeborenen untersucht werden. Zudem dauert diese Untersuchung nur wenige Sekunden, so dass auch hier keine Gefahr besteht.