Thermage: Informationen & Thermage-Spezialisten

Thermage, auch als Thermolifting bezeichnet, ist ein schonendes Verfahren zur Straffung der Haut. Über eine gezielte Wärmebehandlung mittels Radiostrahlung wird ein frischeres und jüngeres Aussehen der Haut erreicht. Es kommen weder Spritzen noch Skalpelle zur Anwendung. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Thermage-Spezialisten.

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Thermage - Weitere Informationen

Definition: Was ist Thermage?

Das Thermage-Verfahren, auch Thermalift genannt, ist ein nicht-invasives kosmetisches Verfahren. Es zielt darauf ab, die Haut zu straffen und zu konturieren und so eine verjüngende Wirkung zu erzielen.

Das geschützte Warenzeichen Thermage gibt dem Behandlungsgerät, das für dieses Verfahren verwendet wird, den Namen. Thermage wurde von Valeant Pharmaceuticals International entwickelt, einem internationalen Pharmaunternehmen mit Sitz in Kanada.

Während der Behandlung wird das Gewebe mit hochfrequenten Radiowellen bestrahlt. Diese Radiowellen erzeugen Wärme unter der Hautoberfläche. Die körpereigenen Kollagenfasern schrumpfen bei Hitzeeinwirkung. Dadurch wird die Neubildung von Kollagen angeregt.

Im Laufe der Zeit werden nach der Anwendung die behandelten Hautpartien (schlaffe Haut) zunehmend durch neue, straffe und glatte Haut ersetzt.

Das Resultat führt damit zu

  • Hautstraffung,
  • Faltenglättung und
  • Gesichtskonturierung.

Die hautstraffende Wirkung hält bis zu 2 Jahre an.

Thermage-Behandlung
Ältere Frau während einer Thermage-Behandlung © Robert Kneschke | AdobeStock

Die Behandlung ist schnell und unkompliziert durchzuführen und erfordert keinen Krankenhausaufenthalt.

Beim Thermalift werden weder Operationen noch Injektionen durchgeführt. Der Patient hat nach der Behandlung deswegen keine Ausfallzeit.

Das Thermage-Verfahren eignet sich insbesondere für Patienten, die zur Erreichung ihrer Ziele keinen chirurgischen Eingriff oder eine Injektion wünschen.

Häufige Thermage-Einsatzgebiete

Feinere Fältchen und Hautunreinheiten lassen sich mittels Thermage reduzieren. Insgesamt verbessert sich durch die Anwendung das Hautbild, die Haut zeigt einen frischeren und gesünderen Teint.

Ein Thermolifting kann an den Augen, im Gesicht sowie am ganzen Körper angewendet werden. Somit lassen sich nahezu alle Problemzonen damit erreichen.

Besonders häufig wird Thermage an diesen Teilen des Körpers eingesetzt:

  • Gesicht,
  • Beine,
  • Arme,
  • Bauch und
  • Hände.

Ein häufiger Einsatzbereich ist das Gesicht. Ein Thermolifting strafft und konturiert das Gesicht und einem Doppelkinn und schlaffen Wangen lässt sich effizient entgegenwirken.

Ein typischer Einsatz an den Augenlidern reduziert hängende Augenlider und Tränensäcke. Falten um die Augen werden gestrafft.

Am restlichen Körper lassen sich mittels Thermage Cellulite und Dehnungsstreifen kaschieren. Thermage wird beispielsweise häufig am Bauch verwendet, um die Haut zu straffen und den Bauch zu glätten.

So läuft eine Thermage ab

Ob ein Thermolifting bei Ihnen sinnvoll ist und gute Resultate erzielen kann, klären die Ärzte mit Ihnen in einem Beratungsgespräch.

Vor der Anwendung wird ein spezielles Kühlgel auf die behandelten Hautpartien aufgetragen.

Auf die zuvor desinfizierte Haut wird mittels einer Folie eine Art Raster übertragen. Anschließend werden die Impulse in einer speziellen Reihenfolge impliziert, die leicht an den im Raster markierten Zahlen zu erkennen ist.

Thermage-Behandlung mit Raster
Rasterübertragung auf die Haut während der Thermage-Behandlung © Robert Kneschke | AdobeStock

Dann geht es los: Die Set-Top-Box sendet für einige Sekunden Funkwellen auf jedes Quadrat des zuvor aufgetragenen Rasters und erzeugt dabei Wärme. Radiowellen stoßen ein bis drei Millimeter tief in die Gewebeschicht der Haut vor und verursachen bei erhöhten Temperaturen durch die Kontraktion von Kollagenfasern eine kontrollierte „Schädigung“ des erhitzten Gewebes.

Während der Behandlung erfährt der Patient an den entsprechenden Hautpartien abwechselnd Kühlung und Wärme.

Eine Thermage-Behandlung wird ambulant in der Klinik durchgeführt und dauert in der Regel nur ca. 20 Minuten.

Für eine erfolgreiche Gesichtsbehandlung sind in der Regel zwei Thermage-Behandlungen erforderlich.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung kann der Patient sofort seinen Alltag wiederaufnehmen. Es besteht keine Notwendigkeit, einen Verband zu tragen oder Medikamente einzunehmen.

In einigen Fällen kann es zu einer leichten Rötung der behandelten Hautpartien kommen, die jedoch mit etwas Make-up abgedeckt werden kann.

Wichtig ist, dass Patienten die behandelten Stellen nicht kühlen, da die innerlich erzeugte Wärme die Kollagenproduktion und damit die Hautstraffung anregt. Ansonsten brauchen sie nach der Thermage-Behandlung nichts zu beachten.

Erste Behandlungsergebnisse sind manchmal bereits unmittelbar nach der Behandlung sichtbar. Die Langzeigeffekte durch Anregung der Kollagenneubildung lassen sich nach 3-6 Monaten feststellen.

Komplikationen und Risiken bei der Thermage-Behandlung

Bei 0,2 % der Patienten treten Nebenwirkungen auf. Bei empfindlicher Haut ist mit

  • Schwellungen,
  • Rötungen,
  • Dellen oder
  • Blasen

zu rechnen. Nach ein paar Tagen verschwinden sie jedoch von selbst.

Einige Patienten empfinden Schmerzen während der Behandlung und sagen dann, dass sie die Behandlung nicht mehr wiederholen werden. Der Rest ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Folglich ist die Reaktion auf diese Intervention so individuell wie die behandelten Personen.

Wie bei jedem Eingriff sollten sich Patienten im Vorfeld genau überlegen, ob die genannten Nebeneffekte in Kauf genommen werden können.

Die Technologie ist noch relativ jung, so dass noch keine Studien zu langfristigen Effekten vorliegen.

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