Schulter-Reha - Klinik finden und Informationen zur Schulter-Reha

Eine Schulter-Reha kann aus verschiedenen Gründen erforderlich werden, um Schmerzfreiheit und Alltagstauglichkeit herzustellen. Das ist nicht nur nach einer Schulter-Operation erforderlich. Auch Verletzungen der Schulter können dazu führen, dass der gezielte Aufbau von Muskulatur und ein schonender Einstieg in die erneute Belastung erforderlich sind. In jedem Fall ist es wichtig, die Behandlung in der Schulter-Reha auf das zugrundeliegende Problem anzupassen. Daher können sich die jeweiligen Therapien in vielen Punkten deutlich unterscheiden.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu Schulter-Reha sowie ausgewählte Kliniken und Spezialisten für Schulter-Reha.

Empfohlene Spezialisten in Schulter-Reha-Kliniken

Artikelübersicht

Schulter-Reha - Weitere Informationen

Was ist das Ziel einer Schulter-Reha?

Nach einer Schulteroperation, einer Verletzung oder einer Erkrankung beziehungsweise durch altersbedingte Abnutzung der Schulter ist es oftmals erforderlich, die Muskulatur im Arm, der Brust, der Schulter und im Rücken gezielt aufzubauen. Diese Systeme greifen ineinander und sind daher voneinander abhängig.

Ziel der Schulter-Reha ist es, den Bereich zu lockern, zu stärken und damit eine größtmögliche Bewegungsfreiheit zu erzeugen. Schon- und dadurch bedingte Fehlhaltungen sollen vermieden werden. Zudem werden Schmerzfreiheit und Alltagstauglichkeit angestrebt.

Notwendig ist eine Schulter-Rehabilitation daher unter anderem bei:

Da der gesamte Bewegungsapparat aufeinander aufbaut und zusammenhängt, kann beispielsweise eine einseitige Belastung oder Überlastung weiterreichende Beschwerden hervorrufen. Verspannungen, punktuell stärkere Abnutzung und Schulterschmerzen sind in diesem Bereich keine Seltenheit.

Ein individuell angepasster Therapieplan ist bereits aufgrund der vielfältigen Einschränkungen und Besonderheiten erforderlich. Ebenso verhält es sich bei den Angaben zum möglichen Erfolg der Behandlung.

Was umfasst die Schulter-Rehabilitation?

Im ersten Schritt wird das Ausmaß der Einschränkung erfasst. Bei einer Schulter-TEP, also einer Prothese im Gelenk, liegt der Fokus ebenso wie nach einer anderen Schulter-Operation zunächst auf der Heilung. Die Anstrengung bei der Therapie darf daher nicht zu groß ausfallen.

Dennoch kann leichte Bewegung durch Dehnen und Strecken den Genesungsprozess vorantreiben, da die Durchblutung begünstigt wird und angepasste Reize gegeben werden. Ein Training mit Gewichten oder auch statische Übungen mithilfe des Körpergewichts sind in dieser Zeit jedoch nicht angeraten.

Aufgrund der noch bestehenden Instabilität ist Vorsicht zu wahren. In der orthopädischen Reha werden daher anfangs nur kleine Bewegungen und Belastungen durchgeführt. Das kann für Patienten frustrierend sein. Denn Fortschritte und Erfolge stellen sich nur langsam ein.

Aufgrund des häufig vorangegangen langen Zeitraums der Einschränkungen besteht die größte Herausforderung daher meist im Aufbringen der notwendigen Geduld und Selbstdisziplin.

Physiotherapie oder Reha-Klinik?

Worauf die Wahl fällt, ist abhängig von der jeweiligen Einschränkung. Bei leichteren Beschwerden reichen ambulante Termine in einer Physiotherapie-Praxis aus. In einer Reha-Klinik stehen mehrere Möglichkeiten und Geräte zur Verfügung, sodass eine größere Bandbreite an Übungen abgedeckt werden kann. Auch hier sind die Anwendungen und das Training ambulant möglich.

Patienten mit erheblichen Einschränkungen können alternativ eine Kur beziehungsweise einen Reha-Aufenthalt beantragen. Hierbei sind mehrere Anwendungen täglich möglich. Bei einer Schulter-Reha in einer Klinik sind zudem mehrere Spezialisten vor Ort, sodass die Therapie effizienter gestaltet und auf auftretende Probleme schneller eingegangen werden kann.

Wann ist eine Schulter-Reha sinnvoll?

Die Rehabilitation der Schulter ist immer dann sinnvoll, wenn:

  • eine Verletzung vorliegt
  • Schmerzen bestehen
  • die Beweglichkeit eingeschränkt ist
  • Muskulatur (wieder-)aufgebaut werden soll
  • eine Operation erfolgte
  • Arthrose

Durch die Rehabilitation wird es unter anderem möglich, die Durchblutung zu steigern, Knorpel und Knochen zu schonen, Sehnen und Bänder sanft zu dehnen. Das Ziel ist, unter den gegebenen Umständen, eine deutliche Verbesserung zu erreichen. Der Arm wird gestärkt und damit belastbarer. Der Bewegungsapparat wird trainiert und somit alltagstauglicher.

Die Schulter-Reha wird zudem dazu eingesetzt, andere Therapien zu begleiten und in ihrer Wirkung zu verstärken. Bei Arthrose lassen sich die Schmerzen in der Intensität reduzieren. Die Schulter-Reha trägt damit zu einer höheren Lebensqualität bei.

Weiterhin wird sie dazu eingesetzt, schweren Verläufen vorzubeugen. Bei beginnender Abnutzung oder Fehlhaltungen wirkt eine frühzeitig erfolgende Schulter-Reha ausgleichend und präventiv. Nehmen Sie diese Möglichkeit daher bereits bei beginnenden Beschwerden wahr.

Dauer einer Schulter-Reha

Ebenso wie der Aufbau der Rehabilitation ist auch die Dauer auf den individuellen Fall angepasst. Bei starken Beschwerden und schwacher Muskulatur werden Anwendungen und Übungen über mehrere Monate fortgeführt.

Die kontrollierte Schulter-Reha dient dabei lediglich als Beginn. Wiederholungen und Verlängerungen sind möglich.

Handelt es sich um leichtere Beschwerden, fällt die Dauer kürzer aus. Sinnvoll ist es dennoch, die stärkenden, lockernden und dehnenden Übungen fortzusetzen. Lassen Sie zudem regelmäßig kontrollieren, ob die Stellung der Schulter optimal ist. Änderungen des Trainings sind im Laufe der Therapie notwendig, um weitere Fortschritte zu erreichen. Ebenso müssen Überkorrekturen und Überlastungen vermieden werden. Ohne Untersuchungen und professionelle Anleitungen bestehen diese Risiken jedoch. Hierdurch steigt die Gefahr für weitere Schäden und Rückschläge in dem Heilungsprozess.

Was müssen Patienten beachten?

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schulter-Reha sind:

  • umfassende und regelmäßige Untersuchungen der Ursache und Entwicklung
  • Kombination der Behandlung mit entsprechenden Maßnahmen und Mitteln
  • Fortführen der Übungen zwischen den Trainingseinheiten und nach dem Ende der Reha

Regelmäßiges Training ist von entscheidender Bedeutung. Beachten Sie dabei die Anweisungen von Physio- und Ergotherapeuten sowie Orthopäden. Diese Spezialisten helfen durch einen entsprechenden Behandlungsplan bei den Beschwerden einer Kalkschulter ebenso wie bei Arthrose oder einer langanhaltenden Fehlbelastung, die nicht nur das Gelenk beeinträchtigt, sondern ebenso Verspannungen erzeugt hat.

Eine Schulter-Rehabilitation umfasst daher mehr als Übungen. Massagen des umliegenden Gewebes, Wärme oder Kälte können ebenso dazu gehören, um Beschwerden gering zu halten oder bestimmte Bewegungen überhaupt zu ermöglichen.

Quellen

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Steuri, Ruedi et al. “Effectiveness of conservative interventions including exercise, manual therapy and medical management in adults with shoulder impingement: a systematic review and meta-analysis of RCTs.” British journal of sports medicine vol. 51,18 (2017): 1340-1347. doi:10.1136/bjsports-2016-096515
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https://www.schoen-klinik.de/berchtesgadener-land/reha-schulter/kalkschulter

Longo UG, Risi Ambrogioni L, Berton A, Candela V, Carnevale A, Schena E, Gugliemelli E, Denaro V. Physical therapy and precision rehabilitation in shoulder rotator cuff disease. Int Orthop. 2020 May;44(5):893-903. doi: 10.1007/s00264-020-04511-2. Epub 2020 Mar 10. PMID: 32157371.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32157371/

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