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Pankreatitis-OP - Medizinische Experten

Unterschiedliche Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) können Schäden und Funktionseinbußen verursachen. Hierzu zählen neben Bauchspeicheldrüsenkrebs insbesondere auch die akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung kann verschiedene Komplikationen mit sich bringen, die sich nur mit einer chirurgischen Versorgung im Rahmen einer Pankreatitis-OP beheben lassen. Die Pankreaschirurgie ist ein Teilgebiet der Viszeralchirurgie.

Übersicht

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Pankreatitis-OP - Weitere Informationen

Welche Aufgaben erfüllt die Bauchspeicheldrüse?

Die Bauchspeicheldrüse wird in der Medizin auch als Pankreas bezeichnet. Sie ist ein wichtiges Organ, da der menschliche Körper hiermit Fette in der Nahrung aufspalten und aufnehmen kann. Zugleich ist die Bauchspeicheldrüse auch für die Produktion von Insulin verantwortlich. Insulin erlaubt die Aufnahme von Zucker in den Körperzellen und hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Fachärzte für eine Pankreatitis-OP

Spezialisten für eine Pankreatitis-OP sind Viszeralchirurgen. Diese führen jedes Jahr über zehn verschiedene komplexe Operationen am Pankreas durch. Viszeralchirurgen mit Schwerpunkt auf der Pankreaschirurgie sind für die Durchführung einer Pankreatitis-OP entsprechend die richtigen Ansprechpartner.

Wann muss eine Pankreatitis-OP durchgeführt werden?

Akute Entzündungen der Bauchspeicheldrüse können einen harmlosen Verlauf nehmen, jedoch auch lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Dies betrifft vor allem die nekrotisierende Form, bei der es zum Absterben von lokalem Gewebe kommt. Letztlich kann diese Form bis zu einem Multiorganversagen führen und macht eine operative Behandlung unumgänglich.

Vorbereitung einer Pankreatitis-OP

Nach einem detaillierten Anamnesegespräch sowie einer körperlichen Untersuchung des Patienten erfolgt in der Regel eine Blutuntersuchung. Im Blut des Betroffenen lassen sich Hinweise auf eine Entzündung, ein mögliches Tumorgeschehen sowie die aktuelle Funktion der Bauchspeicheldrüse finden. Sollte sich bei diesen Untersuchungen der Verdacht erhärten, dass der Patient unter einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung leidet, kommen weitere Untersuchungen zum Einsatz, wie beispielsweise bildgebende Verfahren (CT oder Ultraschall) sowie endoskopische Verfahren (MRCP und ERCP).

Wie ist der Ablauf einer Pankreatitis-OP?

Der Viszeralchirurg wird bei einer akut nekrotisierenden Bauchspeicheldrüsenentzündung das abgestorbene bzw. entzündete Gewebe entfernen. Damit es nicht zu einer weiteren Ausbreitung der Entzündung kommt, wird zusätzlich eine Drainage gelegt. Diese Drainage ist ein Plastikschlauch, über den Entzündungsflüssigkeit und Eiter ablaufen können. Dieses Vorgehen wird auch als Frey-Operation bezeichnet.

Bei einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist unter Umständen eine Entfernung des geschwollenen Teils der Bauchspeicheldrüse notwendig. Auch dies geschieht im Rahmen eines operativen Eingriffs durch einen Viszeralchirurgen. Dabei wird der Gang in der Bauchspeicheldrüse, in dem Enzyme gesammelt und zum Darm weitergeleitet werden, eröffnet. Zusätzlich können hierbei eventuell vorhandene Gallensteine entfernt werden. Anschließend näht der Chirurg ein Stück Dünndarm auf den eröffneten Bauchspeicheldrüsengang. Hierbei handelt es sich dann um den neuen Zugangsweg für die Verdauungsenzyme.

Was ist nach überstandener Pankreatitis-OP wichtig?

Sollte es für die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung einen bestimmten Auslöser geben, wie etwa eine Störung des Fettstoffwechsels oder Gallensteine, wird diese Ursache entsprechend behandelt. Nach einer unkompliziert verlaufenden akuten Pankreatitis sind ansonsten keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Bei Personen, die unter einer alkoholbedingten Entzündung der Bauchspeicheldrüse leiden, ist es wichtig, den Konsum von Alkohol deutlich zu reduzieren. Nach einer Pankreatitis wird von manchen Experten empfohlen, über ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr vollständig auf Alkohol zu verzichten. Ob Alkoholabstinenz auch bei anderen Ursachen für die Entzündung der Bauchspeicheldrüse die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Rückfall reduziert, ist bisher nicht abschließend geklärt.

Sollte die akute Pankreatitis mit schweren Komplikationen verbunden gewesen sein, stehen nach dem Aufenthalt und der Therapie im Krankenhaus in der Regel weitere Behandlungen an.

Während der Erkrankung ist bei vielen Patienten ein starker Gewichtsverlust zu beobachten. In manchen Fällen klagen Betroffene wochenlang über Appetitlosigkeit. Entsprechend lange dauert es, bis der Patient sein ursprüngliches Körpergewicht wieder erreicht hat. Während dieses Zeitraums ist eine Ernährungsberatung unter Umständen sinnvoll und hilfreich.

Die Bauchspeicheldrüse ist bei manchen Betroffenen nach überstandener Erkrankung vorübergehend nicht mehr in der Lage, ausreichend Verdauungssäfte zu produzieren. In diesem Fall können künstliche Enzyme eingenommen werden. Diese unterstützen die Aufnahme von Fetten aus der Nahrung.

Nach überstandener akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung ist zudem das Risiko erhöht, Diabetes mellitus zu entwickeln. Diese Erkrankung wiederum kann weitere Therapien notwendig machen.

Pankreatitis-OP: Krankheitsverläufe und Prognosen

Akute Entzündungen der Bauchspeicheldrüse können heute sehr gut behandelt werden und heilen daher in den meisten Fällen folgenlos aus. Sollten Gallensteine für die Entzündung der Bauchspeicheldrüse verantwortlich gewesen sein, entfernt der Viszeralchirurg im Verlauf der Operation auch die Gallenblase. Hiermit lässt sich eine erneute Bildung von Gallensteinen vermeiden und entsprechende Entzündungen verhindern.

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