Hyaluronsäure-Behandlung - Spezialisten und Informationen

Vor allem im Fachbereich der ästhetischen Medizin gilt Hyaluronsäure, kurz Hyaluron genannt, als Wundermittel gegen den natürlichen Alterungsprozess.

Was es damit genau auf sich hat, erfahren Sie in diesem Beitrag, in dem sich alles um das Thema „Hyaluronsäure-Behandlung“ dreht. Finden Sie hier außerdem ausgewählte Spezialisten für eine Hyaluronsäure-Behandlung.

Empfohlene Spezialisten für Hyauronsäure-Behandlung

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Hyaluronsäure-Behandlung - Weitere Informationen

Hyaluronsäure: ein vielseitiger Wirkstoff

Hyaluron-Filler, die unter die Haut gespritzt unliebsamen Falten den Kampf ansagen, dürften Ihnen sicherlich bekannt sein. Doch was ist Hyaluronsäure eigentlich genau? Ist etwas dran an der wundersamen verjüngenden Wirkung, die diesem Stoff nachgesagt wirkt? Welche weiteren gesundheitsfördernden Eigenschaften werden ihm nachgesagt?

Auf den Punkt gebracht handelt es sich bei Hyaluronsäure um eine durchsichtige, gelartige Flüssigkeit, die vom menschlichen Körper selbst hergestellt wird. Die Bezeichnung „Hyaluron“ hat ihren Ursprung im Griechischen. „Hyalos“ bedeutet soviel wie „gläsern“.

Welche positiven Eigenschaften hat Hyaluronsäure?

Das Spektrum an wichtigen Aufgaben, die Hyaluron im menschlichen Körper übernimmt, ist breit gefächert. Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Fähigkeiten dieses Allrounders.

  • Hyaluronsäure als Schmiermittel: Als Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit bildet Hyaluron das Fundament gesunder Gelenke. Dabei zeichnet sich die Substanz vor allem aufgrund ihrer Wandelbarkeit aus. Anders ausgedrückt: Ihre Viskosität (Zähigkeit) variiert je nach Bewegungsabläufen, Druck und Belastung und schützt so die Gelenke.
  • Hyaluronsäure als Meister in der Wasserspeicherung: In Zahlen ausgedrückt verfügt ein Gramm der Substanz über eine Speicherkapazität von 1 bis 10 Litern Wasser.

Darüber hinaus ist Hyaluronsäure für den normalen Ablauf vieler weiterer Prozesse und Funktionen im menschlichen Körper unverzichtbar. Dazu zählen unter anderem Stoffwechsel, Zellteilung, Gehirnleistung und Sehkraft.

Mögliche Gründe für eine Hyaluron-Behandlung

Mit Blick auf die Vielzahl an Funktionen, die Hyaluronsäure im menschlichen Körper übernimmt, verwundert es wenig, dass ein Rückgang der natürlichen Hyaluronproduktion schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann.

Und genau das geschieht mit zunehmendem Alter. Nimmt das Hyaluron in der Haut ab, so führt dies unweigerlich zu einem Nachlassen ihrer Spannkraft. Die nunmehr eingeschränkte Fähigkeit, Wasser zu speichern, resultiert in einem trockener werdenden Hautbild. Feine Linien entstehen und entwickeln sich mit der Zeit zu tiefen Falten.

Doch nicht nur die Haut, sondern auch die Gelenke leiden. Für einen Verschleiß von Hüftgelenk, Sprunggelenken, Kniegelenken sowie Gelenken in Händen und Füßen wird neben übermäßiger Belastung und sportlicher Betätigung auch das fortschreitende Alter verantwortlich gemacht.

Entsprechend greifen nicht nur Vertreter der ästhetischen Medizin auf Hyaluronsäure als Wunderwaffe zurück, sondern beispielsweise auch Orthopäden. Angeführt wird die Liste der Patientenschar hier von Menschen, die unter Arthrose leiden. Eine Hyaluronsäure-Behandlung durch Spritzen direkt ins Knie soll Schmerzen lindern und die Notwendigkeit eines künstlichen Gelenkersatzes hinauszögern, wenn nicht ganz verhindern.

Zählen Sie zu den Menschen, die aktiv gegen erste Falten vorgehen möchten? Dann bietet sich die Injektion mit Hyaluronsäure, allgemein auch als Faltenunterspritzung bekannt, als vergleichsweise sanfte Methode an. Schließlich erfolgt sie ganz ohne Skalpell und dem damit verbundenen Risiko einer unschönen Narbenbildung. Stattdessen gilt sie als direkter Weg zu einem verjüngten Erscheinungsbild.

Wichtige Details zu Methodik & Ablauf einer Hyaluron-Behandlung

Neben einer schonenden Vorgehensweise und grundsätzlich guten Verträglichkeit punktet die Faltenunterspritzung aufgrund ihrer nachweislich hohen Erfolgsrate.

Zusätzlich zu der Reduktion von Falten aller Art, darunter Lippenfältchen, Knitterfältchen, Mund- und Stirnfalten, lässt sich mit dieser Methode beispielsweise auch eine Handverjüngung erzielen. Darüber hinaus setzen Ärzte Hyaluron gezielt als Maßnahme gegen den Volumenverlust im Gesicht ein. Im Idealfall gehören so tiefe Augenringe und eingefallene Wangen bald der Vergangenheit an.

Doch wie dürfen Sie sich eine Faltenbehandlung mit Hyaluron nun eigentlich genau vorstellen?

Die folgenden Phasen vermitteln Ihnen einen ersten Eindruck.

  • Den Anfang macht ein intensives Beratungsgespräch mit Ihrem Facharzt für ästhetische Medizin. Zu finden ist dieser entweder in einer eigenen Praxis oder in einem Arztzentrum, das sich auf ästhetisch-kosmetische Behandlungen, plastische und ästhetische Chirurgie inbegriffen, spezialisiert hat.
    Das Gespräch dient einer Klärung Ihrer Ausgangssituation inklusive potentieller Unverträglichkeiten. Darüber hinaus sollten Sie Ihre Erwartungen ausführlich mit Ihrem Arzt besprechen. Darauf aufbauend wird dieser die Behandlungsziele festlegen und einen individuellen Behandlungsplan für Sie erstellen.
  • Die eigentliche Behandlung beginnt mit einer lokalen Betäubung der zu behandelnden Hautregionen, in der Regel mit einer Creme.
  • Sowohl mit Blick auf die Dauer der nun folgenden Faltenunterspritzung als auch auf die verwendeten Injektionstechniken ist je nach Art und Umfang der Behandlung mit erheblichen Unterschieden zu rechnen. Im Durchschnitt dauert ein Eingriff 30 bis 60 Minuten.
    Welche Hautschichten im Einzelfall zu behandeln sind und ob beispielsweise die Verwendung von besonders feinen Nadeln oder aber stumpfen Kanülen Sinn macht, hängt unter anderem von Faktoren wie Behandlungsziel, Menge des Füllmaterials etc. ab.

Tipps zur optimalen Nachsorge & mehr

Um Komplikationen zu vermeiden, empfiehlt es sich, in den ersten 3 Tagen nach der Faltenunterspritzung keinen Sport zu treiben. Verschieben Sie zudem Besuche in Sauna und Solarium auf einen späteren Zeitpunkt.

Kühlen Sie die betroffenen Regionen mehrmals am Tag, um Schwellungen vorzubeugen. Achten Sie zudem darauf, dass es zu keiner starken Reibung beispielsweise mit Kleidung oder Handtüchern aus rauen Materialien kommt.

Trotz der insgesamt sehr guten Behandlungserfolge bei minimalen Risiken darf hier natürlich auch der Hinweis auf potentielle Komplikationen nicht fehlen. Zu den eventuellen, jedoch sehr selten auftretenden Symptomen und Nebenwirkungen nach einer Hyaluronsäure-Behandlung zählen unter anderem

  • Rötungen,
  • Taubheitsgefühl,
  • Juckreiz,
  • Schwellungen,
  • Schmerzen,
  • Abszessbildung und
  • Hautverfärbungen.

Infektionen führen die Liste möglicher Komplikationen an.

Behandlungserfolge & Prognose: ein Fazit

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es sich bei der Hyaluronsäure-Behandlung um eine besonders schonende Methode handelt, um dem natürlichen Alterungsprozess entgegenzuwirken. Als natürlicher Wirkstoff bietet Hyaluron gegenüber anderen Maßnahmen zudem den Vorteil, dass er für den menschlichen Organismus gut verträglich ist.

Entsprechend gering ist, eine gewissenhafte Nachsorge vorausgesetzt, die Gefahr von Komplikationen und Risiken. Im Gegenzug ist die Wahrscheinlichkeit sehr guter Behandlungsergebnisse, die je nach Lokalität etwa vier bis neun Monate anhalten, hoch.

Quellen

Dirschka, T. u. a. (Hrsg.): Leitfaden Ästhetische Medizin, Urban & Fischer Verlag 2002 (1. Auflage).

Müller, Ingrid: Fillerbehandlung in Focus Gesundheit Arztsuche (Online-Magazin), aktualisiert am 16. 3. 2021, unter https://focus-arztsuche.de/magazin/therapien/plastische-chirurgie/fillerbehandlung-beschreibung-und-moeglichkeiten, abgerufen am 14. 12. 2021.

Prendergast, P.M. u. a. (Hrsg.): Aesthetic Medicine. Art and Techniques, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012 (1. Auflage).

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