Endokrine Chirurgie - Medizinische Experten

Die endokrine Chirurgie befasst sich sowohl mit gutartigen als auch bösartigen Erkrankungen der hormonproduzierenden Organe. Zu den endokrinen (hormonproduzierenden) Organen gehören die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen, die Nebennieren, der endokrine Teil der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und die neuroendokrinen Zellen. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Spezialisten und Zentren für endokrine Chirurgie.

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Artikelübersicht

Endokrine Chirurgie - Weitere Informationen

Allgemeine Informationen

In der endokrinen Chirurgie kommen sowohl herkömmliche Operationstechniken als auch minimal-invasive Verfahren zum Einsatz. Dabei arbeiten Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen zusammen. Meist handelt es sich dabei um

Mitunter sind auch Pathologen beteiligt. Sie werden bei der Krebsdiagnostik hinzugezogen, wenn also das Gewebe auf eine mögliche Entartung (bösartige Tumore) untersucht werden muss.

Speziell bei bösartigen Erkrankungen ist nach der endokrinen Chirurgie in der Regel eine anschließende tumorspezifische Nachbehandlung notwendig.

Anatomie Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Überblick zur Schilddrüse

Im Rahmen der endokrinen Chirurgie werden Operationen an der Schilddrüse vor allem bei

durchgeführt.

In Deutschland leidet jeder zweite über 45 Jahren unter einer vergrößerten Schilddrüse (im Volksmund auch als Kropf bezeichnet) oder einem Knoten. Reichen Medikamente zur Behandlung nicht aus, kommt die endokrine Chirurgie zum Einsatz.

Zu den operativen Möglichkeiten der endokrinen Chirurgie gehören die komplette Schilddrüsenentfernung und die Schilddrüsenteilentfernung.

Zudem kann es bei Schilddrüsenkarzinomen erforderlich werden, Lymphknoten mit zu entfernen.

Überblick zu den Nebenschilddrüsen

Ein endokrinologisch-chirurgischer Eingriff kommt an den Nebenschilddrüsen in der Regel bei

  • sehr seltenen Nebenschilddrüsentumoren
  • einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus) oder
  • einer Schädigung der Nebenschilddrüsen als Folge einer Operation der Schilddrüse

zum Einsatz.

Bereits während der Operation führen die Chirurgen eine Erfolgskontrolle durch. Dazu wird das Gewebe unter dem Mikroskop untersucht (histologische Kontrolle). Intraoperativ können auch die von der Nebenschilddrüse ausgeschütteten Hormone gemessen werden (sogenannte intraoperative Parathormonmessung).

Sofern möglich, erfolgt die Entfernung der erkrankten Nebenschilddrüse als fokussierter Eingriff mittels offener oder videoassistierter endokriner Chirurgie.

Überblick zu den Nebennieren

Die endokrine Chirurgie an den Nebennieren spielt insbesondere bei Nebennierentumoren eine Rolle.

Die Nebennieren haben eine sogenannte Nebennierenrinde und ein Nebennierenmark. In beiden Strukturen kann es zu Tumoren kommen.

Eine Form davon ist als Cushing-Syndrom bekannt. Dabei wird das Hormon Cortisol im Überschuss produziert. Dies führt zu

  • Bluthochdruck,
  • Zuckerkrankheit (Diabetes),
  • Muskelschwäche und
  • bei Frauen zu einem männlichen Behaarungstyp.

Typische Merkmale sind zudem das sogenannte Vollmondgesicht und eine Stammfettsucht. Darunter versteht man eine Fettverteilungsstörung, die zu dünnen Armen und Beinen und einer Fettvermehrung im Bereich des Körperstammes führt.

Wird durch einen Nebennierenrindentumor das Hormon Aldosteron im Überschuss produziert, entsteht dagegen das Conn-Syndrom. Typische Symptome sind Bluthochdruck in Verbindung mit einem ausgeprägten niedrigen Kaliumspiegel im Blut.

Der häufigste Tumor des Nebennierenmarks ist das Phäochromozytom. Hierbei kommt es zur Überproduktion der Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Diese führen zu hohem Blutdruck mit

  • Kopfschmerzen,
  • Herzklopfen, bzw. Herzrasen und
  • starkem Schwitzen.

Überblick zur Bauchspeicheldrüse

Die bekannteste Funktion des endokrinen Anteils der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Sie schüttet die Hormone Insulin und Glukagon aus.

Tumore, deren Ausgangspunkt die endokrinen Anteile der Drüse sind, können gut- oder bösartig sein. Ein Hinweis auf einen Pankreastumor kann eine zumeist schmerzlos auftretende Gelbfärbung der Haut sein (Ikterus). Betroffene klagen mitunter über Bauch- oder Rückenschmerzen und verlieren innerhalb weniger Monate ungewollt an Gewicht.


Lage der Bauchspeicheldrüse
Die Lage der Bauchspeicheldrüse (mittig im Bild) © nerthuz | AdobeStock

Vor der endokrinen Chirurgie wird in der Regel eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Damit können andere Erkrankungen, die ebenfalls zu einer Gelbfärbung der Haut oder Bauchschmerzen führen, erkannt oder ausgeschlossen werden.

Auch mit Hilfe der Computertomographie und Magnetresonanztomographie können Tumore des Pankreas erkannt werden. Manchmal wird eine Magenspiegelung mit Sondierung und Röntgendarstellung des Pankreasganges erforderlich.

Die Unterscheidung zwischen einer bösartigen Tumorbildung und einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist allerdings sehr schwierig. Oftmals kann das erst während eines Eingriffs beurteilt werden.

Überblick zu neuroendokrinen Zellen

Bei den Erkrankungen der neurodendokrinen Zellen spielen insbesondere die neuroendokrinen Tumoren (NET) eine besondere Rolle. Sie treten vor allem im Magen-Darm-Trakt auf. Nach ihrer Fähigkeit, Hormone abzugeben, können sie in funktionelle und nicht-funktionelle Tumore unterschieden werden.

Sie erfordern ein an den Entstehungsort und die Art der Hormonproduktion angepasstes Vorgehen in der endokrinen Chirurgie. Gleichzeitig mit dem Ersttumor (Primärtumor) können bei den neuroendokrinen Tumoren Tochtergeschwülste in anderen Organen auftreten. Diese müssen dann ebenfalls behandelt werden.

Endokrine Chirurgie: Schilddrüsenoperationen

Mittels der endokrinen Chirurgie können Tumore und knotige Veränderungen der Schilddrüse entfernt und Schilddrüsenüberfunktionen beseitigt werden.

Die Operation der Schilddrüse ist innerhalb der endokrinen Chirurgie mittlerweile ein Routineeingriff. In Deutschland werden jährlich etwa 80 000 bis 100 000 Operationen an der Schilddrüse durchgeführt.

Gründe zur Durchführung einer Schilddrüsenoperation

Die Schilddrüse sollte insbesondere dann operiert werden, wenn durch ihre Vergrößerung andere Organe eingeengt werden. Beispielswesise können Einengungen der Atem- oder Speiseröhre zu Schluck- oder Atembeschwerden oder einem Druckgefühl im Hals führen.

Stark vergrößterte Schilddrüse
Eine stark vergrößerte Schilddrüse kann andere Organe einengen © Freelanceman | Adobe Stock

Weitere Gründe für einen endokrinologischen Eingriff sind:

  • Verdacht auf oder Nachweis von einer bösartigen Erkrankung
  • Kalte Knoten, die wegen ihrer Größe stören, schnell wachsen oder eine Bösartigkeit vermuten lassen
  • Heiße Knoten, die eine Überfunktion verursachen und sich medikamentös und mittels Radiojodbehandlung nur unzureichend behandeln lassen
  • Morbus Basedow, sofern eine Radiojodbehandlung nicht sinnvoll oder nicht gewünscht ist

Voruntersuchungen bei einer Schilddrüsenoperation

Im Einzelnen werden vom Arzt für endokrine Chirurgie verschiedene Untersuchungen durchgeführt:

  • Eine Blutuntersuchung für die Laborwerte der Schilddrüsenhormone im Blut innerhalb der letzte Wochen,
  • eine aktuelle Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse, auf der Lage, Größe und Gewebemuster der Schilddrüse erkenntlich sind,
  • eine Schilddrüsenszintigraphie, die Auskunft über die Funktionslage (einschließlich möglicher Schilddrüsenknoten) gibt und
  • eine allgemeine Laboruntersuchung sowie
  • ein Elektrokardiogramm (EKG).

Unter Umständen wird vor der endokrinen Chirurgie ein Hals-Nasen-Ohrenarzt hinzugezogen, um die Funktion der Stimmbänder zu prüfen. Das ist im Einzelfall zu entscheiden.

Ultraschalluntersuchung Schilddrüse

Ablauf einer Schilddrüsenoperation

Die meisten Schilddrüsenoperationen werden in Vollnarkose durchgeführt und dauern etwa ein bis zwei Stunden.

Die Schilddrüsenhormone, die man mittels einer Blutabnahme untersucht, sollten sich zum Zeitpunkt der endokrinen Chirurgie im Normbereich befinden. Dies bedeutet, dass eine vorliegende Fehlfunktion (vor allem eine Überfunktion) vor der endokrinen Chirurgie mit Medikamenten behandelt werden sollte.

Die Schilddrüsenoperation erfolgt über einen kleinen Schnitt (4-5 cm) unterhalb des Halses (sogenannter Kragenschnitt). Der Arzt für endokrine Chirurgie legt die Schilddrüse frei und entfernt erkranktes Gewebe.

Wie viel Gewebe entfernt wird, hängt davon ab,

  • ob es sich um einen einzelnen Knoten handelt oder
  • wie groß ein möglicher bösartiger Tumor ist.

Gelegentlich muss ein ganzer Schilddrüsenlappen oder die komplette Schilddrüse entfernt werden. Bei Schilddrüsenkrebs wird in der Regel die gesamte Schilddrüse einschließlich der sie umgebenden Lymphknoten entfernt.

Ist nicht klar, ob es sich um einen bösartigen Tumor handelt, wird während der Schilddrüsenoperation das entnommene Gewebe untersucht (Schnellschnittuntersuchung).

Vor dem Verschluss der Wunde wird ein Drainageröhrchen eingelegt, über das Blut und Sekret abfließen können. Die Wunde wird meist mit selbstauflösenden Fäden verschlossen.

Nachsorge einer Schilddrüsenoperation

In der Regel liegt die Dauer des Krankenhausaufenthaltes für eine Schilddrüsenoperation bei zwei bis drei Tagen. Bereits am Tag nach der OP können Betroffene aufstehen, dürfen trinken und essen.

Die Wunddrainagen werden am ersten oder zweiten Tag gezogen. Die Hautfäden am fünften bis siebten Tag, sofern keine selbstauflösenden Fäden verwendet wurden. Meist erfolgt zudem eine Kontrolle der Stimmbandfunktion durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Etwa sieben Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus können meist alle gewohnten Aktivitäten wieder aufgenommen werden.

Vier bis sechs Wochen nach der Operation wird die Stoffwechsellage mittels Blutentnahme kontrolliert. Sodann wird entschieden, ob und in welcher Menge Schilddrüsenhormone gegeben werden.

Endokrine Chirurgie: Nebenschilddrüsenoperationen

Vorgehen bei Verletzungen der Nebenschilddrüsen durch eine vorangegangene Schilddrüsenoperation

In seltenen Fällen werden die Nebenschilddrüsen im Rahmen einer Schilddrüsenoperation verletzt oder ungewollt mit entfernt. Sie können dann an anderer Stelle (Unterarm, Halsmuskeln) neu implantiert werden. In der Regel nehmen sie dann nach einigen Tagen ihre Funktion wieder auf.

Diese Implantation der Nebenschilddrüsen an anderer Stelle ist jedoch nicht immer möglich. In diesem Fall kann die daraus entstehende Unterversorgung mit Kalzium durch eine tägliche Einnahme von Kalzium  behandelt werden. Ggf. wird auch zusätzlich Vitamin D gegeben.

Endokrine Chirurgie bei Primärem Hyperparathyreoidismus

Der primäre Hyperparathyreoidismus ist auch als Nebenschilddrüsenadenom oder Nebenschildrüsenhyperplasie bekannt. Er wird durch eine operative Entfernung der vergrößerten Nebenschilddrüse im Rahmen der endokrinen Chirurgie geheilt.

Der endokrinologische Eingriff sollte stattfinden, wenn die Erkrankung durch erhöhte Kalziumspiegel oder erhöhte Parathormon-Spiegel nachgewiesen wurde.

Gelegentlich kann vor dem Eingriff der Ort der vergrößerten Nebenschilddrüse nicht exakt lokalisiert werden. Es kann auch der Verdacht bestehen, dass mehr als eine Nebenschilddrüse verändert ist. In beiden Fällen muss man operativ alle in Frage kommenden Stellen frei präparieren.

Nebenschilddrüsen
Darstellung der vier Nebenschilddrüsen © Kateryna_Kon | AdobeStock

Das entfernte Gewebe wird während der Operation feingeweblich untersucht (Schnellschnittuntersuchung). Dadurch wird überprüft, ob das Nebenschilddrüsenadenom erfolgreich entfernt wurde und eine mögliche Bösartigkeit ausgeschlossen.

Sind alle vier Nebenschilddrüsen krankhaft vergrößert, werden dreieinhalb Nebenschilddrüsen entfernt und eine halbe gut durchblutete Nebenschilddrüse belassen. Dies kommt bei familiär gehäuft auftretendem primären Hyperparathyreoidismus häufig vor.

Alternativ können auch alle vier vergrößerten Nebenschilddrüsen entfernt und kleine Nebenschilddrüsengewebspartikel wieder reimplantiert werden.

Endokrine Chirurgie bei Nebenschilddrüsenkarzinom

Die bösartige Veränderung eines Nebenschilddrüsenadenoms wird meist erst in der feingeweblichen Untersuchung des Nebenschilddrüsengewebes festgestellt. In der endokrinen Chirurgie ist ein Adenom verdächtig, wenn es sich bei der Operation schlecht aus seiner Umgebung herauslösen lässt.

Eine ausgedehnte Operation muss beim dringenden Verdacht auf und beim Nachweis von einem bösartigen Tumors durchgeführt werden. Das heißt, dass auch kleinste Tumorreste entfernt werden müssen, damit die Geschwulst nicht wiederkommt.

Die gleichseitige Schilddrüse wird komplett entfernt. Eingeschlossen ist auch das Lymphgewebe an den Blutgefäßscheiden sowie den Lymphknoten, die von Tumorgewebe befallen sind.

Nachsorge von Nebenschilddrüsenoperationen

Nach Entfernung überfunktionierender Nebenschilddrüse(n) sind die Knochen hohe Kalziumkonzentrationen im Blut gewöhnt. Nach dem Eingriff kann es zu einem vorübergehenden Abfall der Kalziumkonzentration unter den Normbereich kommen.

Dies kann durch regelmäßige Einnahme von Kalziumbrausetabletten, eventuell in Kombination mit Vitamin D, behandelt werden. Der erreichte Kalziumspiegel sollte jedoch den unteren Normbereich nicht übersteigen. Damit können die Nebenschilddrüsen zum einen ihre Funktion wieder aufnehmen und zum anderen kann eine Ausbildung von kalziumhaltigen Nierensteinen oder eine Nierenverkalkung verhindert werden.

Endokrine Chirurgie: Nebennierenoperationen

Operation der Nebennierenrindentumoren

Bei den Nebennierenrindentumoren, die ein Cushing-Syndrom oder ein Conn-Syndrom verursachen, besteht die Therapie in der chirurgischen Entfernung des Tumors oder der gesamten Nebenniere (sogenannte Adrenalektomie).

Dieser Eingriff wird in der Mehrzahl der Fälle in der Schlüssellochtechnik (minimal-invasiver-laparoskopischer Technik) durchgeführt.

Das adrenokortikale Karzinom, ein bösartiger Tumor der Nebennierenrinde, muss ebenfalls mittels endokriner Chirurgie entfernt werden. Zusätzlich bedarf es medikamentöser und chemotherapeutischer Strategien.

Anatomie der Niere
Anatomie der Niere © bilderzwerg | AdobeStock

Das Standardverfahren bei Nebennierentumoren, die kleiner als 6 cm sind und keinen Anhaltspunkt für Bösartigkeit zeigen, ist die laparoskopische Adrenalektomie, bzw. die laparoskopische Entfernung des erkrankten Nebennierenanteils.

Dafür werden in der rechten oder linken Flanke über drei etwa 2-3 cm große Schnitte die Instrumente eingeführt.

Operation der Nebennierenmarktumoren

Das Phäochromozytom wird ebenfalls mittels endokriner Chirurgie behandelt. Bei einer Größe bis ca. 6 cm kann diese Operation in Schlüssellochtechnik geplant werden.

Bei größeren Tumoren besteht ein gewisses Risiko der Bösartigkeit. Daher sollte in diesen Fällen eine konventionelle Operation über einen Flanken- oder Bauchschnitt erfolgen, damit keine Tumoranteile verschleppt werden.

Vor der Operation des Phäochromozytoms werden Betroffene mit einem speziellen Medikament behandelt. Es hebt die Wirkungen des Adrenalins und Noradrenalins an den Gefäßen auf kann damit Zwischenfälle während der OP verhindern.

Bei Phäochromozytomen und bösartigen Nebennierentumoren sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen notwendig.

Endokrine Chirurgie: Bauchspeicheldrüsenoperationen

Ablauf einer Pankreasoperation

Vor der OP sollte eine weitgehende Verbesserung eventuell bestehender Vorerkrankungen anderer Organe angestrebt werden. Die Aktivität der Bauchspeicheldrüse wird vor der Operation mit Medikamenten verringert.

Am Vortag der Operation erfolgt eine vollständige Stuhlentleerung des Darmes. Zur Vermeidung von belastenden größeren Operationen wird in den meisten Fällen zu Beginn des Eingriffs eine sogenannte diagnostische Laparaskopie durchgeführt. Dabei wird die Bauchspeicheldrüse mit einem speziellen Ultraschallgerät untersucht.

Wenn dabei eine vollständige Entfernung des Tumors möglich erscheint, wird die Operation über einen normalen Bauchschnitt fortgesetzt, im anderen Fall beendet.

Prinzipiell besteht bei vielen Tumoren der Bauchspeicheldrüse nur dann eine Heilungschance, wenn der komplette Tumor entfernt werden kann. Dazu müssen oft auch benachbarte Organe wie etwa der Zwölffingerdarm oder der Gallengang mit entfernt werden. 

Risiken und Komplikationen sowie Nachbehandlung einer Pankreasoperation

Bei der Pankreasoperation bestehen die allgemeinen Risiken und Komplikationen, die mit allen operativen Eingriffen einhergehen. Zusätzlich ist nach der Pankreasoperation auf eine Entzündung der Restbauchspeicheldrüse zu achten.

Die feingewebliche Untersuchung des während der Operation entnommenen Pankreasgewebes dauert etwa eine Woche. Anhand deren Ergebnisse wird festgelegt, ob eine weitere medikamentöse Behandlung der Erkrankung erforderlich ist, um die Aussicht auf eine dauerhafte Heilung zu erhöhen.

Endokrine Chirurgie: Operationen neuroendokriner Tumore

An erster Stelle der Behandlung der gastrointestinalen neuroendokrinen Tumoren steht die endokrine Chirurgie.

Auch sehr große oder metastasierte Tumoren werden operiert, um

  • die Tumorlast zu verringern (debulking) und
  • Komplikationen, die durch das Einwachsen des Primärtumors verursacht werden können (z.B. Darmverschluss oder –blutung) zu verhindern.

Abhängig ist dies von der Lokalisation des Tumors sowie des Stadiums.

Zudem besteht die Möglichkeit, die Symptome, die aus der Hormonproduktion des Tumors resultieren, mit Medikamenten zu lindern. Ebenso findet eine Kombination aus Chemotherapeutika ihre Anwendung.

Die Bestrahlung von neuroendokrinen Tumoren hingegen ist keine therapeutische Möglichkeit.

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