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Chirurgische Warzenentfernung - Medizinische Experten

Sie sind eher harmlos, können immer wieder kommen und sehen sehr unschön aus: Warzen. Die chirurgische Warzenentfernung ist nicht unbedingt die gängigste Methode, um die ansteckende Warze zu beseitigen. Doch kann dies eine Methode sein, die wirksam ist. Denn der Schönheitsmakel lässt sich nicht immer gut bekämpfen.

Übersicht

Chirurgische Warzenentfernung - Weitere Informationen

Die chirurgische Entfernung von Warzen

Es gibt diverse Möglichkeiten, eine Warze zu entfernen. Ob eine Warze chirurgisch entfernt werden kann, hängt von der Art der Warze ab. Ob die chirurgische Warzenentfernung für Sie infrage kommt oder eine andere Therapie geeigneter ist, können Sie ausführlich mit Ihrem Hautarzt (Dermatologe) besprechen.

Vorab ist allgemein zu beachten:

  • Die chirurgische Entfernung der Warze ist leider keine risikofreie Behandlung, zum Beispiel können Narben zurückbleiben. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass die Warze nicht mehr auftaucht. Haben Sie Pech, werden Sie nach einigen Wochen die Warze an einer ähnlichen Stelle wiederfinden.
  • Die chirurgische Entfernung einer Warze kann laut Experten fast jeder durchführen lassen. Wichtig ist jedoch, dass rund um das Operationsgebiet keine Entzündungen oder infektiösen Hautveränderungen bestehen. Der Hautarzt wird Sie darüber allerdings gründlich aufklären.
  • Die Krankenkasse übernimmt die chirurgische Entfernung einer Warze nur, wenn die Gefahr besteht, dass es sich um eine entartete Warze handeln könnte. Handelt es sich um einen kosmetischen Eingriff, werden die gesetzlichen Krankenkassen die chirurgische Entfernung einer Warze nicht übernehmen.

Vorbereitung der chirurgischen Warzenentfernung

Es gibt Warzen, die außen liegen, die vorab mit einem sogenannten Virostatika behandelt werden. Dies ist ein Mittel, das die Virenverbreitung hemmt. Diese Mittel werden oft bei Genitalwarzen angewandt. Die chirurgische Entfernung der Warze kann so optimiert werden.

Vor der eigentlichen Entfernung der Warze wird die betroffene Hautregion lokal betäubt, manchmal ist auch eine Vollnarkose sinnvoll. Sie werden von dem Eingriff nichts merken, außer dass Sie einen kleinen Einstich der Betäubungsnadel wahrnehmen.

Durchführung der chirurgischen Warzenentfernung

Wenn die chirurgische Entfernung die geeignete Therapie Ihrer Warze ist, kann diese in kurzer Zeit durch die Behandlung verschwinden. Der Eingriff dauert in etwa zehn bis zwanzig Minuten, je nachdem wie groß die Warze ist, auch nur ein paar Minuten.

Meist reicht es, wenn der Chirurg die Warze mit dem scharfen Löffel (Kürette) ausschabt. Statt einem scharfen Löffel kann auch als weitere Operationsmethode der Laser zum Einsatz kommen. Als medizinisches Instrument wird der Chirurg das Laserskalpell nutzen. Damit wird die Warze herausgeschnitten. Das Skalpell ersetzt den scharfen Löffel. Allerdings kann es auch bei der Laserbehandlung zu Schmerzen nach der Entfernung kommen, ebenso wie zu einer Narbenbildung.

Es gibt als chirurgische Entfernung einer Warze noch den sogenannten Farbstofflaser. Dieser Laser kann die Blutgefäße nach und nach austrocknen. Allerdings ist dies eine sehr langwierige Methode. Sie müssen mit einer Behandlungsdauer von circa zwei Wochen rechnen. Wobei Sie in diesen zwei Wochen mehrere Sitzungen über sich ergehen lassen müssen. Leider ist diese Lasermethode schmerzhaft. Der Patient nimmt einen Reiz der Verbrennung wahr. Allerdings ist bei dieser Methode die Rückfallquote nicht sehr hoch. Erfahrungsgemäß ist der Farbstofflaser für die Fußsohlenwarzen nicht geeignet.

Um den restlichen Viren an den Kragen zu gehen, wird nach der eigentlichen Operation auch oft eine Elektrokoagulation durchgeführt. Es werden mit Strom nicht nur die restlichen Viren vernichtet, sondern es können auch kleinere blutende Gefäße mittels Strom sofort gestillt werden. Auch Gewebe, das hervorsteht und gutartig ist, kann gut abgetragen werden. Die Warze wird sozusagen verschmort. An den Füßen wird diese Methode eher nicht genutzt, weil es zu einer schmerzhaften Narbenbildung kommen kann.

Nach der chirurgischen Warzenentfernung wird die Wunde mit einigen Stichen vernäht. In einigen Fällen wird eine sogenannte Drainage in die Wunde gelegt, damit keine Infektion entsteht und die Wundheilung so schneller erfolgt. Durch die Drainage können Körperflüssigkeiten, die zu viel und krankhaft sind, abgesaugt werden. Nachdem der Verband angelegt wurde, können Sie in der Regel die Hautarztpraxis verlassen.

Wann die chirurgische Entfernung angewandt wird

Versagen die anderen Methoden, wie beispielsweise das Vereisen der Warze (Kryotherapie), folgt meist die chirurgische Entfernung. Leider gibt es auch bei dieser Methode keine Garantie dafür, dass die Warze nie wieder kommt. Die chirurgische Entfernung einer Warze wird von Hautärzten nicht häufig verwendet, weil der Eingriff nicht angenehm ist und der Erfolg ist leider nicht immer von Dauer. Doch wann können Warzen mit einem chirurgischen Eingriff entfernt werden?

  • Herkömmliche Warzen, wie beispielsweise die Dornwarzen, werden durch eine chirurgische Entfernung oft behandelt, weil diese meist sehr schmerzhaft unter dem Fuß sind. In diesem Fall ist eine schnelle Heilung sinnvoll.
  • Eine chirurgische Entfernung gibt es häufig bei der Warze Condylomata acuminata. Sie werden diese Warzen eher unter dem Begriff Genital-, Feucht- oder Feigwarzen kennen. Die Warze entsteht durch die sexuelle Übertragung. Damit müssen Sie auf jeden Fall schnellstens zum Arzt, weil diese Warze entarten und Krebs auslösen kann. Die chirurgische Entfernung dieser Warze ist eher mit Erfolg gekrönt, ebenso hat die Operation weniger Nebenwirkungen.
  • Eine chirurgische Entfernung einer Warze erfolgt auch häufig bei den Pinselwarzen. Diese treten meist im Gesicht (Lippen, Mund, Augen) auf. Die chirurgische Entfernung ist natürlich mit Risiken verbunden, doch können erfahrene Chirurgen sehr präzise das Warzengewebe abtragen.
  • Besonders bei der Warze im Genital- oder Analbereich kann die chirurgische Entfernung zum Einsatz kommen, ebenso wie bei der Warze in der Gebärmutter, der Harnröhre oder der Scheide.

Die chirurgische Entfernung der Warze und die Komplikationen

Fast bei jeder Methode zur Warzenentfernung können Beschwerden und Schmerzen auftreten. Die chirurgische Entfernung birgt die Gefahr, dass Infektionen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen entstehen. Die Narbe kann sich auch entzünden. Allergische Reaktionen durch das Narkose- oder Betäubungsmittel können ebenso auftreten, wie Blutergüsse. Ebenso birgt die chirurgische Entfernung die Gefahr, dass die Viren verbreitet werden. So können entweder an derselben Stelle oder in der Umgebung eine weitere Warze oder sogar mehrere Warzen wieder entstehen.

Je nachdem, an welcher Stelle die Warze entfernt wurde, können Sie auch funktionelle Beeinträchtigungen bekommen:

  • Die chirurgische Entfernung einer Warze am Auge kann durchaus die Sehfähigkeit beeinträchtigen, wenn diese nicht präzise durchgeführt wird.
  • Erfolgt eine chirurgische Entfernung einer Warze am Fuß, birgt dies einige Risiken. Zum einen kommt es darauf an, wie tief die Narbe ist. Zum anderen müssen Sie in der Regel mit etwa zwei Wochen Arbeitspause rechnen, wenn Sie einen Beruf haben, indem Sie viel laufen müssen. Der Fuß braucht Ruhe, damit sich auch die Selbstheilungskräfte entfalten können. Treten Sie hingegen häufig auf und schonen den Fuß nicht, können Infektionen auftreten.

Der Operateur bemüht sich immer, dass der Eingriff gute kosmetische Resultate erzielt. Doch ist es durchaus möglich, dass durch eine schlechte Narbenheilung die Narbe nicht verblasst. Besonders im Gesicht sieht dies unschön aus. Im besten Fall verblasst die Narbe aber nach einigen Wochen. Es kann auch sein, dass Sie gar keine Narbe mehr erkennen können.

Wann zum Arzt nach einer chirurgischen Warzenentfernung?

Treten starke Schmerzen oder Nachblutungen auf, sollten Sie direkt den Arzt aufsuchen. Das sollten Sie ebenfalls tun, wenn Sie Fieber bekommen. Die chirurgische Entfernung einer Warze birgt die Gefahr, dass eine Entzündung auftritt, die Fieber verursacht. Gehen Sie immer zum Arzt, wenn Sie sich unsicher sind. Vielleicht lassen sich auch Fragen am Telefon klären.

Die chirurgische Entfernung einer Warze und die Nachbehandlung

Die chirurgische Entfernung einer Warze bedarf immer einer Nachbehandlung. Die Wunde muss des Öfteren vom Operateur kontrolliert werden, und natürlich muss auch der Verband gewechselt werden. Ebenfalls müssen nach ein paar Tagen (10 bis 12 Tage) die Fäden wieder gezogen werden. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen hierzu genaue Anweisungen nach dem Eingriff geben.

Die Dauer der Behandlung nach der Entfernung der Warze ist immer abhängig von dem Operationsverlauf:

  • Wie lange wurde operiert?
  • Wie groß ist die Wunde?
  • Wo befindet sich die Wunde?
  • Ist die Warze oberflächlich?

In der Regel dauert die Heilung in etwa eine Woche. Dornwarzen benötigen meist eine längere Heilungsdauer. Die chirurgische Entfernung einer Warze am Fuß kann Sie zu einer Bewegungspause zwingen. Sie müssen mit etwa zwei Wochen Pause rechnen. Das Pflaster werden Sie jedoch meist mehrere Wochen tragen müssen

Tipps für die Zeit nach der chirurgischen Warzenentfernung

Die chirurgische Entfernung einer Warze birgt in der Regel keine großen Komplikationen, wenn Sie einige Dinge beachten:

  • Achten Sie darauf, dass Sie die Wunde nicht aufkratzen.
  • Gehen Sie auch nicht auf die Sonnenbank oder in die Sauna, weil dies zu Infektionen führen kann.
  • Vermeiden Sie Verunreinigungen, damit keine Bakterien in die Wunde gelangen. Ansonsten kann es zu Entzündungen kommen.
  • Sie sollten besonders darauf achten, dass Sie grundsätzlich keine Feuchtigkeit an die Wunde herankommen lassen.
  • Rauchen nach einer Operation verlangsamt die Wundheilung und ist nicht empfehlenswert.
  • Achten Sie insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung und pflegen Sie Ihr Immunsystem.

So beugen Sie Warzen vor

Neben dem Aufbau des Immunsystems gibt es mittlerweile einen HPV-Impfstoff gegen die Viren der Feigwarzen. Gegen andere Warzenviren gibt es noch keinen Impfschutz. Sie können aber das Risiko der Ansteckung mindern, indem Sie sich einfache hygienische Regeln zu Hilfe holen. Dazu gehört das mehrmalige Händewaschen am Tag mit Seife. Sind Sie in Saunen oder Schwimmbädern unterwegs, sollten Sie nicht barfuß laufen.

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