Augenbrauen, die dem einen Gesicht mürrischen Ausdruck verleihen, können Betroffene schwer belasten. Das Augenbrauenlifting ist eine Methode aus der plastisch-ästhetischen Chirurgie und kann das Gesicht um Jahre jünger wirken lassen. Der Brauenlift verändert die Augenpartie deutlich ist mit und ohne Schönheitsoperation möglich.

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Augenbrauenlifting - Weitere Informationen

Was ist ein Augenbrauenlifting?

Herabsinkende Augenbrauen, Tränensäcke und schlaffe Lider lassen ein Gesicht älter wirken als es eigentlich ist. Werden diese Merkmale als Makel empfunden, ist das Augenbrauenlifting eine ausgezeichnete Möglichkeit, das Gesicht zu verjüngen und ihm mehr Spannkraft zu verleihen. Es kann mit einer Straffungs-OP von Lidern oder Stirn kombiniert werden. Für ein Augenbrauenlifting ohne OP werden Hyaluronsäure oder Botox gespritzt. Das Ergebnis dieser Methoden hält jedoch maximal ein halbes Jahr und muss danach erneuert werden. Auch lässt sich die Augenbraue nicht so fein modulieren wie bei einer kleinen OP.

Welche Vorteile hat ein Augenbrauenlifting?

Asymmetrische Brauen sind häufig genetisch bedingt, doch infolge des natürlichen Alterungsprozesses verändert sich die Form der Augenbrauen ebenfalls. Wenn erkennbare Unterschiede zwischen der rechten und linken Gesichtshälfte entstehen, fühlen sich Betroffene schnell unattraktiv. Das kann sich negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken. Ein Augenbrauenlifting bringt viele ästhetische Vorteile und stärkt das Selbstbewusstsein. Es handelt sich um eine kleine, minimal-invasiv Operation. Der endoskopische Eingriff kann unter lokaler Betäubung, im Dämmerschlaf oder bei Vollnarkose stattfinden. Er wird mit versteckter Schnittführung gemacht, so dass nur eine winzige Narbe entsteht, die direkt unter der Braue liegt und nicht sichtbar ist. Augenbrauenlifting erzeugt einen offenen Blick und kann damit den gesamten Gesichtsausdruck verändern. Die Brauen erhalten einen ästhetischen Schwung und das Gesicht wirkt jünger und freundlicher.

Augenbrauenlifting früher und heute

Die Operationsmethoden der ästhetischen Chirurgie haben sich im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Früher war noch ein großer Schnitt entlang des Haaransatzes quer über die Stirn erforderlich, heute nutzt man minimal-invasives, endoskopisches Augenbrauenlifting. Der Hautschnitt ist mit etwa einem Zentimeter gerade groß genug, um das Endoskop einführen zu können. Er liegt hinter den Haarlinien. Nur das geschulte Auge kann ihn erkennen. Beim direkten Augenbrauenlifting wird ein kleiner Schnitt direkt über der Braue (alternativ in einer Stirnfalte) gemacht und die Augenbraue angehoben. Zwar lässt sich die Form der Augenbrauen gut bestimmen, doch sind die Narben nicht gänzlich unsichtbar.

Techniken beim Augenbrauenlift

Augenbrauenlifting meint üblicherweise das operative Anheben der Brauen. Der ästhetischen Chirurgie stehen heute mehrere Möglichkeiten zur Straffung von Augenbrauen, Lidern und Stirn zur Verfügung. Mit vergleichsweise wenig Aufwand können bemerkenswerte Erfolge erzielt werden. Gleichzeitig lässt sich der Schwungbogen korrigieren. Welche Form die Augenbrauen haben soll, ist letztendlich Geschmackssache. Frauen lieben schön geschwungene, eher hochstehende Brauen, Männer bevorzugen markante, relativ gerade Brauen. Die angewandte Technik hängt vom Ist-Zustand Augenbraue und vom gewünschten Endergebnis ab.

Üblich sind drei Techniken, die jeweils einen anderen Effekt erzielen:

  • Klassisches Lifting: Bei der klassischen Variante entfernt der Chirurg am oberen Rand der Braue einen kleinen Hautstreifen. Verbleibende Ränder vernäht er ohne Spannung. Sind die Brauen dicht, wird die Narbe komplett von den Haaren verdeckt. Sind die Brauen dünn, verlegt der Operateur die Narbe in den Bereich des Haupthaares. Auf Wunsch führt er gleichzeitig einen Schläfenlift durch, der die Brauen anhebt und Krähenfüße abmildert.
  • Augenbrauenlifting mit Stirnlifting: Beim Augenbrauenlifting mit Stirnlifting kann das obere Gesichtsdrittel deutlich harmonisiert werden. Diese Operationstechnik geht vom behaarten Kopfansatz aus und ist bei tiefen Stirnfalten ideal. Auch hier ist die Narbe sehr dezent und in den Kopfhaaren versteckt.
  • Augenbrauenlifting mit Fadenlift: Hierbei wird die Braue mit einem sich selbst auflösenden Faden mit kleinen Widerhaken leicht angehoben. Ihre Form kann so ebenfalls verändert werden. Der Eingriff ist eine dezente Korrektur ohne Narbe und wird gerne mit einer Oberlidstraffung kombiniert. Das Fadenlifting hält drei bis fünf Jahre.

Vorbereitung auf das Augenbrauenlifting

Das Lifting kann aus medizinischen oder kosmetischen Gründen durchgeführt werden. Schon kleine Veränderungen in der Augenpartie können den gesamten Gesichtsausdruck stark verändern. Deshalb muss dieser Eingriff, auch wenn er relativ harmlos ist, gut überlegt werden. Der Operateur gibt genaue Anweisungen zur Vorbereitung. Wie bei anderen Operationen auch handelt es sich um Verhaltensregeln bezüglich Ernährung, Rauchen und Absetzen bestimmter Medikamente. Das Befolgen dieser Regeln entscheidet über den reibungslosen Operationsablauf. Blutverdünnende Medikamente müssen, in Absprache mit dem Hausarzt, einige Wochen vor dem Lifting abgesetzt werden.

Was geschieht nach der OP?

Die Naht wird mit einigen Pflasterstreifen abgedeckt. Ein größerer Verband ist überflüssig. Patienten dürfen die Klinik nach dem Eingriff sofort verlassen. Stirn und Brauen können sich noch etwas taub anfühlen. Damit Schwellungen schneller zurückgehen, müssen die betroffenen Hautpartien in den ersten drei Tagen häufig gekühlt werden. Idealerweise liegen Patienten in der nächsten Zeit mit erhöhtem Oberkörper im Bett. Sport ist zwei bis drei Wochen lang untersagt. Die Pflaster werden nach ungefähr einer Woche entfernt. Jetzt darf die Haut in diesem Bereich auch nass werden. Die operierte Stelle darf eine weitere Woche nicht mit Kosmetik in Berührung kommen. Blutergüsse können noch zwei Wochen sichtbar sein.

Wieviel kostet ein Augenbrauenlifting?

Die Kosten einer solchen Schönheitsoperation trägt der Patient selbst. Er muss mit Kosten zwischen 1.200 und 1.900 € rechnen. Eine Übernahme durch die Krankenkassen erfolgt nur bei medizinisch notwendigen Eingriffen. Eine medizinische Indikation ist erst dann gegeben, wenn der Patient seinen Alltag ohne die Operation nicht mehr bewältigen kann. Am Beispiel Augenbrauenlift könnten starke psychische Beeinträchtigungen eine Kostenübernahme begründen. Nach Antragstellung wird die Situation vom medizinischen Dienst der Krankenkassen begutachtet.