Beckenboden - Spezialisten mit langjähriger Erfahrung finden

Leiden Sie unter einer Beckenbodenschwäche und müssen sich einer korrigierenden Operation im Beckenbodenbereich unterziehen? Suchen Sie nach einem medizinischen Experten für den Fachbereich der Beckenboden OP in Deutschland? Hier finden Sie eine Liste von hochqulifizierten Spezialisten auf dem Gebiet der Beckenboden Operationen, die nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt wurden. Die Experten freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme.


Medizinischer LektorDr. rer. nat. Marcus Mau

Dieser Artikel wurde nach den Vorgaben aktueller medizinischer Fachliteratur, Leitlinien und wissenschaftlichen Standards verfasst und sorgfältig von Medizinern geprüft.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Beckenboden - Weitere Informationen

Welche Spezialisten arbeiten in Beckenbodenzentren?

Inkontinenz ist noch immer eines der großen Tabuthemen der Gesellschaft. Dabei leiden immer mehr Menschen darunter, denn die Bevölkerung wird immer älter. Zu einer umfassenden Inkontinenzbehandlung gehört neben der eigentlichen Therapie auch eine Beratung in einem interdisziplinären Team aus Urogynäkologen, Urologen, Koloproktologen und Neurologen. Hinzu kommen Physiotherapeuten und Ernährungs- sowie Sexualberater. Nach diesen Vorgaben arbeitende Kontinenzzentren erkennen Sie an der Zertifizierung, z. B. durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V.

Bei der Inkontinenz werden in erster Linie zwei Formen unterschieden, die Stuhl- und die Harninkontinenz. In einigen Fällen ist die Inkontinenz Folge eines operativen Eingriffes, z. B. zur Therapie eines Prostatakarzinoms oder Darmkrebs oder ähnliches, in anderen Fällen tritt sie natürlicherseits infolge einer Beckenbodenschwäche oder Schließmuskelschwäche zutage.

Therapiemöglichkeiten in einem Beckenbodenzentrum

Je nach Schweregrad wird am Beckenbodenzentrum zuerst einmal versucht werden, konservativ zu therapieren unter Einsatz von Physiotherapie und Ernährungsmedizin. Aber auch operative Behandlungen werden in einem interdisziplinär ausgerichteten Beckenbodenzentrum angeboten. Wenn immer möglich bedienen sich Experten für die Inkontinenzbehandlung dabei stets der minimal-invasiven Operationstechniken.

Ein besonderer Schwerpunkt jedes zertifizierten Beckenbodenzentrums ist zudem die ausführliche Kontinenzberatung der Patienten. Im Rahmen der Sprechstunden werden Therapiemöglichkeiten inklusive Operationsindikationen und Abläufe danach mit den Patienten gemeinsam besprochen und darüber entschieden. Erst, wenn alle Fragen seitens der Patienten geklärt sind, wird gegebenenfalls ein OP-Termin vereinbart.

Es ist durchaus üblich, um eine gewisse Vertrauensbasis zu schaffen, dass der Spezialist des Beckenbodenzentrums, der die Beratung durchgeführt hat, die jeweiligen Patienten ebenso durch die Operation begleitet.

Die Nachkontrolle erfolgt in der Regel im ambulanten Setting, etwa zwei bis drei Monate nach dem erfolgten Eingriff. In dem anschließenden Therapiegespräch erhalten Patienten wiederum Gelegenheit, über ihr „Gefühl“ das Operationsergebnis betreffend zu sprechen. In einigen Fällen werden weitere Folgetherapien notwendig sein. Die Nachkontrolle sollte in allen zertifizierten Kontinenzzentren angeboten werden, denn sie stellen ein wichtiges Mittel der Qualitätssicherung dar.

Wichtig ist auch, dass das Beckenbodenzentrum Erfahrungen mit der Versorgung von Rezidiven hat. Das bedeutet, dass sich die Fachärzte dort mit wiederauftretenden Symptomen einer Harn- oder Stuhlinkontinenz auskennen und Folgeoperationen mit hohem Erfolgsfaktor durchführen können.

Was müssen Spezialisten eines Beckenbodenzentrums können?

Erkrankungen des Beckenbodens sowie Beckenbodenschwäche und Inkontinenz betreffen viele Fachdisziplinen der Medizin, beginnend von der Gynäkologie, über die Urologie bis hin zur Proktologie. Daneben gehören auch Ernährungsmediziner, Neurologen, Chirurgen und Physiotherapeuten zu einem interdisziplinären Beckenboden-Team.

Durch eine von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft ins Leben gerufene Zertifizierung wird garantiert, dass speziell ausgewiesene Beckenbodenzentren und Inkontinenzberatungsstellen den hohen wissenschaftlichen Anforderungen an dieses multidisziplinäre Aufgabenfeld genügen. Die Zertifizierung ist demnach als ein Beitrag zur Qualitätssicherung in der Patientenversorgung im Bereich Harn- und Stuhlinkontinenz zu verstehen. Patienten werden hier in ihrer Individualität erkannt und es wird nur mit ihnen gemeinsam eine Therapieentscheidung getroffen und umgesetzt.

Gleichzeitig stellt das Siegel sicher, dass die Spezialisten am Beckenbodenzentrum über die ausreichende Qualifikation, Erfahrung und wissenschaftliche Expertise verfügen, um die für eine hochwertige Behandlung nötigen Voraussetzungen zu garantieren.

Innerhalb eines Beckenboden- und Inkontinenzzentrums wird das Thema Inkontinenz aus dem Tabubereich gehoben und adäquat von einem multidisziplinären Team bearbeitet, um für Patienten die in deren Situation bestmögliche Lebensqualität zu erreichen oder zu erhalten.

Quellen

  • Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.

Behandlungsschwerpunkte