Tubuläre Brust - Medizinische Experten

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Tubuläre Brust - Weitere Informationen

Brüste sind das Sinnbild der Weiblichkeit. Für Frauen hat die Brust in emotionaler Hinsicht deshalb besondere Bedeutung. Die Brüste stehen nach einer Geburt nicht nur sinnbildlich für die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Auch den eigenen Sexappeal machen viele Frauen an den Brüsten fest. Brustfehlbildungen wie die tubuläre Brust (auch Schlauchbrust oder Rüsselbrust) empfinden Betroffene aus diesen Gründen oft als Belastung.

Bei der tubulären Brustdeformität sind die unteren Brustanteile unterentwickelt. Übergroße Warzenhöfe, knotig verdickte Brustdrüsen und vorgefallenes Drüsengewebe im Warzenhofbereich sind häufige Begleitsymptome. Obwohl viele Brustfehlbildungen kein gesundheitliches Risiko darstellen, ebnen sie oft psychischen Erkrankungen den Weg. Zur Prävention solcher Folgen lassen sich deformierte Brüste durch operative Eingriffe an die physiologisch vorgesehene Form annähern.

Definition: Was ist eine tubuläre Brust (Rüsselbrust, Schlauchbrust)?

Tubuläre Brustdeformitäten manifestieren sich in den meisten Fällen erstmals in der Pubertät. Die Brüste der Betroffenen weichen von der physiologischen Form ab. Auffällig wird die Deformität durch einen unterentwickelten Brustquadranten im unteren Bereich. Im Verlauf der Pubertät sackt der obere Brustbereich nach unten. Die Gesamtgestalt der Brüste wirkt dadurch schlauch- oder rüsselförmig. Seitenunterschiede sind die Regel. Nach vorne gerichtetes Brustdrüsengewebe und auffällig große Brustwarzen runden das Erscheinungsbild ab.

Unter der Kleidung tritt die Deformität mit knotig verdickten Gewebeanteilen in Erscheinung. Der obere Brustgewebeanteil entwickelt sich in den meisten Fällen normal. Ärzte unterscheiden im Hinblick auf die Rüsselbrust vier verschiedene Ausprägungen.

  • Grad I: Bei durchschnittlicher Brustgröße ist nur ein einziger Quadrant im Bereich des unteren Brustgewebes unterentwickelt.
  • Grad II manifestiert sich in Form von Unterentwicklungen aller unteren Quadranten mit Unterbrustfalte und verhältnismäßig kleinen Brüsten.
  • Grad III: Die Unterentwicklung des unteren Brustgewebes ist mit einer Brustverkleinerung und Fehlentwicklungen der Haut vergesellschaftet, sodass die Brustwarzen nach unten weisen.
  • Grad IV der tubulären Brust ist durch Unterentwicklungen bis in die oberen Quadranten charakterisiert und kann in die gänzliche Nichtanlage von Brustgewebe übergehen.

Nicht alle Patientinnen leiden seit der Pubertät mit klar sichtbaren Folgen an der tubulären Brust. In Einzelfällen tritt die Deformität auch erst in oder nach einer Schwangerschaft in Erscheinung.

Brustvergrößerung
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Ursachen: Tubuläre Brustdeformitäten liegen an den Genen

Ursache für die Schlauchbrust sind die Gene. In diesem Fall ist die schlauchartige Form des Brustgewebes angeboren und entsteht als Anlage in der Embryonalphase. Die oberen Anteile der Brust wachsen bei Betroffenen während dieser Phase mehr als die unteren. Fehlausbildungen der Drüsengänge entstehen. Anstatt in ihr Umfeld einzuwachsen, bleiben die Gänge hinter den Warzenvorhöfen liegen und verlängern sich nicht weiter.

In Erscheinung tritt die angeborene Fehlanlage in den meisten Fällen erst, wenn die Brust in der Pubertät zur Reifung gelangt. Gerade in dieser sensiblen Phase wirkt sich die Deformität auf die Psyche der Betroffenen aus. Mit der Größenzunahme der Brust kann der Warzenhof das Gewicht des Drüsenkörpers nicht mehr halten. Aus diesem Grund fällt die Brust durch die Bindegewebsstrukturen hindurch nach vorne über. Das typischerweise schlauchartige Erscheinungsbild entsteht.

Falls die Brüste der Betroffenen während der Pubertät nur unbedeutend an Gewicht zunehmen, manifestiert sich die Schlauchbrust trotz der angeborenen Fehlanlage erst später. Der Zeitpunkt der Manifestation kann in diesem Fall zum Beispiel während oder nach einer Schwangerschaft erreicht sein. Viele Patientinnen erleben Probleme beim Stillen und werden erst dadurch auf die Fehlbildung aufmerksam.

Behandlung: Rüsselbrüste erfordern nicht zwingend eine Operation

Konservative Methoden zur Behandlung von tubulären Brüsten gibt es nicht. Wegen der genetischen Basis sind Pflegeprodukte oder Kräftigungsübungen keine Behandlungsoption.

Optisch lässt sich die Form tubulärer Brüste über Stütz- und Push-up-Büstenhalter kaschieren. Geringfügige Ausprägungen der Deformität müssen so nicht gleich zu psychischen Folgebeschwerden führen. Nichtsdestotrotz ergibt eine plastische Operation bei psychischen Beschwerden Sinn, um die Form der Brust zu korrigieren.

Sobald sich Patientinnen nicht mehr ohne Scham zum Sport oder Schwimmen trauen, sind operative Korrekturen für sie eine Erleichterung. Dasselbe gilt für Betroffene, deren Sexleben unter der Deformität leidet.

Die Wahl der Korrekturmöglichkeit hängt vom Schweregrad ab. Bei starker Ausprägungen reicht ein Eingriff allein oft nicht aus. Rekonstruktive Maßnahmen aus kombinierten Verfahren kommen bei schweren Deformitäten zum Einsatz. Bei geringem Schweregrad verbessern schon Brustvergrößerungen das Gesamterscheinungsbild. Zur Wahl stehen in diesem Kontext Silikonimplantate und Eigenfett. Falls das Drüsengewebe von der Deformität stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, erfolgt zusätzlich zur Brustvergrößerung eine Drüsenkorrektur. Plastische Chirurgen korrigieren bei der Operation außerdem die Brustwarzenvorhöfe oder führen Bruststraffungen durch.

Die Kosten für eine Brustvergrößerung liegen je nach Material und Operationsverfahren zwischen 4500 und 7000 Euro. Korrigiert der Arzt zusätzlich die Drüsen und Warzenhöfe oder strafft die Haut, so bewegen sich die Preise in höherem Bereich. Krankenkassen übernehmen die Operationskosten bei gravierenden Rüsselbrustanomalien mit nachweislichen Belastungen der Psyche. In allen anderen Fällen ist die plastische Operation eine Selbstzahlerleistung.


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