H2-Atemtest - Medizinische Experten

Beim H2-Atemtest handelt es sich um ein einfach durchführbares und schmerzloses diagnostisches Verfahren, bei dem die Ausatemluft des Patienten analysiert wird. Der H2-Atemtest ist der am weitesten verbreitete Test zur Diagnose einer Laktoseintoleranz. Aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie die Fruktoseintoleranz sowie bakterielle Fehlbesiedelungen des Dünndarms können mithilfe eines H2-Atemtests diagnostiziert werden.

Weitere Informationen zum H2-Atemtest finden Sie im Text weiter unten.

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H2-Atemtest - Weitere Informationen

Definition: Was ist ein H2-Atemtest?

Der H2-Atemtest – auch Wasserstoffatemtest genannt – ist ein schmerzloses und wenig belastendes diagnostisches Verfahren, das der Feststellung und Beurteilung verschiedener Syndrome des Magen-Darm-Traktes dient. So werden mit einem H2-Atemtest vor allem Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) oder die Fruktoseintoleranz (Fruchtzuckerunverträglichkeit) nachgewiesen und beurteilt.

Bei einem H2-Atemtest wird vor und nach der Gabe einer speziellen Testlösung, die entweder Laktose oder Fruktose, gegebenenfalls auch die Zucker Glukose, Laktulose oder Saccharose enthält, die Wasserstoff-Konzentration in der Ausatemluft des Patienten gemessen. Der H2-Atemtest basiert dabei auf der Tatsache, dass Bakterien im Darm Wasserstoff bilden, sofern die Testlösung nicht richtig im Darm verdaut und verstoffwechselt wird. Der Wasserstoff gelangt dann zunächst ins Blut und wird schließlich über die Lunge ausgeatmet.

Wann kommt ein H2-Atemtest zum Einsatz?

Der H2-Atemtest kommt meist zum Einsatz, wenn es gilt, Syndrome und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zu diagnostizieren und zu beurteilen. So können mit einem H2-Atemtest unter anderem Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie die relativ häufig vorkommende Laktoseintoleranz oder die Fuktoseintoleranz sowie eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms diagnostiziert werden. Zu den Beschwerden, die mithilfe eines H2-Attemtests abgeklärt werden können, gehören unter anderem:

  • chronischer Durchfall
  • chronische oder wiederkehrende Bauchschmerzen
  • uncharakteristisch Beschwerden im Bauchraum wie Blähungen oder Übelkeit

Was ist vor der Durchführung eines H2-Atemtests zu beachten?

Für die Durchführung eines H2-Atemtests muss der Patient nüchtern sein. Er sollte also etwa 24 Stunden vor dem H2-Atemtest nichts schweres bzw. etwa12 Stunden vorher gar nichts mehr essen, keine alkoholischen Getränke konsumieren und nur noch Leitungswasser bzw. kohlensäurefreies Wasser trinken. Außerdem darf der Patient in den 12 Stunden vor dem H2-Atemtest nicht rauchen und seine Zähne nur mit Wasser, d.h. ohne Zahnpasta und Mundspülung, putzen. In den letzten 4 Wochen vor dem H2-Atemtest sollte der Patient zudem keine Antibiotika eingenommen oder eine Darmspiegelung gehabt haben.

Wie wird ein H2-Atemtest durchgeführt?

Beim H2-Atemtest trinkt der Patient auf nüchternen Magen eine bestimmte Menge einer speziellen Testlösung, die – je nachdem, was getestet werden soll – entweder Laktose (ca. 50 Gramm), Fruktose (ca. 25 Gramm), Glukose (ca. 80 Gramm) oder andere Zucker enthält. Anschließend muss der Patient in definierten Zeitabständen – etwa alle 10 bis 15 Minuten – in ein spezielles Messgerät pusten, das die Wasserstoff-Konzentration in seiner Atemluft misst. Ergänzend kann während des H2-Atemtests in bestimmten Zeitabständen der Blutzucker gemessen werden. Zudem wird während des gesamten H2-Atemtests darauf geachtet, ob der Patient Symptome wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen oder Durchfall aufweist. Der H2-Atemtest dauerst insgesamt etwa 2 bis 4 Stunden.

Welche Werte werden bei einem H2-Atemtest gemessen und wie werden sie beurteilt?

Bei einem H2-Atemtest wird die Wassterstoff-Konzentration in der Ausatmeluft gemessen, und zwar in der Einheit parts per milliion (ppm). Vor dem Trinken der Testlösung sollte der Wert bereits einmal gemessen werden und unter 20ppm liegen. Steigt der Wert nach dem Trinken der Testlösung auf über 20ppm liegt ein aussagekräftiges Ergebnis vor, das beispielsweise die Diagnose einer Laktoseintoleranz ermöglicht.