Herzrasen - Medizinische Experten

Wenn der Arzt das Wort „Tachykardie“ in den Mund nimmt, ist gewöhnlich von Herzrasen die Rede. Herzrasen kann viele Ursachen haben. Ein schneller Puls ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, jedoch sollten Sie wiederkehrende Symptome ärztlich abklären lassen.

Weitere Informationen zum Herzrasen finden Sie im Text weiter unten.

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Herzrasen - Weitere Informationen

Herzrasen ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Sobald wir uns körperlich betätigen oder über irgendetwas aufregen, schlägt unser Herz schneller als sonst. 60 bis 80 Herzschläge pro Minute (Ruhezustand) sind bei einem gesunden Menschen normal. Wenn wir schlafen oder uns ausruhen, kann der Puls sogar noch niedriger sein. Sobald wir allerdings körperlich aktiv sind, schlägt unser Herz etwas schneller (100 bis 120 Schläge pro Minute), um sich den äußeren Gegebenheiten anzupassen. Ist der Puls allerdings dauerhaft erhöht, können ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken.

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EKG bei Vorhofflimmern mit Tachykardie; Von Kalumet, selbst erstellt - Kalumet, selbst erstellt, CC BY-SA 3.0, Link

Herzrasen: Was ist Tachykardie eigentlich?

Herzrasen ist keinesfalls lebensbedrohlich. Plötzliches Herzrasen deutet jedoch auf ein gesundheitliches Problem hin. Sobald das Herz rast, spricht der Mediziner von einer Tachykardie. Die Ursachen einer Tachykardie sind vielfältig. Herzrasen ist in jedem Fall unangenehm, auch wenn das Phänomen nach kurzer Zeit wieder verschwindet.

Nicht nur ältere Menschen leiden unter Herzrasen – auch kämpfen junge Menschen mit diesen Symptomen. Wenn die Beschwerden sich allerdings mit

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Luftnot
  • Bewusstlosigkeit
  • einem Druckgefühl im Brustbereich

paaren, kann eine Tachykardie lebensbedrohlich sein.

Typische Symptome einer Tachykardie

Herzrasen äußert sich mit schnellen Herzschlägen, die Patienten als äußerst unangenehm empfinden. Sobald das Herz rast, verspüren die Betroffenen eine innere Unruhe. 100 Schläge sind in diesem Fall keine Seltenheit. Das Herz hat in erster Linie die Aufgabe, unseren Körper und die Organe mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Ist der Herzschlag gestört, können wir ohnmächtig werden.

Tachykardie ist ein Phänomen, das auf eine Störung des Herzens hindeutet. Diese Störung muss nicht immer krankhaft sein. Herzrasen wird größtenteils durch Anstrengung, Aufregung oder Stress verursacht. Dabei treten die Symptome entweder nach einer körperlichen Belastung oder in Ruhe auf. Häufig ist das klopfende Gefühl in der Brust nach wenigen Sekunden wieder verschwunden. Sobald die Begleitsymptome (Schwindel, Übelkeit) sich verschlimmern, kann allerdings eine Krankheit dahinterstecken.

Wann ist Herzrasen lebensbedrohlich?

Gewöhnlich handelt es sich um stressbedingte Symptome, die Ihre Gesundheit jedoch kaum beeinflussen. Sobald die Symptome jedoch länger anhalten oder häufiger auftreten, stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter. Ab einer Herzfrequenz von 100 Schlägen pro Minute sprechen Ärzte von einer Tachykardie. Oftmals nehmen Betroffene die Symptome gar nicht als Herzrasen wahr. Vielmehr verspüren sie ein Herzstolpern oder einen unregelmäßigen Herzschlag, der allerdings keine Beschwerden verursacht.

Eine plötzliche Brustenge, Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit deuten jedoch auf ernst zu nehmende Herzprobleme hin, die Sie fachlich abklären lassen sollten. Herzrasen verläuft schlimmstenfalls tödlich, wenn Sie sich nicht untersuchen lassen. Herzinfarkte gelten in Deutschland immer noch als häufigste Todesursache. Immerhin geht jeder vierte Todesfall auf ein krankes Herz zurück. Menschen in Großstädten sind diesbezüglich am häufigsten betroffen.

Ursachen von Herzrasen: Was steckt dahinter?

Die Ursachen einer Tachykardie sind äußerst vielfältig. Herzrasen ist vielfach eine Folge von Stress, Aufregung oder Angst. Allerdings kann das klopfende Gefühl in der Brust auch dann auftreten, wenn Sie Alkohol, schwarzen Tee oder Kaffee trinken. Sobald Sie die Muntermacher vor dem Zubettgehen einnehmen, treten die Beschwerden nicht selten in der Nacht auf (nächtliches Herzrasen). Ebenso ist Herzrasen nach dem Essen möglich. Vor allem dann, wenn Sie besonders üppig und fettreich gegessen haben. Auch kommen

als Ursachen infrage.

Mediziner bezeichnen den unregelmäßigen oder schnellen Herzschlag als Vorhofflimmern. Von einem Herzinfarkt ist die Rede, wenn die Herzkranzgefäße verstopft sind.

Häufigste Ursachen einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) sind:

Plötzliches Herzrasen: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Ihr Herz rast, legen Sie sich am besten hin. Atmen Sie ruhig durch und bitten Sie einen Angehörigen um Hilfe. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Notarzt rufen, sobald die Beschwerden sich verschlimmern. Schnelles Handeln ist bei einem akuten Herzinfarkt besonders wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.

Welche Untersuchungen sind bei Herzrasen notwendig?

Sobald die Tachykardie über einen längeren Zeitraum anhält, sollten Sie zur Abklärung der Ursachen einen Arzt aufsuchen, vor allem dann, wenn Brustschmerzen oder Ohnmachtsanfälle als Begleiterscheinungen hinzukommen. Der Arzt wird Sie zunächst gründlich befragen (Anamnese), um die Ursachen einzugrenzen. Besonders wichtig sind die Häufigkeit, der Beginn und Verlauf der Symptome. Des Weiteren müssen Sie angeben, ob die Beschwerden sich in der letzten Zeit verschlimmert haben. Um die genaue Ursache einer Tachykardie festzustellen, führen Mediziner mehrere Untersuchungen durch.

Hierzu gehören:

  • die Messung von Puls und Blutdruck
  • Abhören des Herzens mit dem Stethoskop
  • Untersuchung der Schilddrüse
  • Blutuntersuchungen (Bestimmung der Elektrolyt- und Schilddrüsenwerte)
  • EKG (Messung der Herzströme)
  • Belastungs-EKG und Langzeit-EKG
  • Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens)
  • Röntgenuntersuchung des Brustkorbes
  • Angiographie (Untersuchung des Herzens mit einem Herzkatheter

Therapien & vorbeugende Maßnahmen

Je nach Beschwerden wird der behandelnde Arzt die Tachykardie mit bestimmten Medikamenten behandeln. Bei schwerwiegenden und chronischen Problemen kann der Einsatz eines Herzschrittmachers angezeigt sein.

Generell empfiehlt sich eine Änderung der Lebensweise. Herzprobleme werden meistens durch Übergewicht oder eine ungesunde Ernährung verursacht, weshalb Sie Nikotin, Alkohol, Kaffee, fett- und zuckerhaltige Speisen meiden sollten. Greifen Sie lieber auf frisches Obst und Gemüse, Fisch oder gesunde Öle zurück. Leinöl, Tomaten, Haferflocken, Avocados, Sojabohnen, Lachs (Omega-3-Fettsäuren), Blaubeeren, Spinat, Nüsse und Linsen gehören diesbezüglich zu den besten Lebensmitteln, weil sie gesunde Fette, Antioxidantien und Ballaststoffe enthalten.

Fazit

Herzrasen ist ein Phänomen, das viele Menschen kennen. Gewöhnlich führen Stress, Übergewicht, Schilddrüsenerkrankungen und Genussgifte zu Herzrasen, jedoch kann ein schneller Herzschlag auch andere Ursachen haben. Da eine Tachykardie auch tödlich sein kann, sollten Betroffene die Symptome von einem Arzt abklären lassen.