01.01.1970
Leading Medicine Guide Redaktion
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Definition: Was ist eine Kniearthroskopie?

Die Arthroskopie des Knies zählt zu den sogenannten minimal-invasiven Operationsverfahren. Das bedeutet, dass das Verfahren über zwei kleine Hautschnitte erfolgt. Der Arzt führt dabei kleinste Instrumente in das Knie ein. Diese Schlüssellochtechnik hat gleich mehrere Vorteile: Einerseits entstehen keine sichtbaren Narben und auch eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Zudem erfolgt die Heilung deutlich schneller. Die Einstichstellen sind bereits nach wenigen Tagen verheilt. Damit ist die Kniearthroskopie ein schonendes Verfahren, das die früher übliche offene Knieoperation mittlerweile abgelöst hat.

Wann und warum kommt eine Kniearthroskopie zum Einsatz?

Die Kniearthroskopie erfolgt mit einem sogenannten Arthroskop. Hierbei handelt es sich um einen dünnen und beweglichen Schlauch, an den eine Kamera angebracht ist. Mit Hilfe des Arthroskops kann der Arzt sich das Knie von innen ansehen und Knorpel, Gelenke, Muskeln und Sehnen betrachten. Während der Arthroskopie am Kniegelenk kommt noch ein zweiter Schlauch zum Einsatz. Durch ihn kann der Arzt kleinste Instrumente in das Knie einführen. Folgende Eingriffe sind mit diesen Instrumenten möglich:

  • Abtragen
  • Nähen
  • Fräsen
  • Absaugen
  • Glätten

Während des Eingriffs wird das Kniegelenk zudem mit einer sterilen Kochsalzlösung gespült. Das hat den Vorteil, dass Gewebeteile und Blut sofort abtransportiert werden. Orthopäden setzen die Kniearthroskopie erfolgreich bei folgenden Erkrankungen des Knies ein:

Bei einer stark ausgeprägten Kniearthrose hingegen wird der Eingriff nicht vorgenommen. Allerdings kann die Methode zum Einsatz kommen, um eine beginnende Arthrose im Knie zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

Die Arthroskopie hat also diverse Einsatzzwecke: Sie kann dazu dienen, Schäden im Inneren des Knies zu erkennen. Auch für kleine Eingriffe im Knie kommt die Behandlung erfolgreich zum Einsatz.

Wie läuft eine Arthroskopie am Knie ab?

Mediziner bezeichnen die Kniearthroskopie auch als Kniespiegelung. Wann diese eingesetzt zum Einsatz kommt, haben Sie in den vorherigen Abschnitten bereits erfahren. Wie aber läuft die Operation genau ab?

Der Arzt führt das Arthroskop direkt in die Gelenkhöhle des Knies ein. Das Arthroskop ist nicht nur mit Absaug- und Spülsystemen, sondern auch mit einer Kamera ausgestattet. Je nachdem, bei welchen Beschwerden die Arthroskopie zum Einsatz kommt, kann der Operateur dann das Knie von innen betrachten oder mit Hilfe feinster Instrumente diverse Operationstechniken ausführen.

Das Kamerabild wird auf einen Monitor übertragen, auf dem der Arzt Knochen und Knorpel im Detail betrachten kann. Nun kann er entscheiden, ob gleich weitere Eingriffe erfolgen. Dann wird ein weiterer Hautschnitt durchgeführt, durch den die erforderlichen Instrumente eingeführt werden. Es ist zum Beispiel möglich, mit Hilfe von Tasthaken die Festigkeit von Knorpeln und Bändern zu überprüfen. Ein Riss des Meniskus hingegen kann mit einer kleinen Schere oder Fräse leicht beseitigt werden.

Vor dem Eingriff wird der zu behandelnde Bereich enthaart und desinfiziert. Je nach allgemeinem Gesundheitszustand des Patienten erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie. Letztgenannte Variante hat den Vorteil, dass der Patient nicht schläft und die Risiken einer Vollnarkose nicht gegeben sind. Bevor der Operateur das Arthroskop in das Knie eingeführt, wird eine sogenannte Blutsperre angelegt. Sie soll bewirken, dass das zu operierende Gebiet weitestgehend blutleer ist und deutlich weniger Blutungen auftreten.

Nachdem der Eingriff beendet ist und das Arthroskop herausgezogen wurde, führt der Arzt Drainageschläuche in die Wunde ein. So kann das Blut besser abfließen. Die sehr kleinen Einschnitte werden miteinander vernäht und es wird ein Verband aufgelegt. Die Fäden können bereits nach wenigen Tagen gezogen werden.

Vor der Kniearthroskopie wird der Arzt vermutlich bereits einige andere bildgebende Verfahren wie ein MRT oder ein CT des Knies durchgeführt haben. So weiß er bereits in etwa, was ihn während der Arthroskopie erwartet.

Wie sieht die Nachsorge nach einer Kniearthroskopie aus?

Wie Sie sich nach der Operation verhalten müssen, hängt vor allem davon ab, ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgt. Auch wenn der Eingriff stationär erfolgt, empfehlen die meisten Ärzte einen etwa dreitägigen Aufenthalt im Krankenhaus nach dem Eingriff. Das ist zumindest so lange, bis die Drainagen entfernt werden.

Direkt nach dem Eingriff sollte das Bein natürlich geschont werden. Schon bald nach der Operation kann aber mit der Physiotherapie begonnen werden. Sie hat zum Ziel, die volle Funktion des Knies wieder herzustellen. Etwa vier bis sechs Wochen nach der Kniearthroskopie ist das Bein wieder komplett belastbar – deutlich schneller also als bei der früher üblichen Knieoperation.

Eine Krankschreibung nach der Kniearthrose erfolgt meist für vier bis sechs Wochen. Deren Dauer ist natürlich davon abhängig, in welchem Beruf der Patient arbeitet und wie stark er das Knie belasten muss.

Welche möglichen Komplikationen können bei einer Arthroskopie am Knie auftreten?

Die Kniearthroskopie gilt als ein sehr sicheres und schonendes Verfahren, bei dem kaum Nebenwirkungen zu erwarten sind. Die Gefahr, dass umliegende Nerven und Gefäße während des Eingriffs verletzt werden, ist sehr gering. Allgemeine Komplikationen wie

können auftreten.

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