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Schlauchmagen-Operation - Weitere Informationen

Der Schlauchmagen (oder Schlauchmagenbildung, Sleeve Gastrektomie) ist eine operative Therapieform, bei der das Magenvolumen von fettleibigen Menschen verkleinert wird. Der Chirurg entfernt den größten Teil des Magens, sodass nur ein schlauchförmiger Rest zurückbleibt. In der Regel wird das Magenvolumen auf 85 bis 150 ml reduziert. Dadurch kann der Patient nur noch wenig Nahrung zu sich nehmen und erfährt ein schnelles Sättigungsgefühl. Der verkleinerte Magen bildet außerdem deutlich weniger Hungerhormone, sodass sich der Appetit verringert.

Im Gegensatz zum Magenbypass wird der Verdauungstrakt beim Schlauchmagen nicht beeinflusst. Die Schlauchmagen-Operation ist eine weltweit anerkannte und äußerst effektive Methode zur Gewichtsreduzierung. Da die Anzahl übergewichtiger Menschen stetig zunimmt, wird die Methode immer häufiger angewendet.

Schlauchmagen
© bilderzwerg / Fotolia

Wann wird eine Schlauchmagen-Operation durchgeführt?

Die Schlauchmagenbildung erfolgt bei stark übergewichtigen Menschen, die an Fettleibigkeit (Adipositas) leiden und bereits mehrere erfolglose Abnehmversuche hinter sich haben. In der Regel legen Ärzte den Schlauchmagen ab einem Body Mass Index (BMI) von 40 oder höher. Bei Patienten mit zusätzlichen Erkrankungen wie Diabetes wird ein Schlauchmagen oft schon ab einem BMI von 35 gelegt. Für einen Schlauchmagen sollte der Patient mindestens 18 und höchstens 65 Jahre alt sein. Ein Schlauchmagen ist nicht geeignet für:
  • Patienten mit Refluxerkrankung mit starkem Säurerückfluss und Sodbrennen
  • Patienten, deren Übergewicht aus kalorienreicher, weicher Nahrung oder Flüssigkeiten (süße Getränke, Alkohol) resultiert

Wie läuft die Schlauchmagen-Technik genau ab?

Die Schlauchmagenbildung erfolgt unter Vollnarkose mithilfe einer minimal-invasiven Operationstechnik (Schlüssellochoperation), nach der nur kleine Narben zurückbleiben. Der Aufenthalt in der Klinik beträgt zwischen 5 und 7 Tage. Vor der Operation müssen einige Voruntersuchungen erfolgen. Dazu gehören beispielsweise eine Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und Zwölffingerdarms sowie Ultraschall von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.

Der operative Eingriff dauert ein bis zwei Stunden. Über kleine Löcher in der Bauchdecke führt der Chirurg die Operationsinstrumente in den Bauchraum ein und befüllt diesen mit Gas (Kohlendioxid). Dadurch ist im Bauchraum mehr Platz und der Chirurg hat eine bessere Sicht auf seinen Operationsbereich. Mit einem Klammernahtgerät (Stapler) entfernt der Arzt nun den größten Teil des Magens. Den verbleibenden schmalen Schlauchmagen von der Speiseröhre bis zum Zwölffingerdarm näht er zusammen.

Über eine Magensonde leitet der Arzt im Anschluss Farbstoff in den Magen, um die Abdichtung der Klammernaht zu überprüfen. Die Naht ist dicht, wenn kein Farbstoff austritt. Nach der Operation beträgt die Erholungszeit etwa zwei Wochen, bis der Patient wieder arbeiten darf. Schweres Heben sollte er nun für vier bis sechs Wochen vermeiden.

Welche Vorteile hat ein Schlauchmagen?

Die Schlauchmagen-Operation ist sehr wirkungsvoll: Innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Eingriff können Betroffene bereits 60 bis 70 Prozent ihres Übergewichtes abbauen. Langzeitstudien liegen jedoch noch nicht vor, da der Schlauchmagen eine junge Operationsmethode ist. Neben der hohen Wirksamkeit hat der Schlauchmagen weitere Vorteile:
  • kurzer und schonender Eingriff
  • Funktion des Magens bleibt intakt
  • Verschluss des Mageneingangs und -ausgangs bleibt bestehen
  • niedrigere Komplikationsrate im Vergleich zu anderen Eingriffen bei Fettleibigkeit (zum Beispiel Magenbypass)
Ein großer Vorteil des Schlauchmagens liegt darin, dass sich viele Begleiterkrankungen der Fettleibigkeit deutlich bessern. Solche Erkrankungen sind vor allem:

Welche Risiken und Nebenwirkungen birgt eine Schlauchmagen-Operation?

Neben den üblichen Risiken einer Vollnarkose kann es bei einer Schlauchmagen-Operation zu folgenden Komplikationen kommen:
  • Verletzungen von Blutgefäßen und dadurch Blutungen und Nachblutungen
  • Infektionen
  • Verletzungen anderer Organe
  • Verwachsungen von Organen im Bauch
  • Thrombosen und Embolien
  • Störungen der Wundheilung
  • Narbenbildung
  • undichte Nähte
  • gestörte Magen-Darm-Aktivität
Ein Schlauchmagen ist nicht umkehrbar. Es kann nach dem Eingriff vorübergehend zu Mangelernährungszuständen (Vitamin- und Mineralstoffmangel, Eiweißmangel) kommen. Durch eine entsprechende Ernährungsberatung können diese jedoch verhindert beziehungsweise behoben werden. Gelegentlich verschlechtert sich eine Refluxerkrankung, die bereits vor der Operation vorhanden war. Weiterhin kann es zum vermehrten Auftreten von Gallensteinen sowie zu Lebensmittelunverträglichkeiten kommen. Wenn der Patient nach dem Eingriff übermäßig isst, kann sich der Schlauchmagen erneut dehnen und vergrößern (Dilatation).

Was muss ein Patient mit einem Schlauchmagen beachten?

Innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Operation sollten Sie nur flüssige bzw. pürierte Nahrung zu sich nehmen. Der Schlauchmagen muss sich schrittweise an feste Nahrung gewöhnen. Nach einigen Wochen können Sie grundsätzlich wieder alle Lebensmittel essen, die Sie vertragen.

Ein Schlauchmagen ersetzt keine gesunde Lebensweise. Sie erzielen nur dann einen langfristigen Erfolg, wenn Sie sich dauerhaft gesund ernähren und regelmäßig bewegen. In vielen Fällen sind Multivitaminpräparate oder Vitamin- und Eiseninjektionen ratsam oder sogar notwendig. Für Menschen mit Schlauchmagen gelten die folgenden Empfehlungen:

  • Essen Sie täglich fünf bis sieben kleine Mahlzeiten.
  • Trennen Sie Essen und Trinken, um ein Freispülen des Schlauchmagens zu verhindern.
  • Essen Sie langsam und kauen Sie die Nahrung gut.
  • Stellen Sie Ihre Mahlzeiten ausgewogen zusammen.
Lebenslange Nachsorge und Ernährungsberatung sind notwendig, um nachhaltig Gewicht zu verlieren und Mangelzuständen vorzubeugen. Menschen mit Schlauchmagen müssen achtsam bei der Einnahme von Medikamenten sein, die den Magen reizen. Dazu zählen zum Beispiel Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen. Magenschonende Schmerzmittel sind Paracetamol oder Tramadol. Auch mit dem Genuss von Alkohol sollten Sie vorsichtig sein, denn die Wirkung des Alkohols ist durch den verkleinerten Magen deutlich erhöht. Für Patienten mit einem Schlauchmagen ist es nicht ratsam, Blut zu spenden, da es zu einem Eisenmangel kommen kann.

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