Migräne - Medizinische Experten

Immer mehr Menschen klagen über Kopfschmerzen. Gehen die Schmerzen mit Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit einher, spricht der Mediziner von Migräne. Neben Schlafstörungen und Genussmitteln können Hormonschwankungen für die Kopfschmerzen verantwortlich sein.

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Migräne - Weitere Informationen

Zahlreiche Menschen werden in regelmäßigen Abständen von extremen Kopfschmerzattacken heimgesucht, die ohne Schmerzmittel kaum auszuhalten sind. Menschen, die unter Migräne leiden, berichten von anfallartigen Kopfschmerzen, die sich kontinuierlich verschlimmern. Die genaue Ursache ist immer noch unklar, jedoch gehen Mediziner davon aus, dass Migräne durch

  • Lebens- und Genussmittel
  • Schlafstörungen
  • Temperaturveränderungen
  • Triggerpunkte (Muskelverhärtungen)

ausgelöst wird. Lange wurde Migräne als „Frauenleiden“ angesehen, jedoch gibt es auch immer mehr Männer und Kinder, die unter den pochenden und pulsierenden Kopfschmerzen leiden.

Als Migräne werden anfallartige, klopfende, pulsierende und periodisch wiederkehrende Kopfschmerzen bezeichnet, die in der Regel eine Kopfseite betreffen. Mittlerweile leiden rund zehn Prozent der Bevölkerung unter Migräne, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind als Männer. Selbst Kinder leiden heutzutage unter Migräne. Meistens werden die Symptome durch Bewegung, Licht und laute Geräusche verstärkt, weshalb Patienten sich in ruhigen, abgedunkelten Räumen am wohlsten fühlen.

Die Ursachen und Symptome sind vielfältig, weshalb Migräneanfälle nur schwer zu behandeln sind. Auffällig ist, dass immer mehr Kinder über starke Kopfschmerzen klagen, weshalb Stress zu den Hauptursachen zählt.

Migräne und ihre Ursachen

Über die Ursachen von Migräne wird immer noch viel diskutiert. Häufig leiden mehrere Familienmitglieder unter Migräne, weshalb viele Mediziner vermuten, dass die Kopfschmerzen nicht nur durch äußere Einflüsse, sondern auch durch genetische Faktoren verursacht werden.

Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Hormonschwankungen
  • Stress
  • Schlafmangel
  • Flüssigkeitsdefizit
  • Wetterfühligkeit
  • Unterzuckerung (bei Diäten oder unregelmäßigen Mahlzeiten)
  • Reizüberflutung (Lärm, grelles Licht)

Allerdings können die Kopfschmerzen auch durch Muskelverhärtungen (sogenannte Triggerpunkte), die bevorzugt in der Nacken- und Halsregion entstehen, ausgelöst werden. Auch begünstigen Nahrungs- und Genussmittel, insbesondere Rotwein, Käse, Nikotin, Schokolade, Bananen und Zitrusfrüchte, die Kopfschmerzattacken. Sie sorgen für eine vermehrte Ausschüttung des körpereigenen Botenstoffes Noradrenalin, der eine gefäßverengende Wirkung besitzt.

Ähnlich wirkt sich eine Funktionsstörung der Schilddrüse auf den Körper aus. Eine gesunde Schilddrüse produziert die Hormone T3 und T4, die den Stoffwechsel anregen. Ist der Hormonspiegel zu hoch oder zu niedrig, können

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Schweißausbrüche
  • Nervosität
  • Migräne

die Folge sein.

Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass eine Störung des Serotoninspiegels vorliegt. Serotonin ist ein Botenstoff, der auch als „Glückshormon“ bekannt ist. Serotonin hebt die Stimmung, daneben beeinflusst das Hormon sowohl unseren Schlafrhythmus als auch unsere Darmtätigkeit. Der Botenstoff wird in den roten Blutplättchen (Thrombozyten) gespeichert. Bei einer Migräneattacke kommt es im Körper zu einer Anhebung des Serotoninspiegels. Ganz besonders hoch ist die Serotoninkonzentration während der Menstruation, weshalb Frauen in dieser Zeit vermehrt über Kopfschmerzen klagen.

Migräne-Symptome – mit oder ohne Aura

Gewöhnlich wird eine Migräne in vier Phasen eingeteilt.

Phase 1 - Vorphase (Prodromalphase)

In dieser Phase klagen die Betroffenen häufig über Stimmungsschwankungen, eine erhöhte Reizbarkeit, häufiges Gähnen, Konzentrationsstörungen oder Appetitlosigkeit.

Phase 2 - Auraphase

Unter einer Migräne mit Aura leiden ungefähr 10 bis 30 Prozent der Patienten. Migräne mit Aura heißt, dass die Kopfschmerzen mit neurologischen Störungen (Sprachstörungen, Lichtblitze, Störungen der Farbwahrnehmung, Missempfindungen) einhergehen.

Phase 3 - Kopfschmerzphase

In dieser Phase leiden die Patienten unter massiven Kopfschmerzen, die langsam, aber stetig zunehmen. In der Regel treten die Kopfschmerzen, die von Schwindel, Übelkeit, Erbrechen sowie von einer erhöhten Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet werden, im Bereich der Schläfe oder der Stirn (meist einseitig) auf.

Phase 4 - Rückbildungsphase

In der sogenannten Rückbildungsphase nehmen die Symptome zwar langsam ab, jedoch fühlen Betroffene sich reizbar, müde und erschöpft. Es kommt zudem häufig vor, dass sie keinen Hunger verspüren.

Wie wird Migräne behandelt?

Wer häufig unter Migräne leidet, sollte in erster Linie versuchen, die schmerzauslösenden Faktoren zu beseitigen, um die Schmerzsymptome zu minimieren. Hierzu gehören Stress sowie der Genuss von Alkohol, Nikotin, Schokolade und Zitrusfrüchten.

Auch können Entspannungsübungen (Muskelrelaxation, Yoga) und Ausdauersport (Jogging, Nordic Walking) dabei helfen, die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken zu reduzieren. Bei Triggerpunkten im Nackenbereich können Massagen und Dehnungen sinnvoll sein.

Da die meisten Patienten in der akuten Phase besonders geräusch- und lichtempfindlich sind, sollten sie sich in einem abgedunkelten Raum aufhalten. Störende Geräusche (Radio, Fernseher) sind möglichst auszuschalten. Kalte Kompressen, die beispielsweise auf die Stirn oder in den Nacken gelegt werden, können bei der Schmerzreduzierung helfen.

Bei Kopfschmerzattacken haben Migräne-Medikamente, darunter NSAR (ASS, Ibuprofen) und Paracetamol, sich bewährt. Bei einer akuten Migräne kommen sogenannte Triptane zum Einsatz, die als Zäpfchen oder in Tablettenform verabreicht werden. Allerdings sind diese Medikamente für Schwangere sowie für Menschen mit Bluthochdruck nicht geeignet.

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