Kopfschmerzen - Medizinische Experten

Die meisten Menschen haben schon einmal über Kopfschmerzen geklagt. Mal dauern sie nur wenige Minuten, mal Stunden oder gar Tage. Auch heftige Schübe sind bei Kopfschmerzen möglich. Der Patient muss wissen: Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Er kann sich in verschiedenen Formen bemerkbar machen. Auch die Symptome sind nicht immer gleich.

Was man unter Kopfschmerzen versteht, welche Klassifizierungen es gibt, wie sich der Patient im Falle des Falles verhalten sollte und wie man Kopfschmerzen behandeln kann, erklärt der Text weiter unten.

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Kopfschmerzen - Weitere Informationen

Kopfschmerzen, deren medizinische Bezeichnung Cephalgie lautet, treten sehr häufig auf. Der Betroffene klagt hierbei über Schmerzen, die nahezu jede Region des Kopfes betreffen können. Es gibt Kopfschmerzen, die verstärkt an den Schläfen oder im Bereich der Augen auftreten. Allerdings gibt es auch Kopfschmerzen, die im oberen Bereich oder am Hinterkopf auftreten. Im Bereich des Kopfes gibt es schmerzempfindliche Organe wie beispielsweise Hirnnerven, Hirnhäute oder Blutgefäße im Gehirn, die bei Kopfschmerzen gereizt werden können und dem Betroffenen dann mal mehr, mal weniger starke Probleme bereiten können.

Was ist die Ursache von Kopfschmerzen?

Die Ursachen von Kopfschmerzen sind sehr verschieden und können vom Patienten selbst kaum von allein erkannt werden. So gibt es zum Beispiel stressbedingte Kopfschmerzen. Ist der Betroffene rastlos oder steht ständig unter Spannung - sowohl beruflich als auch privat - kann sich dieser Stress durchaus in Form von Kopfschmerzen äußern. Darüber hinaus gibt es auch Kopfschmerzen, deren Ursache in den Augen liegt. Wenn der Betroffene etwa lange Zeit vor einem PC-Bildschirm arbeitet, können sich Ermüdungserscheinungen der Augen durchaus auf den Kopf und dessen Nerven auswirken.

Eine weitere, typische Ursache von Kopfschmerzen sind Muskelverspannungen. Wenn beispielsweise die Nackenmuskulatur betroffen ist oder in diesem Bereich eine Blockade der Wirbel vorliegt, dann ist es nicht selten, dass sich diese Probleme in Kopfschmerzen äußern. Die mangelnde Blutversorgung oder komprimierte Nerven sind hierbei Gründe, die zu den Beschwerden führen können. Dehydrierung durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, das Einatmen bestimmter Dämpfe, Lärm, Hitze oder schlechte Luft können sich ebenfalls für Kopfschmerzen verantwortlich zeigen.

Bei Stress und Verspannungen handelt es sich um Ursachen, die der Patient relativ leicht in den Griff bekommen kann. Stressreduktion, Bewegung oder Physiotherapie - bei verspannten Muskeln oder Blockaden - können hier bereits zum Abklingen der Beschwerden führen. Allerdings können auch ernstere Probleme hinter Kopfschmerzen stecken. So können im schlimmsten Fall Tumorerkrankungen hinter häufigen Kopfschmerzen stecken. Aber auch starke Migräne geht oft mit heftigen Kopfschmerzen einher, wobei bei dieser Erkrankung auch noch andere Anzeichen auftreten.

Mögliche Ursachen von Kopfschmerzen:

  • Muskelverspannungen
  • Blockaden
  • Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Hitze
  • schlechte Luft
  • Lärm

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

So vielseitig die Kopfschmerzen und deren Ursachen, so unterschiedlich sind auch die Mittel, die gegen Kopfschmerzen helfen. Bei der Frage, was gegen dieses Leiden hilft, muss man natürlich auch berücksichtigen, was die Ursache ist. Handelt es sich zum Beispiel um Kopfschmerzen, die durch Verspannungen der Nacken- oder Rückenmuskulatur hervorgerufen werden, können spezielle Dehnübungen schnell Linderung bringen. Liegt es nahe, dass der Betroffene möglicherweise zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen hat, kann es helfen, ein Glas Wasser zu trinken und in der Folge auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Ruhepausen - vor allem dann, wenn Stress der Auslöser für Kopfschmerzen ist - können ebenfalls helfen. Kalte Umschläge für die Stirn oder aber auch Tiefenwärme sind Hausmittel, die helfen können.

In vielen Fällen greifen die Patienten allerdings auch zu Medikamenten wie Paracetamol. Viele Kopfschmerzpräparate sind in den Apotheken frei verkäuflich. Nach der Einnahme können die Beschwerden tatsächlich abklingen oder sogar ganz verschwinden. Der Patient sollte sich aber darüber bewusst sein, dass so lediglich die Symptome bekämpft werden, nicht aber die Ursachen. Sollten etwa Stress oder Verspannungen ursächlich sein, dann werden die Beschwerden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder auftreten. So entwickelt sich mitunter ein Teufelskreis, in dessen Rahmen es schnell zu einem erhöhten Bedarf an Schmerzmitteln kommen kann.

Wer es pflanzlich mag, der kann es mit ein paar Tropfen Pfefferminzöl versuchen, welches äußerlich angewendet wird. Kalte Umschläge und Pfefferminzöl zählen hierbei zu den klassischen Hausmitteln bei der Behandlung von Kopfschmerzen. Viele Betroffene schwören auch auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee. Durch den Genuss dieser Getränke kann tatsächlich eine Linderung eintreten, da die Blutgefäße erweitert werden. Allerdings sollte der Patient parallel dennoch auf eine gleichzeitige Flüssigkeitsaufnahme in Form von Wasser achten.

Mögliche Hilfsmittel bei Kopfschmerzen:

  • Lösung von Verspannungen und Blockaden
  • kalte Umschläge oder Tiefenwärme
  • Pfefferminzöl
  • Stressreduktion
  • Flüssigkeitsaufnahme
  • Medikamente

Was sind Clusterkopfschmerzen?

Clusterkopfschmerzen treten oft einseitig im Bereich um das Auge herum auf. Zudem kommen sie in Schüben, die bis zu mehrere Stunden anhalten können. Oft kommt es wenige Stunden nach dem Einschlafen, nach dem Aufstehen oder in der Mittagszeit zu diesen Clusterkopfschmerzen, die von vielen Patienten als stechend, bohrend und sogar brennend beschrieben werden.

Was den Clusterkopfschmerz von Migräneattacken unterscheidet: Während Migräne-Patienten oft die Ruhe suchen und sich ins Bett zurückziehen, stellt sich bei Clusterkopfschmerz-Patienten ein erhöhter Bewegungsdrang ein. Gleichwohl können sich aber auch Symptome, die bei einer Migräne auftreten, beim Clusterkopfschmerz bemerkbar machen. Hierzu zählen unter anderem Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Zudem kann es beim Clusterkopfschmerz zu einer laufenden Nase, zu einer geröteten Bindehaut des Auges oder zu einem hängenden Augenlied kommen.

Die Ursachen für Clusterkopfschmerzen sind nicht bekannt, jedoch gibt es so genannte "Trigger", die dieses Leiden auslösen können. Alkohol, bestimmte Formen von Licht oder aber auch Nahrungsmittel sind bei Patienten bereits als Trigger identifiziert worden. Vorbeugend können bestimmte Medikamente gegeben werden, in einem akuten Fall haben sich Inhalationen oder spezielle Nasensprays bewährt.

Ständig Kopfschmerzen - sollte ich zum Arzt?

Treten die Kopfschmerzen in regelmäßigen Abständen oder gar häufig auf, oder halten sie über einen Zeitraum von mehreren Tagen an, dann sollte auf jeden Fall der Gang zum Arzt erfolgen. Denn nur der Arzt kann sicher die Ursachen für die Kopfschmerzen finden. Er wird eine Reihe von Untersuchungen veranlassen, um eben jenen Ursachen auf die Schliche zu kommen. Nur dann, wenn die Ursache gefunden ist, kann auch eine optimale Therapie erfolgen, die langfristig Linderung verschafft. Wenn etwa eine schwerere Erkrankung zugrunde liegt, kann es sich als fatal erweisen, wenn der Patient den Gang zum Arzt scheut und sich bei länger anhaltenden Beschwerden selbst therapiert, etwa in Form von Schmerzmitteln.

Die Meinungen, ab wann Kopfschmerzen als chronisch gelten, gehen mitunter ein wenig auseinander. Sollte es jedoch an mindestens 15 Tagen im Monat oder drei Monate hintereinander zu Beschwerden - etwa zu Spannungskopfschmerzen - kommen, dann spricht man von chronischen Kopfschmerzen. Wichtig: Sollte tatsächlich ein chronischer Verlauf vorliegen, muss der Betroffene unbedingt zum Arzt!

Welche Medikamente gegen Kopfschmerzen gibt es?

Wie bereits erwähnt, sind viele Medikamente gegen Kopfschmerzen frei verkäuflich. Paracetamol ist ein Klassiker, das Gleiche gilt für Ibuprofen oder für Medikamente mit Acetylsalicylsäure. Die Mittel können sicherlich eine kurzfristige Linderung verschaffen. Liegen den Kopfschmerzen allerdings tiefere Ursachen zugrunde, dann werden die Mittel dauerhaft nicht helfen.

Welcher Arzt behandelt Kopfschmerzen?

In der Regel führt der erste Weg bei Beschwerden hier erst einmal zum Hausarzt. Er wird den Patienten genau nach dessen Beschwerden, der Stärke und der Häufigkeit fragen. Leichte Fälle können auch ohne Probleme gut von einem Hausarzt behandelt werden. Bei schwereren Fällen jedoch ist die Weiterbehandlung durch einen anderen Arzt erforderlich. Abhilfe könnten hier Schmerzspezialisten schaffen. Je nach Grunderkrankung oder auftretenden Symptomen kann auch die Überweisung an einen Neurologen angezeigt sein. Sollten den Kopfschmerzen Verspannungen im muskulären Bereich zugrunde liegen, dann werden diese oft durch einen Orthopäden oder aber auch durch einen Chiropraktiker festgestellt und behandelt.

Wie werden Kopfschmerzen vom Arzt behandelt?

Die Art und Weise der Behandlung hängt in erster Linie von den Beschwerden und möglichen Grunderkrankungen ab. Handelt es sich etwa um Spannungskopfschmerzen, deren Ursprung im Schulter-Nackenbereich liegt, dann wird der Arzt zunächst einmal die Verspannungen behandeln. Alternativ wird er den Patienten an einen Physiotherapeuten verweisen, der sich der Verspannungen und Blockaden annehmen kann. Natürlich kann der behandelnde Arzt auch Medikamente verschreiben. Sind die Schmerzen stark, stoßen frei verkäufliche Präparate schnell an ihre Grenzen. Hier hat der Arzt andere Möglichkeiten. Vor allem bei Migräneschüben oder bei Clusterkopfschmerzen helfen normale Mittel nur bedingt. Egal, um welche Art von Kopfschmerzen es sich handelt: Sollten die Schmerzen sehr stark sein, häufiger auftreten oder über einen längeren Zeitraum anhalten, so muss auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

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