Tränensäcke - Medizinische Experten

Unter einem Tränensack versteht man in der Regel eine sichtbare Erschlaffung des Bereichs unter den Augenlidern. Oftmals sind natürliche Alterungsprozesse dafür verantwortlich. Treten Tränensäcke bereits frühzeitig auf, so hängen diese meist mit schlechten Lebensgewohnheiten zusammen. Tränensäcke können auch erblich bedingt sein oder durch Krankheiten ausgelöst werden. Je nach Ursache ist ein chirurgischer Eingriff die einzige Möglichkeit die Tränensäcke loszuwerden.

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Tränensäcke - Weitere Informationen

Viele Menschen glauben, dass sich in den Tränensäcke Tränen anstauen. Doch das stimmt nicht. Die Ursachen der Tränensäcke sind so vielfältig wie deren Ausprägungen.

Was sind Tränensäcke?

Sowohl Erschlaffungen als auch Schwellungen des Bereichs unter den Augen können als Tränensäcke bezeichnet werden. Diese haben in der Regel jedoch unterschiedliche Ursachen. In den meisten Fällen ziehen sich Schwellungen vom Unterlid bis zum Jochbeinansatz. Darüber hinaus kann ebenfalls das Oberlid betroffen sein und zunehmend erschlaffen.

Tränensäcke treten darüber hinaus in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Besonders schwere Fälle von Tränensäcken weisen neben der Schwellung ebenfalls eine Hautumschlagsfalte auf. Diese entsteht in der Regel aufgrund der zunehmenden Erschlaffung der Haut. Die fortschreitende Schwächung des Bindegewebes führt dazu, dass das Unterlid immer weiter nach unten gezogen wird. Dadurch wird ebenfalls der rötliche, innere Lidrand immer deutlicher erkennbar.

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Wie entstehen Tränensäcke?

Zahlreiche unterschiedliche Krankheiten und Zustände können Symptome hervorrufen, die als Tränensäcke bekannt sind.

Bei temporären Tränensäcken am Morgen, die im Laufe des Tages wieder abklingen, handelt es sich meist um eine sogenannte morgendliche Unterlidschwellung. Diese chronische Erkrankung tritt in der Regel erst im hohen Alter auf. Ein geschwächtes Bindegewebe führt aufgrund des erhöhten hydrostatischen Drucks im liegenden Zustand zu einer zunehmenden Schwellung der Augenlider. Unter dem hydrostatischen Druck versteht man den Druck, den sowohl Wasser als auch Blut im Körper auf die umliegenden Zellen ausüben. Im liegenden Zustand ist dieser Druck im Bereich der Augen deutlich höher, da sich die Augen teilweise sogar unter der Körpermitte befinden.

Meist entwickeln sich Tränensäcke jedoch im Verlauf des natürlichen Alterungsprozesses. In diesen Fällen hängt das Auftreten der Symptome mit einer unvermeidbaren Schwächung des Bindegewebes im Alter zusammen. Zahlreiche Faktoren wie Schlafmangel, Drogenkonsum oder Stress können die Entstehung von Tränensäcken jedoch begünstigen.

Was kann man gegen Tränensäcke tun?

Es gibt zahlreiche wirksame Hausmittel, die eine deutliche Besserung der Symptome herbeiführen können. In der Regel werden Tränensäcke aufgrund zweier unterschiedlicher Symptome verursacht. Dabei handelt es sich einerseits um die Anschwellung und andererseits um eine Fettansammlung. Die Anschwellung kann mithilfe zahlreicher Hausmittel effektiv behandelt werden. Sollte jedoch zusätzlich eine Fettansammlung für das deutliche Erscheinungsbild der Tränensäcke verantwortlich sein, so ist ein operativer Eingriff notwendig.

Bei welchen Ärzten kann man Tränensäcke entfernen lassen?

Aktuell haben sich zahlreiche unterschiedliche Methoden zur Behandlung von Tränensäcken in der Medizin etabliert. Aus diesem Grund können unterschiedliche Spezialisten aufgesucht werden, um die eigenen Tränensäcke behandeln zu lassen. Die erste Anlaufstelle ist für viele Menschen der Hausarzt. In der Regel handelt es sich dabei um einen Allgemeinmediziner oder einen Internisten. Allgemeinmediziner raten meist zu den bereits genannten häuslichen Behandlungsmethoden.

Liegen den Tränensäcken jedoch schwerwiegende Erkrankungen zugrunde, müssen diese behandelt werden. Nachdem die den Tränensäcken zugrundeliegenden Erkrankungen behandelt wurden, verschwinden auch die Tränensäcke selbst. Häufig werden deshalb ebenfalls zahlreiche unterschiedliche Medikamente zur Behandlung der Tränensäcke eingesetzt. Neben Salben und Cremes wird ebenfalls Kortison häufig zur Behandlung der Tränensäcke und der diesen zugrundeliegenden Krankheiten eingesetzt. Letztlich können Tränensäcke ebenfalls bei einem Augen- oder Hautarzt behandelt werden.

Welche Verfahren zur Entfernung von Tränensäcken gibt es?

Wenn der Grund für die Tränensäcke in den anatomischen Verhältnissen zu finden ist, dann hilft nur eine Operation. Im Normalfall wird dieser Eingriff im Rahmen der plastischen Chirurgie durchgeführt, da es sich hierbei um eine rein ästhetische Behandlung handelt. Dabei werden die Tränensäcke vollständig entfernt und die Unterlider umfassend gestrafft. Während der Operation wird in der Regel eine Kurznarkose durchgeführt, da selbst kleinste Bewegungen die Arbeit des Chirurgen behindern können. Der Schnitt wird direkt unterhalb der Augenwimpern gesetzt und verläuft vom äußeren Augenwinkel nach innen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass dieser nach der Heilung nicht mehr sichtbar ist. Nach der Entfernung aller Fett- und Schwellkörper wird die Wunde mit einem feinen Faden vernäht, der nach spätestens zwei Tagen wieder gezogen werden kann.

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