Lidstraffung - Medizinische Experten

Eine Lidstraffung ist einer der häufigsten Eingriffe in der plastisch-ästhetischen Chirurgie. Um den Augen ein jüngeres und strahlenderes Aussehen zu verleihen, wird bei einer Lidstraffung mit dem Skalpell überschüssige Haut an den Ober- und Unterlidern, eingelagertes Fett und erschlafftes Muskelgewebe entfernt. Eine Lidstraffung wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt, dauert 1 bis 1,5 Stunden und kostet 1.500 Euro oder mehr.

Weitere Informationen zur Lidstraffung finden Sie im Text weiter unten.

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Lidstraffung - Weitere Informationen

Was ist eine Lidstraffung?

Eine Lidstraffung ist eine plastische Operation, die der Entfernung von Schlupflidern, den aus Fettgewebe bestehenden Tränensäcken, Augenfältchen, eingesunkenen Unterlidern oder erschlafften Augenlidern dient. Um ein gleichmäßiges und symmetrisches Ergebnis zu erzielen, werden die Lider vor der Lidstraffung zunächst exakt vermessen und die geplante Schnittführung mit einem Stift auf der Haut skizziert.

Anschließend entfernt der plastische Chirurg während der operativen Lidstraffung mit einem Skalpell überschüssige Haut an den Ober- und Unterlidern, eingelagertes Fett sowie erschlafftes Muskelgewebe. In der Regel wird dabei so viel überschüssige Haut entfernt, wie mit zwei Fingern gefasst werden kann. Das Ausmaß der Lidstraffung richtet sich also nach dem individuellen Zustand der Lider des Patienten. Durch die Entfernung der überschüssigen Haut ergibt sich die Straffung der Haut und Muskulatur von selbst.

Gründe für eine Lidstraffung

Durch den natürlichen Alterungsprozess oder auch durch eine familiäre Veranlagung können Augenfältchen, Tränensäcke und erschlaffte Augenlider entstehen, die zu einer unschönen Veränderung der Augenpartie und einer Beeinträchtigung der jugendlichen Erscheinung führen. Einer Lidstraffung liegen daher fast immer ästhetische Grunde zugrunde. So entscheiden sich die meisten Menschen für eine operative Lidstraffung, weil sie sich ein frischeres, jüngeres und strahlenderes Aussehen ihrer Augen wünschen. Im Extremfall können Veränderungen der Augenpartie aber auch krankhafte Gesichtsfeldeinschränkungen zur Folge haben, die eine Lidstraffung notwendig machen.

Ergebnis einer Lidstraffung

Nach einer Lidstraffung sind die Oberlider deutlich glatter, wodurch der Blick offener und die Augen strahlender wirken. Die Unterlider haben nach einer Lidstraffung im Ruhestand keine Falten mehr, beim Lächeln allerdings schon. In den natürlichen Lidfalten bleibt eine feine, dünne Linie zurück, die kaum auffällt. Eine Aufhellung oder Festigung von dunkler oder extrem dünner Haut an den Unterlidern ist bei einer Lidstraffung allerdings nicht möglich.

Vorbereitungen und Voruntersuchungen bei einer Lidstraffung

Um Schädigungen der Netzhaut und des Augenhintergrundes auszuschließen, ist vor der operativen Lidstraffung eine augenärztliche Untersuchung notwendig. Der Befund dieser Voruntersuchung muss der Klinik vor der Durchführung der Lidstraffung vorgelegt werden. In den zwei Wochen vor dem Operationstermin sollten keine Schlafmittel und blutgerinnungsverzögernden Schmerzmittel wie Aspirin eingenommen und kein Alkohol konsumiert werden.

Zur Vorbereitung auf die Zeit nach der Lidstraffung sollte sich der Patient Kompressen zwei bis drei weiche Kühlelemente oder eine Migränemaske besorgen. Zum Operationstermin sollte der Patient ungeschminkt und ausgeruht erscheinen und eine dunkle Sonnenbrille mitbringen.

Vorgehen bei einer Lidstraffung

Eine Lidstraffung wird meist ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Hierbei erhält der Patient zunächst eine Beruhigungsspritze gegen die Nervosität und Aufregung, die ihn in eine Art Halbschlaf versetzt. Die örtliche Betäubung erfolgt anschließend mit je vier winzigen, kaum spürbaren Einstichen an den vier Augenlidern. Unmittelbar nach der operativen Lidstraffung kann der Patient die Klinik dann wieder verlassen. Ängstliche Patienten können sich auch in Vollnarkose operieren lassen, was allerdings mit zusätzlichen Risiken verbunden ist.

Vor der eigentlichen Lidstraffung plant der plastische Chirurg zunächst die optimale Schnittführung für den Eingriff, indem er mit einem Stift eine exakte Skizze auf die Haut des Patienten aufzeichnet. Im Rahmen der Lidstraffung selbst werden die überschüssige Haut an den Ober- und Unterlidern, eingelagertes Fett sowie erschlafftes Muskelgewebe schließlich mit einem Skalpell in viel Feinarbeit entfernt. Zum Schluss werden die Hautschnitte mit fortlaufenden, extrem dünnen Fäden intrakutan vernäht. Die Dauer einer solchen operativen Lidstraffung beträgt ein bis anderthalb Stunden.

Nach der Lidstraffung

Unmittelbar nach der Lidstraffung treten in der Regel mehr oder weniger starke Schwellungen an den Augen auf, die aber innerhalb von 1 bis zwei Tagen wieder abklingen. Darüber hinaus kommt es zu Blutergüssen an den Augen, die sich in den Unterlidern absetzen und meist innerhalb von 7 Tagen wieder verschwinden.

Die Naht der Hautschnitte ist in der Regel bereits 8 Tage nach der Lidstraffung kaum noch sichtbar, da sie bei geöffneten Augen genau in den entstehenden Lidfalten liegt. Lediglich wenn der Hautschnitt über die äußere Begrenzung der Augenhöhle hinausgeht, können die zusätzlichen, etwa 1 bis 2 Zentimeter langen Narben noch ein paar Wochen lang gerötet sein. Aufgrund der Schwellungen kann die Lidspalte zudem nach der Lidstraffung noch einige Wochen etwas kleiner erscheinen.

Nachbehandlung nach einer Lidstraffung

In der ersten Woche nach der Lidstraffung sollten keine Cremes, Salben oder Make-up direkt auf die Augen und die frischen Narben aufgebracht werden. Um etwaige Blutergüsse zu kaschieren sollte stattdessen eine dunkle Sonnenbrille getragen werden.

Um die Schwellungen zu lindern und deren Abklingen nach der Lidstraffung zu beschleunigen, bietet es sich an, feuchte Kompressen, Eisbeutel oder Migränemasken etwa 1 bis 2 Tage lang so oft wie möglich auf die Augen zu legen. Mit einem feuchten Pad können Blutreste an der Naht vorsichtig entfernt werden. Die Fäden werden in der Regel fünf Tage nach der operativen Lidstraffung in der Klinik gezogen.

Mögliche Risiken und Komplikationen bei einer Lidstraffung

Zu den möglichen Komplikationen, die bei einer Lidstraffung auftreten können, gehören

  • Nachblutungen in den ersten zwei Tagen nach der Operation,
  • ein leichtes Abstehen des Unterlids,
  • vermehrtes Tränenträufeln,
  • eine überschießende Narbenbildung,
  • eine leichte Trockenheit der Augen sowie
  • in sehr seltenen Fällen Sehstörungen.

Abstehen des Unterlids nach einer Lidstraffung

Abhängig von der Ausdehnung des Blutergusses und der Narbenbildung kann das Unterlid nach einer Unterlidstraffung vorübergehend leicht abstehen und gleichzeitig ein vermehrtes Tränenträufeln auftreten. Diese Komplikationen treten vor allem bei älteren Patienten und Zweiteingriffen auf und können einen erneuten kleinen Eingriff notwendig machen, sofern sie sich nicht innerhalb von sechs Wochen von alleine wieder zurückbilden.

Narbenbildung und Trockenheit der Augen nach einer Lidstraffung

Besteht bei dem Patienten eine Veranlagung zu einer überschießenden Narbenbildung, so ist es möglich, dass die Linien der Hautschnitte einige Wochen lang etwas derb und gerötet sind. Dass die Augen nach der Lidstraffung leicht trocken sind, ist normal. Wenn aber stärkere Reizungen und Rötungen der Augen auftreten, sollte am besten ein Augenarzt aufgesucht werden.

Vorbeugung von Komplikationen bei einer Lidstraffung

Um mögliche Komplikationen bei einer Lidstraffung zu verhindern, sollte der Patient dem Chirurgen vor der Lidstraffung mitteilen, ob er unter Krankheiten oder Allergien, etwa gegen Medikamente oder Pflegemittel, leidet oder zu blauen Flecken und anhaltenden Blutungen nach leichten Verletzungen, die auf eine Blutgerinnungsstörung hinweisen, neigt.

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