Colitis ulcerosa Operation

DarmerkrankungenDie Colitis ulcerosa ist eine chronische und in der Regel in Schüben verlaufende Entzündung der Darmschleimhaut des Dickdarms. Sie ist typischerweise durch krampfartige Bauchschmerzen sowie blutigen und schleimigen Durchfall gekennzeichnet und tritt vor allem bei jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf. Die Ursachen für die Entstehung der Colitis ulcerosa sind nicht bekannt. Allerdings geht man davon aus, dass bei Colitis ulcerosa eine erbliche Veranlagung besteht. Daneben werden ein gestörtes Immunsystem, eine virale oder bakterielle Infektion, Ernährungs- sowie psychosomatische Faktoren diskutiert. Die Diagnose der Colitis ulcerosa erfolgt in der Regel durch Darmspiegelung; aber auch Röntgen-, Ultraschall- sowie Blut- und Stuhluntersuchungen kommen in der Diagnose zum Einsatz.

Treten Komplikationen auf, kann auch eine Colitis-ulcerosa-OP erforderlich werden, wobei die Indikation zur Colitis-ulcerosa-Operation eher frühzeitig gestellt wird. Eine Colitis-ulcerosa-OP wird beispielsweise durchgeführt, wenn ein Colitis-assoziiertes Karzinom, Krebsvorstufen, ein toxisches Megakolon oder eine Perforation vorliegen oder wenn die Erkrankung nicht auf eine medikamentöse Behandlung und eine Ernährungsumstellung anspricht. Bei der Colitis-ulcerosa-OP werden Teile des Dickdarms oder der gesamte Dickdarm sowie meist der Enddarm operativ entfernt (Kolektomie). Anschließend wird ein Pouch (Reservoir) geformt und der Dünndarm mit dem Analkanal verbunden. Ein dauerhafter künstlicher Darmausgang ist nicht notwendig. Da eine Colitis ulcerosa außerhalb des Dickdarms nicht vorkommt, kann die Erkrankung mit einer Kolektomie praktisch geheilt werden.

Themenübersicht dieses Artikels

Was ist eine Colitis ulcerosa und wie äußert sich die Erkrankung?

Colitis ulcerosa und Morbus CrohnColitis ulcerosa ist eine chronische und in der Regel in Schüben verlaufende Entzündung der Darmschleimhaut des Dickdarms. Wie der Morbus Crohn wird auch die Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gezählt. Während der Morbus Crohn meist im Dünndarm, aber auch im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten kann, kommt die Colitis ulcerosa nur im Dickdarm vor. Die Darmentzündung beginnt bei der Colitis ulcerosa meist im Mastdarm (Rektum) und dehnt sich dann häufig zunächst auf den linksseitigen, ggf. aber auch auf den gesamten Dickdarm aus. Ein Übergang auf den Dünndarm kommt nur sehr selten vor.

Colitis ulcerosa in Zahlen

Die Colitis ulcerosa zählt zu den am häufigsten vorkommenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen:

  • Von 100.000 Einwohnern leiden etwa 120 bis 200 an einer Colitis ulcerosa.
  • Pro 100.00 Einwohner erkranken jedes Jahr in Mitteleuropa etwa zwischen 5 und 10 Personen neu an einer Colitis ulcerosa.
  • Grundsätzlich kann die Erkrankung in jedem Alter auftreten. Allerdings sind junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 30 Jahren am häufigsten von der Colitis ulcerosa betroffen. Bei etwa 25 Prozent aller Betroffenen zeigen sich die ersten Symptome vor dem 20. Lebensjahr, vereinzelt sogar schon im Säuglingsalter.
  • Colitis ulcerosa tritt bei Frauen etwas häufiger auf als bei Männern.

Ursachen einer Colitis ulcerosa

Die Ursachen für die Entstehung der Colitis ulcerosa sind nicht bekannt. Allerdings geht man aufgrund der familiären Häufung der Erkrankung davon aus, dass bei Colitis ulcerosa eine erbliche Veranlagung besteht. Daneben werden Störungen des Immunsystems diskutiert, die zu pathologischen Wechselwirkungen mit der Darmschleimhaut und so zu den Entzündungen im Dickdarm führen. Als weitere Ursachen werden psychosomatische Faktoren (z. B. psychische Belastungen, Stress), Ernährungsfaktoren, aber auch Viren und Bakterien angenommen.

Spezialisten für Chronische Darmerkrankungen finden

Symptome einer Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa ist typischerweise durch krampfartige Bauchschmerzen im linken Unterbauch, in der Mitte des Unterbauchs oder in der Kreuzbeingegend gekennzeichnet. Häufig haben die Patienten Schmerzen vor oder unmittelbar nach dem Stuhlabgang. Des Weiteren zeichnet sich die Darmerkrankung durch blutigen und schleimigen, manchmal auch wässrigen Durchfall aus. Die Zahl der Durchfälle hängt unmittelbar davon ab, wie stark der Dickdarm von der Erkrankung befallen ist. So kann es bis zu 20-mal und in schweren Fällen sogar bis zu 30-mal am Tag zu Durchfall kommen.

In Abhängigkeit vom Schweregrad kann es zu weiteren Symptomen der Colitis ulcerosa kommen:

  • Abgeschlagenheit, körperliche Schwäche, Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit und Übelkeit
  • Blutarmut (Anämie)
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Zunahme der weißen Blutkörperchen (Leukozytose)

Verlauf einer Colitis ulcerosa

Die Erkrankung zeigt normalerweise einen chronischen und schubweisen Verlauf, kann aber auch eher konstant verlaufen. So lassen sich drei Formen unterscheiden:

  • Die chronisch-rezidivierende Colitis ulcerosa ist die häufigste Form, von der etwa 85 Prozent der Patienten betroffenen sind. Die Darmerkrankung verläuft schubweise mit Phasen ohne Krankheitszeichen, die bis zu mehrere Jahre andauern können, auf die aber immer wieder Rezidive (Rückfälle) folgen.
  • Die chronisch-kontinuierliche Colitis ulcerosa kommt bei etwa 10 Prozent der Patienten vor. Die Betroffenen leiden kontinuierlich unter Beschwerden und haben keine Phasen ohne Krankheitszeichen.
  • An der akut fulminanten Colitis ulcerosa leiden etwa 5 Prozent der Patienten. Diese Form ist durch einen sehr plötzlichen und heftigen Krankheitsbeginn mit starken Durchfällen, Bauchschmerzen und Fieber gekennzeichnet.

DarmkrebsKomplikationen einer Colitis ulcerosa

Abhängig von der Ausdehnung und der Dauer der Entzündung kann es zu Komplikationen kommen, wobei allerdings die meisten Patienten von Komplikationen verschont bleiben. Das Auftreten einer Komplikation stellt häufig eine Indikation zur Colitis-ulcerosa-OP dar.

 

Die wichtigsten Komplikationen einer Colitis-ulcerosa im Bereich des Dickdarms sind:

  • Toxisches Megakolon: durch Wandschwäche und Gasansammlung überdehnter Dickdarm.
  • Darmdurchbruch (Perforation): Ein Durchbruch der Colitis ulcerosa ist eine lebensbedrohliche Komplikation und muss sofort durch eine Colitis-ulcerosa-OP versorgt werden.
  • Schwere Darmblutungen: Die Blutverluste können häufig durch Bluttransfusionen ausgeglichen werden. Eine Entfernung des betroffenen Darmabschnitts im Rahmen einer Colitis-ulcerosa-OP ist selten erforderlich.
  • Narbenbildung (Strikturen): Die Narben können zu einer Verengung des Darms und zu einem Darmverschluss führen, der eine umgehende Colitis-ulcerosa-OP erforderlich macht.
  • Fisteln und Abszesse
  • Kolonkarzinom: Patienten mit Colitis ulcerosa haben ein erhöhtes Risiko für Dickdarmkrebs. Mit zunehmender Krankheitsdauer steigt das Risiko deutlich an, das beispielsweise bei 25-jähriger Krankheitsdauer etwa 40 Prozent beträgt.

Die wichtigsten Komplikationen einer Colitis-ulcerosa außerhalb des Dickdarms sind:

  • Entzündungen am Auge
  • Entzündungen an den Gallengängen
  • Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen
  • Leberschädigungen
  • schmerzhafte Hautveränderungen (Erythema nodosum)

Wie wird die Colitis ulcerosa diagnostiziert und behandelt?

Diagnose einer Colitis ulcerosa

Die Diagnose der Colitis ulcerosa beginnt in der Regel mit einer Befragung zu bestehenden Beschwerden und der Krankengeschichte (Anamnese) sowie einer körperlichen Untersuchung. Weitere Untersuchungen können sein:

  • Eine Darmspiegelung (Koloskopie) erlaubt neben der optischen Beurteilung des Darms die Entnahme von Gewebeproben der Darmschleimhaut, um die Diagnose feingeweblich zu sichern.
  • Eine Blutuntersuchung mit Test der Entzündungswerte dient dem Ausschluss einer bakteriellen Infektion.
  • Eine Stuhluntersuchung dient dem Ausschluss einer erregerbedingten Darmentzündung.
  • Der Ultraschall (Sonographie) gibt einen Überblick über die anatomische Situation im Bauchraum.
  • Über einer Röntgenkontrastuntersuchung kann der Dickdarm besser beurteilt werden.

Vor einer geplanten Colitis-ulcerosa-OP ist eine Spiegelung des Mastdarms (Rektoskopie) erforderlich.

Behandlung einer Colitis ulcerosa

Da die Ursachen für die Entwicklung der Colitis ulcerosa nicht bekannt sind, kann die Erkrankung auch nicht geheilt werden. Deshalb verfolgt die Behandlung das Ziel, die Beschwerden zu lindern und das Risiko für Komplikationen zu verringern. Je nach Schwere und Verlauf stehen grundsätzlich verschiedene Optionen zur Behandlung der Colitis ulcerosa zur Verfügung:

  • Bei leichten Fällen in der Regel medikamentöse Therapie (z. B. Immunsuppresiva, Kortison, 5-Aminosalicylsäure) und Umstellung der Ernährung
  • Bei schwerem Verlauf, bei Komplikationen oder bei ungenügender Wirksamkeit der medikamentösen Therapie operative Behandlung (Colitis-ulcerosa-OP)

Operative Behandlung der Colitis ulcerosa

Bei der Colitis-ulcerosa-OP handelt es sich meist um eine Proktokolektomie. Im Rahmen dieser Colitis-ulcerosa-Operation werden zunächst der Dickdarm und das Rektum (Mastdarm) entfernt. Anschließend wird aus einem Stück Dünndarm eine Art künstlicher Enddarm gebildet, der die Funktion des entfernten Mastdarmes übernimmt. Der Patient bleibt auf diese Weise kontinent, so dass sich ein dauerhafter künstlicher Darmausgang vermeiden lässt.

Spezialisten für Colitis Ulcerosa OP finden

Ziel der Colitis-ulcerosa-OP

Da eine Colitis ulcerosa eigentlich nicht außerhalb des Kolons vorkommt, kann eine Kolektomie (Dickdarmentfernung) bzw. Proktokolektomie im Rahmen einer Colitis-ulcerosa-OP die Erkrankung praktisch heilen. Durch eine Colitis-ulcerosa-Operation lässt sich nicht nur das Dickdarmkrebsrisiko senken, sondern auch ein toxisches Megakolon vermeiden. Ein weiteres wichtiges Ziel einer Colitis-ulcerosa-Operation besteht in der Erhaltung der Schließmuskelfunktion. Deshalb wird nach Entfernung des Dickdarmes der Dünndarm mit dem Schließmuskelrand verbunden.

Wann wird eine Colitis-ulcerosa-OP durchgeführt?

Da Colitis ulcerosa nur im Dickdarm auftritt, besteht die Möglichkeit, die Erkrankung durch operative Entfernung des Dickdarms (Kolektomie) zu heilen. Für eine Colitis-ulcerosa-OP gibt es folgende Indikationen:

  • Beim Vorliegen eines Colitis-assoziiertes Karzinoms (Kolonkarzinom) besteht eine absolute elektive Indikation zur Colitis-ulcerosa-OP
  • Beim Vorliegen von Krebsvorstufen (niedrig gradige intraepitheliale Neoplasien) besteht eine relative elektive Indikation zur Colitis-ulcerosa-OP
  • Beim Vorliegen eines toxischen Megakolons (Erweiterung des Dickdarms mit schädigenden Ansammlungen von Darminhalt) besteht eine dringliche Indikation zur Colitis-ulcerosa-OP
  • Beim Vorliegen einer freien Perforation (Darmdurchbruch) besteht eine notfallmäßige Indikation zur Colitis-ulcerosa-OP

Des Weiteren besteht eine Indikation zur Colitis-ulcerosa-OP, wenn die Erkrankung nicht auf die medikamentöse Behandlung anspricht oder Komplikationen wie starke Blutungen drohen. Eine Colitis-ulcerosa-Operation kann aber auch anstrebt werden, wenn zum Beispiel einem Kolonkarzinom vorbeugt werden soll oder der Patient die Menge der einzunehmenden Medikamente verringern möchte.

Vorgehen bei einer Colitis ulcerosa OP

Vorbereitung zur Colitis-ulcerosa-OP

Damit eine Colitis-ulcerosa-Operation komplikationslos verläuft und die Dickdarmresektion (Entfernung) wie gewünscht abheilt, ist eine sorgfältige Vorbereitung des Patienten erforderlich. Dafür ist es notwendig, dass zum einen allgemeine Maßnahmen zur Verbesserung der Herz- und Lungenfunktion eingeleitet werden. Dazu gehören beispielsweise Atemübungen und ein Verzicht auf Zigarettenrauchen. Zum anderen muss spätestens am Tag vor der Colitis-ulcerosa-Operation eine vollständige Stuhlentleerung aus dem Dickdarm erfolgen. Dies wird mit einer Trinklösung erreicht, die am Tag vor der Colitis-ulcerosa-OP eingenommen wird.

Vorgehen bei Colitis-ulcerosa-OP

Bei einer Colitis-ulcerosa-Operation werden mindestens die befallenen Abschnitte des Dickdarms entfernt. Meist wird allerdings bei einer Colitis-ulcerosa-OP das gesamte Kolon und Rektum entfernt werden, damit der Patient von der Erkrankung geheilt ist. In jedem Fall sollte aber bei der Colitis-ulcerosa-Operation der natürliche After erhalten bleiben. Dafür ist es allerdings notwendig, dass der Schließmuskel noch gut funktioniert.

In manchen Fällen kann die Colitis-ulcerosa-OP in minimalinvasiver Technik unter videoendoskopischer Kontrolle (Colitis-ulcerosa-OP in Schlüsselloch-Technik) durchgeführt werden. Ist die Situation im Bauch allerdings unübersichtlich oder ist ein Großteil des Dickdarms betroffen, erfolgt die Colitis-ulcerosa-OP durch eine offene Colitis-ulcerosa-Operation mittels eines senkrechten Hautschnitts in der Mitte des Bauches. Nach der Entfernung des Dickdarms im Rahmen der Colitis-ulcerosa-OP wird die Stuhlpassage rekonstruiert, indem der Dünndarm gestreckt und oberhalb des Schließmuskels am After fixiert wird (ileoanale Anastomose). Anschließend wird aus Dünndarmschlingen ein sog. J-Pouch geformt. Ein Pouch ist ein Reservoir, das die Funktion des Mastdarms, also die Speicherung des Darminhalts vor der Entleerung, ersetzen soll. Diese Colitis-ulcerosa-OP wird als restaurative Proktokolektomie bezeichnet.

Künstlicher Darmausgang nach Colitis-ulcerosa-OP

Während früher der Dickdarm mitsamt dem Schließmuskel komplett entfernt und deshalb ein künstlicher Dünndarmausgang (Ileostoma) notwendig wurde, ist mit der Pouch-Konstruktion keine absolute Notwendigkeit mehr vorhanden, einen dauerhaften künstlichen Darmausgang anzulegen. Kann der Schließmuskel allerdings bei der Colitis-ulcerosa-OP nicht erhalten werden, muss ein Ileostoma angelegt werden.

Spezialisten für Künstlicher Darmausgang finden

Vorübergehender künstlicher Darmausgang nach Colitis-ulcerosa-OP

Häufig wird allerdings ein vorübergehender künstlicher Darmausgang angelegt, um die frischen Darmnähte nach der Colitis-ulcerosa-Operation zu schützen. Mit einem vorübergehenden Ileostoma sollen auch die erkrankten Darmabschnitte geschont werden, damit sie besser ausheilen können.

Stuhlgang nach Colitis-ulcerosa-OP

Vor einer Colitis-ulcerosa-OP hat der Patient bis zu 30-mal pro Tag Stuhlgang. Nach einer Colitis-ulcerosa-OP reduziert sich die Stuhlfrequenz auf etwa 5 bis 10 Stühlen pro Tag. Der Stuhlgang wird nach der Colitis-ulcerosa-Operation allerdings immer dünn bis breiig bleiben.

Komplikationen einer Colitis-ulcerosa-OP

Vor der Colitis-ulcerosa-Operation werden mögliche Komplikationen mit dem Patienten ausführlich besprochen. Wie bei allen Operationen an der Bauchhöhle können auch bei einer Colitis-ulcerosa-OP Komplikationen wie

  • Nachblutungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Verletzungen von Nachbarorganen
  • Darmabknickungen und
  • Verwachsungen

auftreten.

In seltenen Fällen kann es bei einer Colitis-ulcerosa-OP auch zu einer unter Umständen lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung kommen, wenn die Naht der beiden verbliebenen Darmenden nicht problemlos verheilt und bakterienhaltiger Darminhalt in die Bauchhöhle austritt. Um dies zu vermeiden, erfolgt die Darmnaht in äußerster Präzision. Da auch bei einer Colitis-ulcerosa-OP an einem gründlich gereinigten Darm Bakterien in die Bauchhöhle gelangen können, wird nach der Colitis-ulcerosa-Operation besonders auf die Zeichen einer Wundinfektion geachtet.

Nachbehandlung nach einer Colitis-ulcerosa-OP

Nach einer Colitis-ulcerosa-Operation werden die Patienten auf der chirurgischen Intensivstation betreut. Während oder nach der Colitis-ulcerosa-OP erhält der Patient mehrere Schläuche, die so rasch wie möglich entfernt werden. Dazu gehören:

  • Narkoseschlauch zur künstlichen Beatmung
  • Drainageschlauch zur Ableitung von Wundsekret aus dem Bauchraum
  • Magensonde zur Verhinderung postoperativen Erbrechens
  • Urinkatheter zur Ableitung von Urin aus der Blase.

Je nach Befund während der Colitis-ulcerosa-OP wird der Patient meist am Tag nach der Colitis-ulcerosa-Operation auf die „Normalstation“ verlegt. Nun kann er auch erste Flüssigkeiten (z. B. Tee und ggf. Suppe) zu sich nehmen. Allerdings muss der Flüssigkeitshaushalt noch durch Infusionen ausgeglichen werden. Gegen die Schmerzen nach der Colitis-ulcerosa-OP erhält der Patient eine Schmerztherapie.

Nach der Colitis-ulcerosa-Operation sollte sich der Patient so viel wie möglich außerhalb des Bettes aufhalten und umherlaufen. Bei einem optimalen Verlauf kann der Patient bereits 6 bis 7 Tage nach der Colitis-ulcerosa-OP entlassen werden. Nach etwa 3 Monaten wird die Darmnaht mittels Röntgenaufnahme kontrolliert und bei unauffälligem Befund der künstliche Darmausgang zurückverlegt. Eine lebenslange Betreuung durch einen erfahrenen Internisten wird nach einer Colitis-ulcerosa-OP empfohlen.