Lungenkrebs - Medizinische Experten

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Die Definition von Lungenkrebs

Lungenkrebs wird in der Medizin auch als Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom bezeichnet. Der Begriff Lungenkrebs ist im allgemeinem jedoch geläufiger.

Auch wenn es sich dabei, um die gleiche Krankheit handelt, unterscheidet sich jedes Bronchialkarzinom sowohl in seiner Größe, als auch in seiner Ausbreitung innerhalb der Lunge. Aus diesem Grund gibt es die sogenannte TNM-Klassifikation, die die Art des Lungenkarzinoms relativ gut und eindeutig beschreiben kann und somit das Stadium des Lungenkrebs bei der Erstdiagnose benennen.

Die zwei Arten des Bronchialkarzinoms

Ein Tumor des Bronchialgewebes wird in das sogenannte kleinzellige und großzellige Bronchialkarzinom unterteilt, wobei die Art der Zellen mittels einer Gewebeentnahme und einer anschließenden Untersuchung unter dem Mikroskop bestimmt wird und sich in ihrer Art auch noch einmal unterscheiden kann.

Der kleinzellige Tumor, Small Cell Lung Cancer SCLC, kann dann weiter in Limited Disease und Extensive Disease unterschieden werden. Die Beschreibung Limited Disease bezeichnet einen Lungentumor, der auf ein Gebiet, bzw. einen Lungenflügel beschränkt ist. Während das kleinzellige Bronchialkarzinom Extensive Disease weitere Strukturen außerhalb eines Lungenflügels und der Lunge befällt.

Die Klassifizierung des Bronchialkarzinoms

Um ein Bronchialkarzinom eindeutig beurteilen zu können, gibt es die TNM-Klassifizierung. Ihre Bezeichnung setzt sich aus den einzelnen Charakteristika des Tumors in der Lunge zusammen. Dabei steht T für Tumor und die Größe, bzw. Ausdehnung der Geschwulst. Hier wird von Größe T1 bis T4 unterschieden. N für Nodi beschreibt, ob und inwieweit welche umliegenden Lymphknoten betroffen sind. Die Beeinträchtigung der Lymphknoten wird mit N0 bis N3 umschrieben Das M steht für Metastasen, die entweder vorhanden sein können oder nicht. Durch die Bezeichnung M1 wird angezeigt, dass Metastasen vorhanden sind. Dann unterscheidet man außerdem zwischen Fernmetastasen, die zum Beispiel in der Leber oder dem Gehirn nachgewiesen werden können oder der bösartigen Infiltration des Herzbeutels oder Rippenfells. Dem Stadium M1a.

Die TNM-Klassifizierung des Bronchialkarzinoms ermöglicht es den Lungenkrebs eindeutig zu benennen, um somit weitere Untersuchungen und Behandlungen spezifisch auszuwählen.

Häufigkeit von Lungenkrebs

Der Lungenkrebs hat sich mittlerweile zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit entwickelt. Alleine in Deutschland ist das Bronchialkarzinom die dritthäufigste Krebsart, nach Prostata- und Darmkrebs bei Männern, bzw. Brust- und Darmkrebs bei Frauen. Jährlich gibt es rund 48.000 Neuerkrankungen an Lungenkrebs. Wobei Männer fast doppelt so häufig betroffen sind wie Frauen.

Symptome und Früherkennung bei Lungenkrebs

Bislang gibt es keine routinemäßige Früherkennung für Lungenkrebs wie sie bei Vorsorgeuntersuchungen von Darmkrebs- oder Brustkrebs üblich sind. Dadurch steht die Lungenkrebsvorsorge auch nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Mediziner überlegen schon lange, wie eine solche Untersuchung aussehen kann.

Bis jetzt wird Lungenkrebs häufig erst erkannt, wenn das Bronchialkarzinom schon deutlich zu erkennen und nachweisbar ist. Die Problematik bei Lungenkrebs ist tatsächlich, dass sich der Tumor des Bronchialgewebes erst dann bemerkbar macht, wenn er deutlich gewachsen ist und die Lungenfunktion schon beeinträchtigt. Erst dann geht der Patient zum Arzt, um dort seine Beschwerden untersuchen lassen. Dabei können die Symptome bei Lungenkrebs sehr unterschiedlich und unklar definiert sein.

Somit gibt es kein eindeutiges Symptom, das auf die Erkrankung an einem Bronchialkarzinom hinweist. Die Beschwerden bei einer Lungenkrebserkrankung können ein anhaltender Husten sein, Brustschmerzen und Luftnot, sowie Schwäche und ein schneller ungewollter Gewichtsverlust.

Insbesondere der Gewichtsverlust ist ein eindeutiges Symptom für Krebserkrankungen, da ein vorhandener Tumor viel Energie des Körpers frisst und durch seine eigene Blutversorgung zusätzlich Sauerstoff verbraucht.

Die Ursachen für Lungenkrebs

Die Ursachen für Lungenkrebs sind nicht unbedingt die gleichen und noch immer sind sich die Mediziner und Forscher bei manchen und bestimmten Umwelteinflüssen nicht sicher, ob sie ebenfalls krebserregend sind. So stehen zum Beispiel Weichmacher in Plastik oder Amalgam-Füllungen in Verdacht Krebs zu verursachen.

Bei Lungenkrebs ist aber sicher, dass er durch aktives und passives Rauchen, sowie Asbest oder Benzol und Feinstaub verursacht wird.

Knapp 85 Prozent aller Erkrankungen an einem Bronchialkarzinom werden durch das Rauchen von Zigaretten verursacht. Bei diesen Lungentumoren handelt es sich bei 20 Prozent der Fälle um ein kleinzelliges Lungenkarzinom. Bei 80 Prozent um einen großzelligen Lungentumor.

Die Diagnose von Lungenkrebs

Nachdem die Symptome eines Bronchialkarzinoms nicht eindeutig sind, muss auf den Arztbesuch meistens ein bildgebendes Verfahren folgen, um den Husten erklären zu können.

In den häufigsten Fällen wird dann zuerst ein Röntgenbild in einer Lungenkrebsklinik veranlasst. Dieses kann einen Anfangsverdacht bestätigen und führt zu weiteren bildgebenden Untersuchungen. In der Regel wird eine Computertomographie veranlasst, bevor Bilder durch ein MRT erstellt werden. Beide bildgebenden Verfahren und Untersuchungen des Thorax erstellen Bilder auf denen das Bronchialkarzinom und auch seine Ausbreitung innerhalb der Lunge eindeutig zu erkennen sind.

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Von Lange123 aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2110735

Aufgrund der ersten Ergebnisse müssen weitere Untersuchungen des Lungenkrebs erfolgen, um den Typ des Lungentumors zu bestimmen. Für diesen Zweck wird eine Bronchoskopie durchgeführt, damit mittels einer Biopsie eine Gewebeprobe entnommen werden kann.

Die Probe des Lungentumors wir dann unter dem Mikroskop untersucht, um den Zelltyp des Bronchialkarzinoms zu bestimmen. So kann herausgefunden werden, ob es sich um einen kleinzelligen oder großzelligen Lungentumor handelt. Im Anschluss kann eine passende Therapie festlegt werden.

Lungenkrebsbehandlung

Die Behandlung von Lungenkrebs ist sowohl von dem Zelltyp des Tumors, als auch dem aktuellen Stadium abhängig. Die unterschiedlichen Bronchialkarzinome sprechen unterschiedlich auf die Therapieformen an. Zusätzlich kann in einem späten Stadium oft nur noch palliativ gegen einen Lungentumor vorgegangen werden.

Der Lungenkrebs, der behandelbar ist, wird versucht durch Chemotherapie, Bestrahlung oder einer Kombination aus beidem, zum Schrumpfen zu bringen.

Eine Entfernung des Tumors durch eine OP kann nicht bei jedem Lungentumor erfolgen, da oft schon wichtige umliegende Strukturen, wie zum Beispiel der Hauptbronchus oder Blutgefäße durch den Tumor infiltriert sind und das Bronchialkarzinom nicht operativ entfernt werden kann.

Der Lungenkrebs wird in den meisten Fällen mittels einer Chemotherapie behandelt. Dies geschieht häufig in spezialisierten Lungenkrebskliniken. Insbesondere das kleinzellige Bronchialkarzinom kann damit eingedämmt werden. Die Chemotherapie besteht aus einer Kombination verschiedener Medikamente, den Zytostatika. Die Medikamente der Chemotherapie halten den Zellzyklus auf und hindern so den Tumor an seinem weiteren Wachstum.

Bei der Bestrahlung werden die Zellen des Tumors mittels Röntgenstrahlung zerstört. Dazu wird der Tumor bei einem CT genau innerhalb des Brustkorbes lokalisiert. Seine Umrisse werden außen auf die Haut aufgemalt und regelmäßig nachgezeichnet, damit die Bestrahlung zielgerichtet erfolgen kann und nur krankes Gewebe zerstört wird.

Erst, wenn der Tumor klein genug ist und keine wichtigen Strukturen mehr betrifft, kann der Lungenkrebs in einer Klinik operativ behandelt werden.

Vorbeugen vor Lungenkrebs

Da Lungenkrebs durch Umwelteinflüsse hervorgerufen und verstärkt werden kann und auch Feinstaub zur einem Bronchialkarzinom führen kann, gibt es äußere Bedingungen, die nicht beeinflusst werden können.

Aber ungefähr 85 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs werden durch Rauchen verursacht. Deshalb sollte als vorbeugende Maßnahme vor Lungenkrebs auf das aktive Rauchen verzichtet werden. Aber auch Passivrauchen kann zu Lungenkrebs führen.

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