Vitrektomie - Medizinische Experten

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Vitrektomie - Weitere Informationen

Der Glaskörper bildet den mittleren Teil des menschlichen Auges und besteht hauptsächlich aus einer gelartigen Substanz, die das Auge stabil hält. Erkrankt der Glaskörper, kann das beträchtliche Risiken mit sich bringen - eine Vitrektomie wird notwendig. Dabei handelt es sich um die operative Absaugung des Glaskörpers aus dem Augeninneren. In welchen Fällen das notwendig wird und wie eine Vitrektomie abläuft, erfahren Sie hier.

Was ist eine Vitrektomie? - Ablauf und Heilungsprozess

Bei einer Vitrektomie werden verschiedene Werkzeuge durch eine weniger als 1 mm breite Öffnung in der Pars plana des betroffenen Auges in den Glaskörper eingeführt. Die Pars plana ist ein Bereich etwa 4 mm hinter der Pupille, der für gewöhnlich von Bindehaut verdeckt ist. Unter Narkose sorgt eine Infusion inklusive Absaugung für einen exakten Druckausgleich im Auge - die Glaskörper-Flüssigkeit wird durch eine Ersatzlösung oder Gas ausgetauscht. Netzhautlöcher oder Ablösungen der Netzhaut kann der Arzt nun mit entsprechenden Werkzeugen und einer kleinenret Lichtquelle bearbeiten.

Vitrektomie

Werkzeuge für die Vitrektomie

  • Lichtquelle
  • Infusion/Absauger
  • Vitektom, Scheren
  • eventuell Laser statt Werkzeug
  • gegebenenfalls Kameras bei einer diagnostischen Operation

Wann ist eine Vitrektomie notwendig?

Die Absaugung des Glaskörpers kann unter verschiedenen Umständen notwendig werden. Wird das Auge bei einem Unfall verletzt, kann es häufig zu Einblutungen in den Glaskörper oder Verschmutzung durch Fremdkörper kommen. Kann der Körper Fremdstoffe nicht selbstständig aus dem Auge abbauen, muss der Glaskörper entfernt und durch eine neutrale Lösung ersetzt werden. Weitere häufige Gründe für eine Vitrektomie sind eine Netzhautablösung oder die diabetische Retinopathie. Tritt Flüssigkeit aus dem Glaskörper aus, kann das die Netzhaut dauerhaft schädigen und zu starken Sehschwierigkeiten führen.

Eine Vitrektomie kann die Sehfähigkeit deutlich verbessern, zur Diagnose oder der medikamentösen Versorgung des Auges mit Antibiotika dienen. Weil eine Augenoperation immer einige Risiken mit sich bringt, wird eine Vitrektomie nur selten bei leichten Beschwerden durchgeführt. Bei schwereren Beschwerden, wie nicht entfernbare Fremdkörper im Auge sollte eine Vitrektomie so schnell wie möglich durchgeführt werden, um Verschlechterungen der Sehfähigkeit oder sogar die Erblindung zu vermeiden.

Nachbehandlung und Risiken

Nach einer Vitrektomie ist die Schonung des betroffenen Auges durch den Patienten ein essenzieller Faktor, der den Erfolg der Heilung maßgeblich mitbestimmt. In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie auf Ihre Kopfhaltung achten, damit das Auge keinem zusätzlichen Druck ausgesetzt wird. Auf Sport und körperliche Anstrengung sollten Sie zunächst ganz verzichten.

Nach Vitrektomien kommt es bei falscher Behandlung häufig zu Entzündungen des Auges; außerdem drohen während des Heilungsprozesses erneute Netzhautablösungen. Patienten sollten den Anweisungen ihres Arztes also unbedingt genau folgen und sich nach einer Vitrektomie ausreichend schonen.

Ein weiteres Risiko nach einer Vitrektomie lässt sich kaum einschränken und tritt in vielen Fällen ein- bis zwei Jahre nach der Operation ein. Der sogenannte Graue Star oder auch Katarakt, also die Trübung der Linse, ist die häufigste Folgeerkrankung nach einer Vitrektomie und muss in schweren Fällen mit einer weiteren Operation an der Augenlinse behoben werden.

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