Sonographie - Medizinische Experten

Wenn Patienten einen Arzt aufsuchen, kann es passieren, dass eine "oberflächliche" Untersuchung allein nicht ausreicht. Um helfen zu können, müssen die Untersuchungen hier im wahrsten Sinne des Wortes in die Tiefe gehen. Natürlich gibt es Röntgenaufnahmen, die man anfertigen kann. Auch ein MRT oder ein CT bieten entsprechende Möglichkeiten. Allerdings gibt es auch noch die Sonographie, umgangssprachlich auch Ultraschall genannt. Diese kann bei der Diagnostik ebenfalls wertvolle Dienste leisten.

Worum es sich bei einer Sonographie handelt, wann sie eingesetzt wird und welche Ärzte sie durchführen, erklärt der Text weiter unten.

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Was ist eine Sonographie?

Bei einer Sonografie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, mit dem man bestimmte Körperregionen und Organe darstellen kann. Die Untersuchung findet mittels Schallwellen statt. Ziel ist es, die zu untersuchende Körperregion abzubilden und ein so genanntes Sonogramm zu erstellen.

Damit ein solches Sonogramm erstellt werden kann, muss der behandelnde Arzt einen Schallkopf benutzen, der diese Wellen aussendet. Der Schallkopf fungiert in diesem Fall aber nicht nur als Sender, sondern auch als Empfänger, da die Schallwellen vom Körper sowohl absorbiert als auch reflektiert werden. Die reflektierten Wellen werden vom Schallkopf aufgenommen und dann in elektrische Impulse umgewandelt, die dann auf einem speziellen Monitor dargestellt werden können. Der Patient sieht nun also das Ultraschallbild, das der Arzt auch ausdrucken kann.

Es gibt verschiedene Arten der Sonographie, die sich im Laufe der Jahre immer weiter verbessert und entwickelt hat. Zum Beispiel ist es heutzutage auch möglich, dreidimensionale Echogramme anfertigen zu lassen. Selbst eine vierdimensionale Darstellung in Echtzeit ist mittlerweile möglich. Grundsätzlich ist eine Sonografie nicht zuletzt deshalb so populär, da die Untersuchung völlig schmerzfrei ist und in ohne Nebenwirkungen durchgeführt werden kann.

Wann wird eine Sonografie angewendet?

Besonders häufig wird der Ultraschall in der Gynäkologie eingesetzt. Denn mithilfe dieser Untersuchung kann das Baby im Mutterleib dargestellt werden. Eventuelle Fehlbildungen werden so erkannt. Doch auch im Rahmen der normalen Vorsorgeuntersuchung kommt ein Ultraschall in der Gynäkologie zum Einsatz. Hierfür wird allerdings eine spezielle Sonde mit einem Schallkopf genutzt, welcher dann eingeführt wird.

In der Urologie bei Männern wird ein Ultraschall ebenfalls für bestimmte Untersuchungen eingesetzt. Das Gleiche gilt für die Sportmedizin. Wenn sich ein Athlet etwa eine muskuläre Verletzung zuzieht, können Einblutungen sowie geschädigte Strukturen oft bereits mithilfe einer Sonographie dargestellt werden. Liegt zum Beispiel ein Muskelfaserriss vor, ist dieser von einem geschulten Mediziner im Ultraschall zu erkennen.

Grundsätzlich sind einige Körperregionen und Organe besser für eine Sonographie geeignet als andere. So kann man etwa frei zugängliche Muskeln, die Hoden, Harnleiter, Lymphknoten, Schilddrüse, Herz, Leber, Milz, Niere oder diverse Arterien und Venen sehr gut untersuchen. Hirn, Wirbelsäule, Knochen sowie gasgefüllte Organe wie Darm oder Lunge lassen sich hingegen nicht so gut darstellen. Allerdings erlauben es moderne Ultraschallmethoden mittlerweile auch, im Bereich der Knochen eine gute Diagnostik in puncto Frakturverlauf durchführen zu können. Folgende Bereiche sind für die Sonografie also geeignet:

  • Herz
  • Leber
  • Milz
  • Niere
  • Hoden
  • Harnleiter
  • Lymphknoten
  • Schilddrüse
  • frei zugängliche Muskeln
  • Arterien und Venen

Welcher Arzt führt die Sonographie durch?

Im Grunde genommen kann jeder Mediziner eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Es gibt hierbei keine einheitlichen Standards, die erfüllt werden müssen. Es werden hierzulande diverse Schulungen und Fortbildungen angeboten, um diese Fähigkeiten zu verbessern. Es gibt hingegen Länder, in denen es speziell ausgebildete Ärzte gibt, die sich mit der Sonografie beschäftigen.

Für Patienten in Deutschland macht es Sinn, nach einem Arzt zu suchen, der auf diesem Gebiet absolut sicher ist. Denn nicht nur die korrekte Untersuchung, sondern auch das richtige Deuten des Ultraschallbilds muss gewährleistet sein, um dem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Standardmäßig wird die Sonographie von Gynäkologen und Urologen durchgeführt.

Welche Risiken gibt es bei einer Sonographie?

Im Grunde gibt es keine Risiken, da die Behandlung selbst schmerzfrei ist und die zu untersuchenden Organe auch nicht geschädigt werden. Die Röntgenuntersuchung etwa ist für den Körper wesentlich belastender. Wenn es um die Risiken einer Sonografie geht, sind vor allem viele Schwangere oftmals verunsichert. Allerdings wurde von Experten mehrfach bestätigt, dass die Untersuchungen weder für die Mutter noch für das ungeborene Kind schädlich seien.

Auch ein Temperaturanstieg durch die Schallwellen konnte bei zahlreichen Untersuchungen nicht beobachtet werden. Dieser würde nur dann um einige Grad eintreten, wenn man für mehrere Minuten eine Doppleruntersuchung durchführen würde. Die Form der Untersuchung wird aber nur dann eingesetzt, wenn Gefäße und das Herz des Ungeborenen untersucht werden. Zudem dauert diese Untersuchung nur wenige Sekunden, so dass auch hier keine Gefahr besteht.

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