Gesundheitstourismus-Ausländische-Patienten  
  
 

Was ist Gesundheitstourismus / Medizintourismus?

Der Gesundheitsmarkt gehört zu den bedeutendsten Märkten der westlichen Volkswirtschaften. Vor allem im Gesundheitstourismus, einem der lukrativsten Wirtschaftszweige des 21. Jahrhunderts, sind überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten. Denn weltweit entscheiden sich jedes Jahr Hunderttausende ausländische Patienten für eine Behandlung in ausländischen Kliniken, sei es aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung im Heimatland oder aufgrund geringerer Behandlungskosten im Ausland.

Der Gesundheitstourismus stellt eine besondere Form des Tourismus dar und lässt sich in drei Teilbereiche untergliedern: Kurtourismus, Wellnesstourismus und Medizintourismus. In der Realität gehen die damit verbundenen Leistungen immer stärker ineinander über. Daher werden die Begriffe Gesundheitstourismus und Medizintourismus häufig auch synonym verwendet.

Unter Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus wird der grenzüberschreitende Verkehr von Patienten, die aus den unterschiedlichsten Gründen eine medizinische Dienstleistung außerhalb des eigenen Landes in Anspruch nehmen und diese überwiegend auch selbst bezahlen, verstanden. Die ausländischen Patienten werden dabei als Kunden betrachtet.

In den folgenden Städten können Sie sich im Rahmen des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus behandeln lassen:

München | Berlin | Hamburg | Frankfurt | Heidelberg | Köln | Essen | Zürich | Bern | Basel | Wien


Im Folgenden erhalten Sie weitere Informationen rund um das Thema „Gesundheitstourismus / Medizintourismus - das Geschäftsfeld Ausländische Patienten“. Über das „+“ können Sie die einzelnen Aufklapptexte öffnen und über „–“ schließen Sie den Bereich.

Welche Leistungen werden im Bereich des Gesundheitstourismus / Medizintourismus angeboten?

Aus dem im Prinzip unbegrenzten Bedarf an Gesundheitsdiensten hat sich ein riesiger Markt (Gesundheitstourismus) entwickelt: Auf der Angebotsseite gibt es eine Vielzahl neuer Produkte und Dienstleistungen wie beispielsweise Reiseanbieter, die sich auf den Medizintourismus bzw. Gesundheitstourismus spezialisiert haben und Reisen für ausländische Patienten und deren Begleitpersonen inklusive Fahrdienste, Dolmetscher sowie die Unterbringung in speziell dafür ausgerichteten Hotels organisieren.

Die Entwicklung vielzähliger neuer Produkte und Dienstleistungen im Bereich Gesundheit und Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus sowie die verstärkte individualisierte Konsumorientierung in- und ausländischer Patienten lässt einen neuen Patiententyp entstehen: den sogenannten „Ich-Patient“. Er zeichnet sich durch hohe individuelle Ansprüche an die medizinische Versorgung aus und ist bereit, auch hohe private Gesundheitsausgaben und weitere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Hinzu kommt eine überaus positive Einstellung zur Mobilität und Reisebereitschaft, wenn es um die Erlangung medizinischer Kompetenz geht. Die Auswahl des Ziellandes und des medizinischen Experten erfolgt dabei nahezu ausschließlich über das Internet.

Aktuelle Daten zum Gesundheitstourismus / Medizintourismus in Deutschland

Wie viele ausländische Patienten lassen sich in Deutschland behandeln?

Im Jahr 2011 wurden laut statistischem Bundesamt 79.024 Patienten aus 171 Ländern stationär in deutschen Kliniken versorgt. Deutsche Krankenhausleistungen wurden am stärksten von Patienten aus den EU-Nachbarländern in 50.599 Fällen in Anspruch genommen. Medizintouristen aus den GUS-Staaten/Osteuropa waren mit 8.231 behandelten Patienten am zweithäufigsten vertreten. Die wichtigsten Quellmärkte sind Russland, die Ukraine und Kasachstan. Aus Vorderasien ließen sich 6.919 Personen in deutschen Kliniken behandeln, insbesondere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Saudi Arabien. 3.377 Bürger der USA ließen sich 2011 stationär in deutschen Klinken versorgen.

Von insgesamt 18.797.989 stationär untergebrachten Patienten liegt der Anteil der Gastpatienten bei nur 0,42 Prozent. Dieser variiert stark nach Kliniken und Abteilungen. Ambulant ließen sich im Jahr 2011 rund 123.000 internationale Patienten in Deutschland behandeln.

Gesundheitstourismus - Ausländische Patienten in Kliniken 2011

Gesundheitstourismus - Ausländische Patienten 2011

Woher genau kommen die aus dem russisch- und arabischsprachigen Raum anreisenden ausländischen Patienten? – Befragung/Auswertung durch den Leading Medicine Guide

Patienten aus der ganzen Welt und insbesondere aus dem russischsprachigen und arabischsprachigen Raum interessieren sich für die Ärzte und Kliniken im Leading Medicine Guide und stellen uns regemäßig Anfragen nach Behandlungen durch unsere Ärzte. Vor diesem Hintergrund führte der Leading Medicine Guide eine Markterfassung und Auswertung der Patientenanfragen und Kontaktaufnahmen durch Patienten aus dem russisch- und arabischsprachgien Raum im Internet durch. Dabei wurde ermittelt, aus welchen russisch- und arabischsprachigen Ländern genau die ausländischen Patienten stammen, die sich für eine Behandlung in einer deutschen Klinik interessieren:

Gesundheitstourismus - russische Patientenanfragen

Gesundheitstourismus - Arabische Patientenanfragen

Wie hoch ist der Erlös für ausländische Patienten in Deutschland?

Das geschätzte Erlösvolumen internationaler Patienten im medizinischen Sektor beträgt derzeit ca. 1 Milliarde Euro pro Jahr. Diese Erlöse werden sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor erzielt:

Durschschnittserläse stationär

Durschschnittserlöse ambulant

Wie sieht der nationale Wettbewerbsvergleich in Deutschland aus?

Der nationale Wettbewerb um das Klientel „internationaler Patient“ nimmt stetig zu. Innerhalb Deutschland haben sich in den letzten Jahren medizintouristische Kerngebiete herausgebildet. Zu den bedeutendsten medizintouristischen Destinationen gehören die Regionen Nordrhein-Westfahlen, Baden Württemberg und Bayern, welche jeweils mit mehr als 10.000 versorgten ausländische Patienten im Jahr 2011 weit über dem landesweiten Durchschnitt liegen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte in den meisten Bundesländern ein hoher prozentualer Zuwachs von Gastpatienten verzeichnet werden.

Warum ist Gesundheitstourismus / Medizintourismus für ausländische Patienten interessant?

Neben dem Hauptmotiv des Gesundheitstouristen – der Verbesserung des Gesundheitszustandes – ist die Inanspruchnahme einer medizinischen Behandlung im Ausland tendenziell entweder durch das ansprechende Verhältnis von Preis und Leistung (Medizintouristen aus den Industrienationen reisen im Rahmen des Gesundheitstourismus für günstige medizinische Dienstleistungen nach Osteuropa oder Südostasien) motiviert oder durch den Bedarf an ausländischer Spitzen- und High Tech-Medizin in den westlichen Industrienationen (ausländische Patienten aus Ländern mit einer schlechteren medizinischen Versorgung reisen zum Beispiel im Rahmen des Medizintourismus in die deutschsprachigen Länder).

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass ausländische Patienten die Qualität der medizinischen Behandlung umso größer gewichten, je kränker sie sind und je höher der individuelle, erwartete Nutzen der Behandlung ist. Dies kann auch erklären, warum die meisten ausländischen Patienten im Rahmen des Medizintourismus bzw. Gesundheitstourismus für Behandlungen der Fachgebiete Onkologie, plastische Chirurgie, Transplantationschirurgie, Kardiochirurgie und Orthopädie in die deutschsprachigen Länder kommen.

In welchen medizinischen Fachbereichen lassen sich ausländische Patienten am häufigsten behandeln?

Fachbereiche Gesundheitstourismus

Laut einer von Leading Medicine Guide groß angelegten Umfrage bei Klinikbetreibern liegt das Hauptinteresse der Medizintouristen an den fünf Fachbereichen Innere Medizin, Orthopädie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Kardiologie sowie Unfall- und orthopädische Chirurgie.

Insbesondere die Nachfrage an Leistungen der Inneren Medizin ist im Vergleich zum Jahr 2011 im Jahr 2013 nochmals um 12,2 Prozent gestiegen.

 

 

 

 

Wie ist das Verfahren bei einem Krankheitsfall während eines Auslandsaufenthaltes in Europa rechtlich geregelt?

Regeln im Gesundheitstourismus: Für ausländische Patienten, die Geschäfts- oder Privatreisen nach Deutschland unternehmen, um sich dabei medizinisch behandeln zu lassen gelten bestimmte Regelungen. Innerhalb Europas ist das Verfahren bei einem Krankheitsfall während eines Auslandsaufenthaltes durch die Verordnung (EG) Nr. 883/2004, über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009, zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004, geregelt.

Beide sind seit 1. Mai 2010 in Kraft. EU-Bürger haben bei akut auftretenden Krankheiten Anspruch auf eine Behandlung in jedem Mitgliedstaat. Bei geplanten stationären Behandlungen ist in der Regel eine Genehmigung bei der Krankenkasse des Herkunftslandes einzuholen. Nicht EU-Bürger haben die Kosten des medizinischen Eingriffs selbst oder über eine private Versicherung zu tragen. Die Kosten können in einigen Fällen u.a. in arabischen Ländern auf staatliche Stellen verlagert werden oder werden vom Arbeitgeber, u.a. bei chinesischen Managern, getragen.

Warum nimmt der Gesundheitstourismus / Medizintourismus stetig zu?

Für das stetige Wachstum im Bereich des Gesundheitstourismus lassen sich verschiedene Faktoren identifizieren. Neben soziographischen Veränderungen – der Alterung der Bevölkerung, nicht nur in Europa – und dem kontinuierlichen medizinisch-technischen Fortschritt, wodurch ein langes, gesundes Leben möglich geworden ist, hat das Gut "Gesundheit" in dem individuellen Leben eines Menschen an Bedeutung gewonnen. In Folge eines zunehmenden Gesundheitsbewusstseins sehen die meisten Menschen in dem kostspieligen und kostbaren Gut "Gesundheit" den wichtigsten Faktor zum Erhalt ihrer Lebensqualität.

Der Wirtschaftszweig des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus profitiert in den deutschsprachigen Ländern erheblich davon, dass auch die Reallöhne – auch außerhalb Europas – stark angestiegen sind und ausländische Patienten weder Kosten noch geographische Distanzen scheuen, um die bestmögliche medizinische Behandlung sowie andere Dienstleistungen des Gesundheitssektors in Anspruch zu nehmen.

Wer ist die Zielgruppe des Gesundheitstourismus / Medizintourismus?

Entsprechend den beschriebenen Entwicklungen muss für den Gesundheitstourismus ein neues Patientenprofil erstellt werden. Viele Kliniken in den deutschsprachigen Ländern haben ihren Kundenkreis bereits um die neue Zielgruppe der ausländischen Patienten erweitert und versuchen ihre medizinische Kompetenz in direkter Ansprache an diese spezielle Gruppe zu vermarkten.

Zu der Hauptzielgruppe des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus von Kliniken in deutschsprachigen Ländern gehören Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren und Frauen zwischen 35 und 55 Jahren mit einer höheren Bildung, entsprechenden beruflichen Positionen und einem überdurchschnittlichen Einkommen aus den europäischen Nachbarländern, Russland und anderen GUS-Staaten sowie den arabischen Ländern.

Die attraktivsten Quellmärkte für den Gesundheitstourismus in die deutschsprachigen Länder sind Russland und arabische Staaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Wie lässt sich das Potenzial des Gesundheitstourismus / Medizintourismus besser ausschöpfen?

Mehr als die Hälfte aller Krankenhäuser bemüht sich bereits um Patienten aus dem arabischen Raum. Das Potenzial des Gesundheitstourismus steigt allerdings immer noch erheblich. Der Hauptgrund dafür, dass vorhandene Kapazitäten in den Kliniken nicht durch die Aufnahme von mehr ausländischen Patienten effizient genutzt werden, liegt an der mangelnden Vermarktung von Ärzten und Medizin in den deutschsprachigen Ländern in den Quellmärkten des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus und bislang fehlenden Marketinginstrumentarien.

Dabei können Kliniken und Ärzte erheblich von dem Wirtschaftszweig Gesundheitstourismus profitieren, indem sie ausländische Patienten bei ihren Marketingmaßnahmen berücksichtigen und sich auch in der Praxis noch intensiver auf die Ansprüche und die Behandlung ausländischer Patienten im Rahmen des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus einstellen. Denn bereits seit 1998 ist den Kliniken eine Preisdifferenzierung und eine Ausgliederung der ausländischen Patienten aus dem Budget möglich. So können Ärzte deutscher Kliniken Patienten aus dem Ausland behandeln, ohne dass die Einnahmen der Behandlungen ausländischer Privatpatienten auf das Krankenhausbudget angerechnet und in die allgemeine Krankenhausfinanzierung refinanziert werden müssen.

Über welche Kommunikationswege können ausländische Patienten gewonnen werden?

Kommunikationswege Gesundheitstourismus

Das Internet und insbesondere Internet-Netzwerke sind aufgrund der globalen, zeitlich uneingeschränkten Zugänglichkeit neben Vermittlern, Ministerien, Botschaften, Weiterempfehlungen, persönlichen Kontakten und Netzwerken das wesentlichste Medium zur Gewinnung von ausländischen Patienten. Potentielle Patienten haben die Möglichkeit, 24 Stunden täglich Informationen der Kliniken abzurufen und diese zeitnah zu vergleichen.

Die Kontakthäufigkeit der Internetpräsenz kann von Seiten der Krankenhäuser gemessen und anschließend ausgewertet werden. Für Kliniken birgt das den Vorteil der schnellstmöglichen Verbreitung von neuen Angeboten. Aktuelle Dienstleistungsangebote, sowie Räumlichkeiten, Ärzte und Personal u.a., können detailliert dargestellt werden. Die Verwendung von E-Mail fördert durch Erhöhung der Kontakthäufigkeit die Kundenbindung.

Wie können Kliniken und Ärzte mit Marketingmaßnahmen im Internet und mit dem Leading Medicine Guide ausländische Patienten gewinnen?

Projektinfo - Gesundheitstourismus - Ausländische Patienten

Sowohl der Gesundheitsmarkt als Ganzes als auch speziell der Gesundheitstourismus sind wachsende Märkte. Zwar haben viele dieses Potenzial bereits erkannt, doch scheitern angedachte Maßnahmen meist an einer bislang fehlenden und effektiv greifenden zielgruppenspezifischen Vermarktung. Dies stellt für Kliniken und Ärzte ein erhebliches Vermarktungsproblem dar. Eine Studie zum Internetauftritt von 125 Kliniken ergab beispielsweise, dass die wenigsten Kliniken wirklich nützliche Informationen für ausländische Patienten auf ihrer Website bereitstellen (z.B. Informationen zu ihren Fachabteilungen, Ärzten, Behandlungsmöglichkeiten, Klinikausstattung, Behandlungskosten und Zahlungsmodalitäten). Doch gerade über das Internet als wichtigstes Kommunikationsmedium lassen sich ausländische Patienten aus der gehobenen Mittelschicht und Oberschicht direkt ansprechen und davon überzeugen, im Rahmen des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus für die optimale medizinische Behandlung in deutschsprachige Länder zu reisen, sofern dies nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in den von den Zielgruppen gesprochenen Sprachen erfolgt.

Der einfachste und kostengünstigste Weg für Kliniken, um über das Internet ausländische Patienten zu gewinnen, besteht in der zielgerichteten Nutzung einer Internet-Netzwerkkooperation. Genau hier setzt der Leading Medicine Guide als Online-Premium-Expertenplattform und mehrsprachiges Informations- und Klinikportal in den Sprachen Deutsch, Englisch, Russisch, Arabisch und Französisch mit seinen ausführlichen Präsentation ausgewählter Fachärzte und Fachkliniken in den deutschsprachigen Ländern an. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Arzt oder der Klinik ausländischen Patienten umfassende Informationen über die bestmögliche medizinische Versorgung im deutschsprachigen Raum zur Verfügung zu stellen und Kliniken mit effektiven und landesspezifischen Marketingmaßnahmen die Erschließung des Gesundheitstourismus zu ermöglichen. Über das Netzwerk des Leading Medicine Guides besteht für Kliniken die Möglichkeit, ohne hohen Kosten- und Personalaufwand die avisierte Zielgruppe der ausländischen Patienten gezielt zu erreichen und für sich zu erschließen.

Welche Vorteile bietet der Gesundheitstourismus / Medizintourismus für Kliniken / Mediziner?

Die Aufnahme von internationalen Patienten stellt für Kliniken sowohl Chancen als auch Herausforderungen dar. Als wesentliches positives Argument für die Aufnahme von Medizintouristen spricht die Erlössteigerung der Krankenhäuser. Für Kliniken in deutschsprachigen Ländern bedeuten ausländische Patienten einen beträchtlichen Mehrerlös und die Chance, freie Klinikkapazitäten zu nutzen.

Ein weiterer bedeutender Aspekt für die Behandlung von internationalen Patienten, ist die Image- und Bekanntheitsgradsteigerung der Klinik. Ein hoher positiv besetzter Bekanntheitsgrad durch qualifiziertes Personal, herausragende Dienstleistungspolitik und national sowie international renommierte Ärzte führen zu signifikanten Wettbewerbsvorteilen gegenüber ausschließlich national agierenden Kliniken. Der Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus führt zur Entstehung von langfristigen, internationalen Kooperationen in den Bereichen Patientenversorgung und Ausbildung von medizinischem Personal. Krankenhäuser können somit ihre Attraktivität und Expertise in ausgewählten Fachbereichen sichern bzw. erhöhen. Hinzu kommen ein Langzeiteffekt und die nicht unerhebliche Zahl weiterer Patienten aus dem Ausland, die auf der Empfehlung durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ und der Zufriedenheit mit der Klinik-Behandlung basiert.

Um weiterhin auf dem sich wandelnden Gesundheitsmarkt bestehen zu können, bietet die Aufnahme von internationalen Patienten hervorragende Chancen. Neben den positiven wirtschaftlichen Effekten, durch außerbudgetäre oder zusätzliche Einnahmen, einer erhöhten Bettenauslastung und gesteuerte Fallzahlensteigerung für selektive Leistungen zählt ein erhöhter Imagetransfer zu den größten Erwartungen.

Allerdings stellen die, neben der primären medizinischen Leistung, geforderten sekundären Angebote des internationalen Klientels eine große Herausforderung für Kliniken dar. Für Kliniken bestehen in diesem Fall zwei Anspruchsgruppen: Die Selbstzahler und die Kassenpatienten, welche unterschiedliche Leistungen erhalten. Krankenhäuser müssen in der Konsequenz neue Investitionen tätigen und Prozesse und Verhaltensweisen an das neue Klientel anpassen, um deren Bedürfnisse optimal zu erfüllen. Nur so können die positiven Aspekte des Gesundheitstourismus bzw. Medizintourismus für die Klinik nutzbar gemacht und das Kundensegment „Internationaler Patient“ vollständig abgeschöpft werden.