Spezielle Behandlungsschwerpunkte

  • Hirntumoren
  • Brachytherapie / Radiopeptide
  • Hirnblutungen
  • Trigeminusneuralgie
  • Hemispasmus Facialis
  • Diskushernien
  • Spinalstenosen
  • Spinale Tumore

Wir über uns

Prof. Adrian Merlo bietet das gesamte Spektrum an neurochirurgischen Eingriffen an, was sinnvollerweise in einer Privatpraxis gemacht werden kann wie die operative Behandlung von Hirntumoren (z.B. Meningeome, Gliome, Acusticusneurinome, Hypophysenadenome), aber auch die chirurgische Therapie der degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule (Bandscheibenerkrankungen der Hals- und Lendenwirbelsäule, Spinalstenosen, inkl. Instrumentierungen).

Prof. Merlo befasst sich schwerpunktmässig seit vielen Jahren mit der lokalen Strahlentherapie von bösartigen Hirntumoren (Gliome WHO Grade II-IV). In enger Zusammenarbeit mit Spezialisten der Nuklearmedizin und der Radiochemie hat er eine neue Behandlungsmethode für maligne Gliome entwickelt. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Brachytherapie (brachy = kurz), der Strahlentherapie mit sehr kurzer Reichweite.

Neu daran ist, dass anstelle von ruhenden Strahlenquellen eine flüssige Strahlenquelle in den Tumor eingespritzt wird, welche sich nicht nur in der Haupttumormasse, sondern auch in den angrenzenden Infiltrationszonen ausbreitet. Der Strahler wird, an ein kleines Transportmolekül (Eiweissmolekül) gekoppelt, direkt in den Tumor gespritzt und verteilt sich darin wolkenartig innerhalb von Minuten. Das Eiweissträgermolekül mit dem gefangenen Nuklid bindet sich an Oberflächenrezeptoren und wird in die Tumorzelle aufgenommen.

Die Tumorzelle wird also von innen bestrahlt. Anfänglich wurden Betastrahler als Radionuklid verwendet, welche schrittweise durch die viel präziseren Alphastrahler ersetzt wurden. Die Alphatherapie wird seit dem Jahre 2000 in enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Transurane in Karlsruhe entwickelt. Dort werden auch die Actinium-Generatoren herstellt. Die hochenergetische Alpha-Partikelstrahlung entspricht weitgehend einer Einzelzell-Radiotherapie.

So gelingt es, auch die Tumorinfiltrationszonen ausserhalb der Haupttumormasse anzusteuern und zu behandeln. Alphapartikel töten die Tumorzellen immer vollständig ab, es gibt keine sog. sublethalen Effekte, bei der sich unvollständig getroffene Tumorzellen wieder erholen können (Resistenzentwickelung). Bislang konnte nur eine ausgewählte Gruppe von Patienten mit Alpha-Strahlern behandelt werden wegen des Engpasses in der Nuklidproduktion. Erste Erfahrungen zeigen, dass bei den Gliomen WHO Grad II sehr lange rückfallfreie Intervalle erzielt werden können.

Bei den Glioblastomen beträgt der Überlebensgewinn etwa zusätzliche 10 Monate in der Rückfallsituation, bei der Frühintervention dürfte aufgrund von Indexfällen das Potential eine mindestens dreifache Verlängerung des mittleren Überlebens sein.


Lesen Sie auch unser spannendes Experteninterview mit Prof. Merlo:
→ Was ist ein Hirntumor? Prof. Merlo klärt auf!


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