Spezielle Behandlungsschwerpunkte

  • PTCA und Stentimplantation
  • Rotablation
  • Katheterablationsverfahren
  • Schrittmacherimplantation und Nachsorge
  • Defibrillator (ICD) Implantation und Nachsorge
  • Elektrische Kardioversion

Wir über uns

Die Kardiologie am Klinikum Wels besteht 2016 seit genau 30 Jahren. Damals wurde eine Departmentierung der Inneren Medizin am Allgemein Öffentlichen Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (inzwischen Klinikum Wels-Grieskirchen GmbH) in drei Schwerpunkt-Abteilungen vorgenommen, um den immer größer werdenden Herausforderungen der einzelnen Fachdisziplinen gerecht zu werden. 1997 übernahm Prof. Dr. Bernd Eber die Leitung der Kardiologie und entwickelte diese, schon damals über die regionalen und nationalen Grenzen bekannte und geschätzte Abteilung stetig behutsam weiter.

Heute besteht die Abteilung für Innere Medizin mit Kardiologie und Intensivstation aus circa 100 Betten inklusive einer internistischen Intensivstation mit 13 Betten, einer Ambulanz, 2 Bettenstationen (Sonderklasse und allgemeine Klasse) sowie einem Herzkatheter-Labor mit 3 Herzkatheter-Tischen. 11 Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie betreuen gemeinsam mit 6 Assistenzärzten und 6 Turnus- bzw. Sekundarärzten die stationären und ambulanten Patienten.

Aus einer Herzüberwachungseinheit formierte sich über die Jahre eine moderne internistische Intensivstation mit integrierter Coronary Care Unit und Stroke Unit, in der interdisziplinär alle nicht chirurgischen Akut- und Intensivpatienten im Versorgungsraum WEGE42 betreut werden. Darüber hinaus stellt diese Einheit Sekundärstation für viele Krankenhäuser Oberösterreichs und angrenzenden Bundesländer dar (Einzugsgebiet etwa ½ Million Einwohner).

In der interventionellen Kardiologie werden alle modernen diagnostischen und therapeutischen Techniken zeitnah nach entsprechender Evidenz und den Guidelines der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft in die Routine eingeführt. Zum Beispiel werden die transfemorale Aortenklappen-Implantation (TAVI) und die MitraClip-Prozedur für entsprechende Patienten aus unserem Einzugsgebiet angeboten und nach entsprechender Vorbereitung kontinuierlich durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt jedoch in der Akut-Kardiologie für unser Einzugsgebiet. Seit 2003 werden alle Patienten mit akutem koronaren Syndrom einer Akut-Angiographie mit meist notwendiger invasiver Intervention unterzogen.

Die interventionelle Elektrophysiologie ist ein weiteres wichtiges Teilgebiet der Kardiologie Wels. Seit 2014 werden in einem neuen separaten Herzkatheterlabor alle invasiven elektrophysiologischen Untersuchungen durchgeführt und verschiedene ablative Verfahren werden routinemäßig gemacht (z.B. bei Patienten mit Vorhofflattern, Vorhofflimmern, Kreisbahntachykardien).

An der Kardiologie Wels werden in enger Zusammenarbeit mit der Herzchirurgie am Klinikum Wels alle gängigen Devices implantiert und nachkontrolliert, beginnend mit den Back up-Schrittmachern bis zu sondenlosen Schrittmachern, komplexen Defibrillatoren (ICD) und CRT-Systemen. Dabei spielt die telemedizinische Überwachung eine immer größer werdende Rolle in der Langzeitbetreuung von Device-Trägern, die von unserer Ambulanz angeboten und durchgeführt wird.

In der konservativen Kardiologie liegt ein Schwerpunkt in der Betreuung von Hypertonie-Patienten, die Abteilung wurde bereits 2012 als erstes Zentrum in Österreich zum Center of Excellence der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie anerkannt. Wissenschaftliche Schwerpunkte liegen hier vor allem in der Bestimmung der Pulswelle und des Gefäßalters, wobei zahlreiche Publikationen bereits veröffentlicht wurden. Alle Patienten nach Herztransplantation können in der kardiologischen Ambulanz nachuntersucht werden, auch vor Transplantation steht diese Einrichtung für Herzinsuffizienz-Patienten zur Verfügung.

Mit dem neuen Kepler-Universitätsklinikum in Linz besteht eine enge wissenschaftliche Kooperation, wobei die Kardiologie Wels aktiv im Forschungsinstitut “kardiometabolische Forschung“ mitarbeitet.

Angeschlossen an die Kardiologie ist ein ambulantes kardiologisches Rehabilitationszentrum namens Cardio-Vital-Wels. Unter der Führung von Prof. Eber werden Patienten mit akuten Herzerkrankungen vor allem des Klinikums Wels ambulant für 6 Wochen betreut (Phase 2), die Schulung besteht aus Trainingstherapie (Ergometer, Laufband, Kraftgeräte, Entspannungsübungen etc.) und Informationen zu diversen für Herzpatienten wichtigen Themen (Notfall, Risikofaktoren, Herzmedikamente, Ernährung, Psyche etc.). Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, dieses Programm auf bis zu 12 Monate auszudehnen (Phase 3); beide Phasen werden von den Kostenträgern nach Antrag übernommen.

Die Patienten schätzen die Kardiologie als fast familiäre Einheit in der hochtechnisierten Welt eines Großklinikums (< 80.000 stationäre Aufnahmen pro Jahr, 5. größtes Spital Österreichs). Die uns anvertrauten Patienten können mit einem modernen, wissenschaftlichen abgesicherten Management ihrer Herz-Gefäßerkrankung rechnen, das Klinikum Wels bietet mit seinen zahlreichen Abteilungen und Instituten darüber hinaus alle Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie anderer gesundheitsrelevanter Fragestellungen.

Diagnostisches Leistungsspektrum

Nichtinvasive Untersuchungen:

  • Echokardiographie
  • Stressechokardiographie
  • Transösophageale Echokardiographie
  • Fahrradergometrie
  • Langzeit-EKG
  • Langzeit-Blutdruck
  • Hyptertonieambulanz (persönliche Terminvereinbarung)
  • Kipptischuntersuchung
  • Pulswellenanalyse

Invasive Untersuchungen:

  • Koronarangiographie
  • Invasive hämodynamische Messungen
  • Intravaskulärer Ultraschall, OCT
  • Elektrophysiologische Abklärung

Therapeutisches Leistungsspektrum

  • PTCA mit Stentimplantation
  • Rotablation
  • Transkatheter Klappenimplantation
  • MitraClip
  • Renale Sympathikusdenervierung
  • Interventioneller Verschluss von Vorhofseptumdefekten (ASD und PFO)
  • Ablation von Arrhythmien (AVRT, AVNRT, Vorhofflattern, Vorhofflimmern; Hochfrequenz, Kryoablation)
Leading Medicine Guide

Ausgesuchter Experte im Fachbereich Kardiologie

Spezielle Krankheiten

  • KHK
  • Herzinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck
  • Angeborene Herzfehler

Anfahrt

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Oberarzt