PICSI - Reproduktionsmedizin auf höchstem Niveau

Wenn Sie sich sehnlichst Nachwuchs wünschen, müssen Sie nicht ungewollt kinderlos bleiben. Dank der Physiologischen Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (PICSI) können Sie sich den Traum von einem Baby doch noch erfüllen, wenn es auf dem natürlichen Weg nicht klappt.

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PICSI - Weitere Informationen

Auch wenn Paare sich für ein Baby entscheiden, ist es manchmal gar nicht so einfach, schwanger zu werden. Meistens sind Stress oder Hormonschwankungen für den unerfüllten Kinderwunsch verantwortlich. Sobald körperliche Probleme dahinterstecken, kann eine künstliche Befruchtung sinnvoll sein. PICSI, auch Physiologische Intrazytoplasmatische Spermieninjektion genannt, ist ein modernes Verfahren zur Selektion von Spermien, um die besten Samen für die Befruchtung auszuwählen.

Künstliche Befruchtung mit PICSI: Wie funktioniert diese Methode?

Die Physiologische Intrazytoplasmatische Spermieninjektion ist eine Erweiterung der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI), bei der die Spermien unter dem Mikroskop direkt in die Eizellen gespritzt werden.
Im Gegensatz zu einer In-vitro-Fertilisation (IVF), bei der die Spermien die Eizellen in einem Reagenzglas zusammengebracht werden um sich zu befruchten, bieten die ICSI und PICSI wesentlich größere Erfolgschancen.

Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, liegt es gewöhnlich an der schlechten Qualität der Samenzellen. Die Spermien sind entweder unbeweglich oder gar deformiert. Da sie als Überträger von Erbkrankheiten gelten, wählt der Arzt ausschließlich die besten Samenzellen für die künstliche Befruchtung aus. Die Form und die Beweglichkeit der Spermien sind bei der Auswahl ebenso wichtig wie der Reifezustand.

Dabei konzentrieren Ärzte sich auf die Spermien, deren Köpfe einen speziellen Rezeptor aufweisen, der mit der Hülle der Eizellen kooperiert. Hierbei handelt es sich um Hyaluronsäure, die sowohl in den Köpfen reifer Spermien als auch in der schützenden Hülle reifer Eizellen vorkommt. Unreife Spermien weisen diesen Bestandteil nicht auf. Je besser die Selektion ist, desto höher ist auch die Chance, endlich schwanger zu werden.

Künstliche Befruchtung
Künstliche Befruchtung unter dem Mikroskop © koya979 / Fotolia


Wie läuft die künstliche Befruchtung ab?

Nach der Eizellentnahme findet die eigentliche künstliche Befruchtung statt, indem der Arzt die Samenzelle in den Zellkern der Eizelle einführt. Hierfür werden ausschließlich reife Zellen verwendet.

Bei diesem Verfahren ist höchste Präzision gefragt, um den Samen bestmöglich zu platzieren. Um die Erfolgschancen zu verbessern, werden gleich mehrere Eizellen befruchtet, die der Arzt im Anschluss in die Gebärmutter setzt.

Viele Paare lassen einige der befruchteten Eizellen einfrieren (Kryokonservierung), falls die Befruchtung beim ersten Mal nicht klappt. Auch kann eine Hormontherapie sinnvoll sein, um den Reifungsprozess der Eizellen zu beschleunigen. Mit einer Hormontherapie können Sie ferner einen vorzeitigen Eisprung verhindern.

Zu den Erfolg versprechenden Medikamenten zählen:

  • Clomifen
  • das Follikelstimulierende Hormon (FSH)
  • das Humane Menopausengonadotropin (HMG)

Gegenüber einer künstlichen Befruchtung im Reagenzglas (IVF) und der ICSI bietet die PICSI eine deutlich höhere Einnistungs- und Befruchtungsrate.

Übrigens: Da die Fruchtbarkeit mit zunehmendem Alter abnimmt, eignet das Verfahren sich vor allem für Frauen ab dem 30. Lebensjahr. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen meist einen Teil der Kosten, wobei die Voruntersuchungen gewöhnlich zu 100 Prozent bezahlt werden. Mehr als drei künstliche Befruchtungen bezahlen die Krankenkassen allerdings nicht.

PICSI, ICSI & IMSI: Was ist der Unterschied?

Grundsätzlich gibt es mehrere Methoden, um sich künstlich befruchten zu lassen. Die verschiedenen Verfahren unterscheiden sich in der Art und Weise, wie und wo Samen- und Eizellen aufeinander treffen: im Reagenzglas oder im menschlichen Körper. Dort läuft entweder eine natürliche Verschmelzung von Spermium und Ei ab, oder sie werden vom Arzt mit einer Kanüle injiziert.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen jedes Verfahren, wobei Paare einen Eigenanteil leisten müssen. Wie hoch die Kosten sind, hängt von der Therapie und der Anzahl der künstlichen Befruchtungen ab.

Neben der IVF gehört die ICSI zu den Behandlungen, die den größten Erfolg versprechen. Um die Verschmelzung von Ei- und Samenzellen zu erleichtern, werden die Spermien direkt in die Eizelle eingebracht. Welche Spermien für die Therapie ausgewählt werden, spielt dabei keine prägnante Rolle.

Die IMSI (Intrazytoplasmatische morphologisch selektionierte Spermieninjektion) ist eine Erweiterung der ICSI, bei der die Ärzte die Spermien unter dem Mikroskop selektieren. Indem sie langsame und deformierte Samenzellen ausschließen, wird die Gefahr von Früh- und Fehlgeburten minimiert.

In den letzten Jahren haben Ärzte die Selektierung von Spermien kontinuierlich verbessert, sodass die PICSI, das bislang beste Verfahren der Reproduktionsmedizin, entstanden ist. Bei dieser Methode verwenden Ärzte ausschließlich die Samenzellen, deren Form und Erbgut perfekt sind. Die Spermien dürfen keine genetischen Defekte aufweisen, um Missbildungen, Abstoßungsreaktionen, Früh- und Fehlgeburten zu vermeiden. Sobald die Spermien von der Norm abweichen, sind sie für die Therapie ungeeignet.

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Social Freezing: Wenn es beim ersten Mal nicht klappt

Auch wenn die Erfolgsaussichten einer künstlichen Befruchtung gut sind, kann es durchaus passieren, dass für eine Schwangerschaft mehrere Versuche notwendig sind. Ersparen Sie sich einen Behandlungsschritt, indem Sie Ihre Zellen einfach einfrieren lassen. Diese Methode wird auch als Kryokonservierung bezeichnet.

Sie eignet sich nicht nur für Paare, die ungewollt kinderlos sind, sondern auch für junge Frauen, die sich aus persönlichen Gründen für eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Die Fruchtbarkeit der Eizellen soll bis dahin erhalten bleiben. Auch ist die Methode für junge Männer geeignet, deren Samenqualität schlecht ist.

Fazit

PICSI ist das bislang beste Verfahren der Reproduktionsmedizin. Die Samenzellen werden bei dieser Methode nicht nur äußerst sorgfältig selektiert – sie werden auch direkt in den Kern der Eizelle gebracht, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen.

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